Jahrgang 
1912
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Reife verliess, um dann von Herbst 1900 bis Herbst 1902 an der Technischen Hochschule zu Aachen und von Herbst 1902 bis Ostern 1905 an der Universität Bonn Physik, Chemie und Mathematik zu studieren. Am 25. Januar 1905 wurde er zum Doktor der Philosophie promo- viert. Am 6. Mai 1905 bestand er das Staatsexamen. Nach der zweijährigen praktischen Vor- bereitung im Schuldienst wurde er Ostern 1907 Oberlehrer an der höheren Mädchenschule zu Duisburg. Ostern 1900 wurde er in gleicher Eigenschaft an die Schillerschule zu Frankfurt a. M. berufen, an der er bis zu seinem ébertritt an die hiesige Anstalt wirkte. Er veröffentlichte: Uber die Absorptionsspektra der Chlorsäuren.(Diss., Bonn 19005.)

Wilhelm Wagner, katholischer Konfession, wurde am 9. April 1882 als der älteste Sohn des Landwirts Peter Wagner in Ravengiersburg bei Simmern auf dem Hunsrück geboren. Ostern 1895 kam er auf die Quinta des Gymnasiums in Prüm, wo er Ostern 1902 das Zeugnis der Reife erhielt. Darauf studierte er in Bonn, London und Oxford neuere Sprachen und Germanistik und wurde am 9. Juli 1907 in Bonn zum Doktor der Philosophie promoviert. Das Staatsexamen bestand er am 1. Februar 1908 ebenfalls in Bonn. Nachdem er darauf vom

1. April 1908 bis zum 31. März 1900 beim 7. Rhein. Inf.-Regt. No. 160 in Bonn seiner militärischen Dienstpflicht genügt hatte, absolvierte er das Seminarjahr an dem Städt. Reform- Realgymnasium in Düsseldorf und das Probejahr an der Oberrealschule in Düsseldorf, wo er jedesmal gleichzeitig eine Oberlehrerstelle verwaltete, und wurde dann zum 1. April 1911 zum Oberlehrer an der hiesigen Anstalt ernannt. Im Druck erschien von ihm:Sawles Warde, Kritische Textausgabe auf Grund aller Handschriften nebst Einleitung, Anmerkungen und Glossar.(Diss., Bonn 1908.)

Paul Schubert, evangelisch, geboren am 9. April 1876 zu Gotha, besuchte die Mittelschule zu Mühlhausen i. Th., die Präparandie zu Wandersleben und dann das Seminar zu Erfurt. 1896 bestand er die erste und 1899 die zweite Lehrerprüfung. Als Lehrer war er tätig von 1896 bis 1900 in Hesserode bei Nordhausen und bis 1904 in Erfurt. Im Winter- halbjahr 1900-01 absolvierte er einen Kursus an der Königl. Turnlehrerbildungsanstalt zu Berlin, und für die Winterhalbjahre 1902-03 und 1904-05 wurde er als Hilfslehrer an dieselbe Anstalt berufen. Von April 1905 bis Juli 1906 studierte er an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und legte im Juli 1906 die Zeichenlehrerprüfung ab. Am 1. Oktober 1906 trat er in den Schul- dienst der Stadt Frankfurt a. M. und unterrichtete an der Gellert- und an der Schwanthaler- schule. Am 1. April 1911 wurde er Zeichenlehrer an der Rödelheimer Realschule.

Artur Döring, evangelisch, geboren am 3. Dezember 1878 zu Bromberg, erhielt seine Vorbildung auf der Präparandenanstalt und dem Lehrerseminar zu Bromberg. Nach mehrjähriger Tätigkeit in Bromberg und dessen Vororten wurde er nach bestandenem Mittel- schullehrerexamen in Mathematik, Physik, Chemie und Mineralogie an die städtische höhere Knabenschule zu Koschmin, dann an die IV. Mittelschule nach Posen berufen. Seit 1. April 1900 ist er an der Rödelheimer Realschule tätig.

Gustav Becker, evangelisch, wurde geboren am 17. Dezember 1881 als Sohn des Polizei-Inspektors Carl Becker in Merseburg a. Saale. Seine Ausbildung erhielt er auf Prä- parande und Seminar zu Weißenfels in den Jahren 1806 bis 1902. Nachdem er kurze Zeit als Vertreter des Hauptlehrers in Ostrau, Kreis Bitterfeld, tätig gewesen war, genügte er 1902-03 seiner Militärpflicht in Torgau Er amtierte darauf von 1903 bis 1907 an der Bürgerschule in Merseburg und legte während dieser Zeit in Weibenfels seine zweite Lehrerprüfung ab. Im April 1907 kam er an die Karmeliterschule zu Frankfurt a. M. Winter 1900 bestand er in Cassel seine Mittelschullehrerprüfung in Mathematik und Naturwissenschaſten, zu welchem Examen er sich an der Universität Halle und der Akademie zu Frankfurt a. M. vorbereitet hatte. Am 1. April 1911 wurde er als Mittelschullehrer an die Rödelheimer Realschule versetzt.

Bruno Otto, evangelisch, geboren am 17. März 1876 zu Battgendorf, Kreis Eckarts- berga, besuchte von 1800 bis 1896 die Präparandenanstalt zu Wandersleben und das Seminar zu Erfurt. Er war tätig an den Volksschulen zu Heiligenstadt 1896-1900, Halle a. S. 1900-1902, Cassel 1902-1904 und trat am 1. Oktober 1904 in den Schuldienst der Stadt Frankfurt a. M. Am 1. April 1911 wurde er an die Rödelheimer Realschule versetzt.

Berthold Kahlfuhß, Sohn des Mühlen- und Gutsbesitzers Gustav Kahlfuß, evanglisch, wurde geboren am 23. Dezember 1878 in Schwiebedawe, Kreis Militsch, besuchte die vier- klassige Volksschule in Wirschkowitz, trat mit dem 14. Jahre in die Präparandie in Schweidnitz ein, legte die erste und zweite Lehrerprüfung am Königl. Seminar zu Brieg a. O. ab, war 1 ½ Jahr Lehrer an einer dreiklassigen und 5 Jahre Lehrer an einer einklassigen Schule, hörte während dieser Zeit Vorlesungen in Philosophie, Geschichte und Wirtschaftslehre an den Universitäten Greifswald und Breslau, erwarb sich Ostern 1906 nach halbjährigem Kursus das Turn- und Schwimmlehrerzeugnis an der Königl. Zentral-Turnlehrer-Bildungsanstalt, ging auf 1 Jahr zur Erweiterung seiner Sprachkenntnisse nach England und Frankreich, war Student an der Sorbonne im Wintersemester 1906-07 und wirkt seit dem 1. April 1907 an hiesiger Anstalt.