6.
V.
Briefe an den Konzilsvater
d.
Sechs Briefe der Cräfinnen Antonia und Mathilde von Hoensbroech und ein Brief an seine Schwester Karoline
Antonia von Hoensbroech, die Tochter des Grafen, an Abt Ephrem.
Haag, den 22. Januar 1870.
Graf Schaesbers kehrt aus Rom zurück und äußert sich betrübt über die Haltung der deutschen Bischöfe auf dem Konzil.— Die Kreuzzeitung be- richtet falsch über das Konzil.— Trauriger Artikel, Döllingers in der Augs- burger Allg. Zt§. v. 21. Jan. 1870.
Mathilde von Hoensbroech, die Gattin des Grafen, an Abt Ephrem. Mainz, den 10. März 1870.
Die Glieder der Familie Hoensbroech sind entschiedene Infallibilisten.— Be- such bei Gymnasialdirektor Bone in Mainz, der gleichflalls Släubig kirchlich ist.
Mathilde von Hoensbroech an Abt Ephrem.
Haag, den 25. April 1870.
Tiefe Trauer darüber, daß die deutschen Gegner auf dem Konzil noch immer gegen die Infallibilitätserklärung kämpfen.— Die deutsche Heimat zerfällt auch
in Freunde und Gegner.— Die Familie Hoensbroech ist papsttreu.
Mathilde von Hoensbroech an Abt Ephrem. Haag, den 8. Mai 1870. Die Stellung der Minorität auf dem Konzil Legen die Unfehlbarkeitserklärung
bleibt unverständlich.
Mathilde von Hoensbroech an Abt Ephrem. Haag, den 1. Juni 1870. Tiefe Trauer, daß die Infallibilitätslehre noch nicht zum Glaubenssat⸗z crhoben
ist.— Verhalten der deutschen Oeffentlichkeit.
Karoline van der Meulen durch Antonia von Hoensbroech an Abt Ephrem.
Haag, den 8. Juni 1870. Sorge um ihren von den Kämpfen im Konail niedergebeugten Bruder und um Pius IX.— Karoline opfert ihre Leiden, Gräfin Antonia ihre täglichen Ar-
beiten für den guten Verlauf des Konzils auf.
Mathilde von Hoensbroech an Abt Ephrem. Haag, den 15. Juli 1870. Die Abstimmung im Konzil ist erfolgt.— Graf Hoensbroech wünscht die Bilder
aller Konzilsväter.
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