Jahrgang 
1925
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Das gute Vertrauensverhältnis, das zwischen Elternschaft und Schule besteht, kam in sämtlichen 7 Sitzungen, die der Elternbeirat im Laufe des Berichtsjahres ab- hielt, zum Ausdruck. Mit der ganzen ihm zu Gebote stehenden Kraft hat er sich z. IT. allein, z. T. gestützt auf den Verband der Elternbeiräte für das Interesse seiner Schule eingesetzt, wofür ihm die Schule zu großem Dank verpflichtet ist. Er trat erfolgreich ein für die Wiederherstellung unseres während der Kriegs- und Nachkriegszeit stark vernachlässigten Schulhofes, für eine Erhöhung der Beiträge für die Lehrmittel, für die Abschaffung der eigentlich nur als Notbehelf während der Inflationszeit gedachten Er- hebung des Schulgeldes in der Schule. Wir wollen hoffen, daß es ihm auch gelingt, die zunächst abgelehnte Renovierung unserer Aula und unseres Singsaals durchzusetzen, damit wenigstens diese beiden Räume beim 25jährigen Jubiläum der Schule Ostern 1⁰26 ein festliches Gewand tragen. Der gesamte Haushaltsplan der höheren Schulen wurde eingehend besprochen und, wenn nötig, kritisiert. Der Elternbeirat regte an, die städti- schen Sehenswürdigkeiten, besonders das Städelsche Institut, das in unmittelbarer Nähe unserer Schule liegt, den Schülern leichter als bisher zugänglich zu machen.

Der Verein ehemaliger Schüler stiftete zur Verfügung des Direktors der Schule 50 Mk.

6. Verschiedenes

a) Das Schulgebäude ist im großen und ganzen in gutem Zustand, obwohl sich bemerkbar macht, daß es vor 25 Jahren gebaut worden ist. Einzelne Räume bedürfen dringend der Erneuerung. Auch die Außenseite des Gebäudes blättert an manchen Stellen ab. Die Schulräume sind im allgemeinen ausreichend. Das Sammlungs- und Arbeits- zimmer für Biologie entspricht allerdings nicht den zu stellenden Anforderungen. Der Schulhof, der zugleich bei gutem Wetter als Turnplatz dient, ist etwas klein für unsere große Schülerzahl. Die hygienischen Verhältnisse sind gut.

b) Während der Nachkriegszeit konnte für die Lehr- und Lernmittel, die früher in gutem Zustande waren, nur das unbedingt Notwendigste angeschafft werden. Doch hoffen wir, daß die Stadt uns jetzt wieder wie früher im Etat genügend bedenken wird.

7. Aus der Chronik

Zu Gunsten der Wegscheide, die vom 16. August bis 11. September von 82 Unter- tertianern unter Führung der Herren Studienräte Dr. Rumpf, Kemmann und Uhl besucht wurde, fand am 24. und 26. Juni 1924 ein Schülerkonzert statt. Außerdem ver- anstalteten die Unterprimaner am 16. und 17. Dezember 1924 zu Gunsten des chemischen Kabinetts die Aufführung eines von einem Unterprimaner verfaßten Theaterstückes. Ferner fand am 17. und 18. März 1925 eine musikalisch-deklamatorische Schülerauffüh-

rung statt.

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