Jahrgang 
1926
Einzelbild herunterladen

Oberprima b

Deutsch: Zur Auswahl: 1. Welchen Einfluft hat die Natur unseres Vaterlandes auf die Entwicdklung unseres Volkes gehabt? 2. Die verschiedenen Triebfedern menschlichen Han- delns in Schillers Wallenstein. 5. Auf welchen Erinnerungen beruht das Selbstgefühl der Deutschen? 4. Welche Kräfte entwickelt in uns die Schule?

Französisch: L'enfant espion(d'après la nouvelle de Daudet).

Mathematik: 1. Durch das Aufwertungsgesetz habe jemand die Wiedereintragung ciner Hypothek von 10 000 Mark erlangt, die vom 1. April 1926 ab zunächst ein Jahr lang mit 3% und dann bis 1. April 1932 dem Tag der Rückzahlung mit 5% zu verzinsen ist. Durch welchen Betrag kann die Hypothek bereits am 1. April 1926 freiwillig abgelöst werden. wenn nach dem Gesetz bei vorzeitiger Rückzahlung ein Zinsfuß von 9% der Berechnung zu Grunde gelegt werden muß?(Erläuterungen sollen den Schülern auf Anfrage gegeben wer- den). 2. Aus einem kreisförmigen Papier soll ein Sektor herausgeschnitten und zu einem kegelförmigen Filter von möglichst großem Fassungsvermögen zusammengelegt werden. Wie grofß muft der Zentriwinkel des Sektors sein? 5. Wie lautet die Gleichung einer Tangente an die Parabel vy²= 12 x, wenn sie mit der Geraden y= 3X 4 den Winkel 45° bildet? 4. In eine Kugel mit dem Radius'r sei ein gerader Kegel so einbeschrieben, daßt seine Höhe durch den Mittelpunkt der Kugel nach dem goldenen Schnitt geteilt wird. Wie verhalten sich die Inhalte der beiden Körper zu einander?

Physik: Beziehungen zwischen mechanischer Arbeit und Wärme. Im Anschluß daran: Berechnung des mechanischen Wärmeäduivalents aus folgenden Konstanten der Luft: spec. Wärme cp= 0,2578, spec. Wärme cv 0,1687, spec. Gewicht s= 0,001205.

Chemie: 4

siehe Oberprima a

Latein:

f) Die Einrichtung des künstlerischen und technischen Unterrichts I. Zeichnen

Die Erziehung zu zeichnerischer Ausdrucksfähigkeit und künstlerischer Darstellung in drei konzentrisch sich aufbauenden Kreisen gliederte sich in:

a) Unterstufe: Entwicklung aus dem Spieltrieb; freieste Versuche kindlicher Ge- staltung. Naives IIlustrieren. Gedächtnismäftige, flächenhafte. farbige Wiedergabe frei- und strengformiger Gegenstände. Abzeichnen flacher Gegenstände auf Grund bewußtter Beobach- tung zur Erziehung der Proportionierung des Zweidimensionalen. Einfühlung in die trockene und nasse Farbe; Entwicklung mehrerer Techniken.

b) Mittelstufe: Erkenntnis der Täuschungserscheinungen der dritten Dimension, theoretisch und praktisch. Darstellen einfacher Ausschnitte in Einfluchten. Zwei- und Mehr- fluchten bis zu Raumlösungen in Umrissen. Die Perspektive des Kastens in Umrissen, Ton- werten und Farbwerten im Naturstudium. Hierauf aufbauend Gedächtnisübungen in Über- ekdarstellung von Gegenständen, die sich vom ebenflächigen Kasten ableiten lassen, wie Möbel, Wagen, Wohnräumen usw.

In Parallelreihe der Rundkörper: Horizontalkreisverkürzung als Grundlage der Kreis- verkürzung in jedmöglicher Ebene. Geräte, Gefäße als Einzeldarstellung in Umriß, Tonwert und Farbwert bis zu freier Malübung.

II