Jahrgang 
1913
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Herr Professor Velde vom 20. April bis zum 20. Juni.

Krämer vom 13. Juni bis zum 19. März. Ewald vom 26. November bis zum 10. Dezember. Braum vom 23. Januar bis zum 7. Februar.

Professor Velde vom 25. Januar bis zum 4. Februar.

Beurlaubt waren:

Herr Oberlehrer Dr. Hoenes während des Sommerhalbjahrs.

Fräulein Wolf vom 13. Mai bis zum 12. Juli zu einer Studienreise nach Frankreich.

Fräulein Keßler während des Winterhalbjahrs.

Herr Professor Krämer war um 4, Fräulein Kapp um 6 Stunden erleichtert.

Die Vertretungen übernahmen außer den ordentlichen Mitgliedern des Lehr- körpers die Herren Pfarrer Kübel, Pfarrer Zurhellen, Professor Dr. Drüner, Dr. Krämer II. und die Damen Fräulein Neu, Fräulein Kamper, Fräulein Müller, Fräulein Schäfer, Fräulein Friedmann.

Am 14. September wohnte Herr Professor Jung aus Kassel im Auftrage des Ministers dem Zeichenunterricht bei. Am 28. und 29. Oktober unterzog Herr Provinzialschulrat Dr. Borbein die Schule einer Revision.

Das Maifest fand am 3. Juni statt.

Das Sedanfest wurde durch Ausflüge in die Umgebung gefeiert.

In der ersten Woche der Herbstferien machte die erste Klasse unter Leitung des Unterzeichneten und der Oberlehrerinnen Fräulein Reishaus und Fräulein Hoffa eine dreitägige Wanderfahrt an Rhein und Lahn.

Am 15. Januar unternahmen bei schönem Winterwetter die Klassen I V einen Ausflug auf den schneebedeckten Feldberg.

Am Abend des 19. Dezember fand im Festsaal eine kleine Weihnachtsfeier statt. Gedichte wurden vorgetragen und Lieder gesungen, darunter eins,Schön ist der Friede das unser Chorleiter, Herr Sonntag, für die Feier selbst vertont hatte.

Wie alljährlich wurde Kaisers Geburtstag in der Schule gefeiert. In der Festrede schilderte Fräulein Ludwich in großen Zügen die Erhebung Preußens vor hundert Jahren.

Am Abend des 13. Februar versammelten sich auf die Einladung des Unter- zeichneten hin eine große Anzahl von Schülerinneneltern im Festsaal der Schule zu einer Besprechung über wichtige Erziehungsfragen, nämlich über: Berufswahl, über Sitzenbleiben, über Privatlektüre und über Erziehung zur Einfachheit Für die Be- rufswahl stellte der Unterzeichnete den Gesichtspunkt auf, daßs die Mädchen im allge- meinen in den Berufen sich am meisten befriedigt fühlen, in denen sie auf andere Menschen einwirken können. Er wies ferner auf die Sechriften hin, in denen man sich über die einzelnen Berufsarten unterrichten kann, besonders auf Nr. III der Schriften des preußischen Zentralverbandes für die Interessen der höheren Frauenbildung(Preis 40 Pfg).* Bei der Besprechung des zweiten Punktes betonte er, daß es für Körper und Geist besser ist, wenn geistig nicht genug geförderte Kinder sitzen bleiben, als

.*) An dieser Stelle sei auch auf die Auskunftstelle für Frauenberufe(Stiftstraße 52) verwiesen.