Lehrplan⸗Entwurf zum Staatsjugendtag für VI— U lIl von Studienrat Dt⸗ Gölz
1. Für den theoretiſchen Unterricht
Anterſtufe. 1. Der Führer: a) Die Jugendjahre b) Die Wiener Lehr⸗ und Leidensjahre(1908— 12). c) Der erſte Aufenthalt in München d) Der Führer im Weltkrieg e) Die Revolution f) Die N. S. D. A. P. bis zum Jahre 1923 g) Der II. Kampf bis zur Machtergreifung. 2. Der Begriff des Dritten Reiches(Weſen, Ziel und Symbole). 3. Die Gliederungen der Bewegung: a) Die politiſchen Gliederungen b) Die H. J. c) Die ſozialen Gliederungen. 4. Die nationalen Feiertage. 5. Gegenwartsfragen. 6. Das Auslandsdeutſchtum. Mittelſtufe. 1. Die germaniſche Vorgeſchichte. 2. Der Begriff des Erſten Reiches(Vergleich mit der Zielſetzung des Dritten Reiches). 3. Der Begriff des Zweiten Reiches(Vergleich mit der Zielſetzung des Dritten Reiches). 4. Das Dritte Reich und die nationalſozialiſtiſche Bewegung: A. Der ſtaatliche Aufbau: a) Der Führer b) Reich und Länder c) Das Volk d) Die Partei e) Das Heer. B. Die wirtſchaftliche Ordnung: a) Bauerntum und Siedelungsfragen b) Der Arbeiterſtand(mit der Erwerbsloſenfrage) c) Die Arbeitsdienſtpflicht e) Das Handwerk. Dazu Behaͤndlung der entſprechenden Programm⸗ punkte.
C. Geiſtige Grundlagen: a) Die völkiſche Staatsauffaſſung Familie)
b) Deutſcher Sozialismus
c) Die Raſſenfrage
d) Staat und Kirche. Daneben das Leben des Führers, Gegenwartsfragen, Fra⸗ gen des Auslandsdeutſchtums wie auf der Anterſtufe.
(Bedeutung der
Il. Sportlicher und Geländeſportlicher Unterricht
Es ſcheiden aus die rein turneriſchen Uebungen, die in die Turnſtunde gehören, ebenſo Spiele, wie ſie die Spielſtunde vorſieht.
Dagegen können alle Aebungen betrieben werden, die in der Leiſtungsprüfung der H. J. verlangt werden, ins⸗
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beſondere die leichtathletiſchen Aebungen, beſonders der Kurz⸗ und Langſtreckenlauf.
Eindringliche Hinweiſe auf die Bedeutung und die Vorbereitung der Olympiakämpfe von 1936, auf den Stand
der deutſchen Höchſtleiſtungen in den Hauptübungen ſind ſtändig angebracht.
übungsplan
1. Marſchübungen und Marſchliedern.
2. Leichtathletiſche Lebungen, beſonders Laufübungen. 3. Einfache Seh⸗ und Hörübungen. 4. Entfernungsſchätzen: a) nach leicht erkennbaren Zielen, b) nach ſchwerer erkennbaren Zielen, c) nach ſeitlich liegenden Zielen. Dabei Anwendung der Daumenbreite, des Daumen⸗ ſprungs, Ausnützen der Telegraphen⸗Maſte und ähn⸗ licher Hilfsmittel. 5. Zielerkennen und Zielbeſchreiben(Ziel anſprechen), nach im Gelände aufgeſtellten Zielen(Scheiben).
6. Zurechtfinden im Gelände:
a) nach der Natur(Sonne, Wind, Wetterſeite, Sterne, Mond uſw.),
b) nach dem Kompaß,
c) nach der Karte.
7. Beſchreibung des Geländes nach Bodenform und Bo⸗ denbedeckung).(Dabei ſind die treffenden Ausdrücke einzuſchärfen).
8. Bewegen im Gelände: Gehen, Knien, Krabbeln, Krie⸗ chen, Robben.
9. Meldungen mit mehreren genauen Angaben:
a) mündlich, b) ſchriftlich.
(Hilfe bieten die Fragen: Wann, wer, wie, wo.). 10. Zeichen, Winken, Morſen.
11. Tarnen:
a) im günſtigen Gelände, b) im ungünſtigen Gelände, c) Fliegerdeckung.
Erſter Zweck des Tarnens iſt Beobachtung.
Sinn der Tarnkappe?
12. Ausbildung von Spähtrupps.
13. Geländeſpiele unter Anwendung aller Geländeübungen. (Die Spiele ſind genaueſtens vorzubereiten).
14. Zelt⸗ und Lagerbau.
15. Kleinkaliberſchießen.
16. Ueber Körperpflege.
Dieſe Aebungen ſtellen eine methodiſche Reihe dar. Bei jeder Aebung iſt mit dem Allereinfachſten zu be⸗ ginnen. Die Fehlerquellen ſind aus der praktiſchen Lebung, mit der immer zu beginnen iſt, herauszufinden.
Die körperlichen Leiſtungen ſind allmählich(beſonders durch Hinderniſſe) zu ſteigern. Der Anſporn des Wett⸗ kampfes iſt immer auszunutzen. Führernaturen ſind zu fördern.
Ordnungsübungen, Einüben von


