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lehrungen über die persönlichen Verhältnisse der Dichter sowie über die poetischen Formen und Gattungen. Memorierübungen aus der poetischen Lektüre. c. Stilübungen, teils erzählenden, teils beschreibenden Inhalts aus der Lektüre; Berichte über Selbsterlebtes. 10 Arbeiten im Jahr; in jedem Vierteljahr eine Arbeit in der Klasse. Kracauer.
Französisch. 6 St. a. Grammatik. Plœtz-Kares, Ubungsbuch, Ausg. C. Kap. 53— 64. Syntax des Infinitivs und der Partizipien; Artikel. Deutsche Wiederholungsstücke. Sprech- übungen. Gedichte wurden auswendig gelernt.— b. Fortdauernde schriftliche Ubungen, 8 Extemporalien, 6 häusliche Arbeiten. c. Lektüre: Bruno, Francinet,(Berlin, Gärtner). Kunz.
Englisch. 4 St. a. Grammatik: Dubislav& Bœk, Kurzgefasstes Lehr- und Ubungs- buch der englischen Sprache. Ausg. B. Wiederholung der Formenlehre. Syntax des Zeitworts,§ 64 bis§ 106.— Cbersetzung der entsprechenden Stücke und Wiederholungsstücke. Sprechübungen. Gedichte wurden auswendig gelernt b. Fortdauernde schriftliche Ubungen.— 8 Extem- poralien, 6 häusliche Arbeiten. Lektüre: Six Great Events in British History.(Stead, London). Kunz.
Geschichte: 2 St. Deutsche Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zun. Regierungs- antritt Friedrichs des Grossen mit besonderer Berücksichtigung der brandenburgisch-preussischen Geschichte. Daten der ausserdeutschen Geschichte, soweit sie in die deutsche eingreift. Kracauer.
Erdkunde. 2 St. Wiederholung und Ergänzung der Landeskunde des Deutschen Reiches. Kartenskizzen. Kracauer.
Mathematik. 5 St. a. Arithmetik. Lehre von den Potenzen und Wurzeln. Gleichungen ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Einfache quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten(Bardey Aufgabensammlung). b. Planimetrie. Sätze über die Flächengleichheit der Figuren. Berechnung der Fläche geradliniger Figuren. Aehnlichkeitslehre, Proportionalität gerader Linien am Kreise, stetige Teilung. Regelmässige Vielecke, Kreisumfang und-inhalt. Konstruktions- aufgaben. 8 Klassenarbeiten im Jahr. Schaumberger.
Physik. 2 St. Allgemeine Eigenschaften der Körper, Grundlehren des Gleichgewichts und der Bewegung der festen, flüssigen und gasförmigen Körper. Wärmelehre. Schaumberger.
Naturbeschreibung. 2 St. Im Sommer: Schwerer verständliche Pflanzenfamilien. Natürliches System. Diagramme. Kryptogamen. Pflanzengeographie. Im Winter: Niedere Tiere, Tiergeographie. Levy.
Zeichnen. a. Freihandzeichnen: 2 St. Zeichnen und Malen nach einfachen Natur-
und Kunstformen, Flaschen, Krügen, Vasen, Gläsern u. s. W.— Skizzier- und Pinselübungen. b. Linearzeichnen: 2 St. Einige Ubungen im Gebrauch des Materials.— Darstellung von ein- fachen Körpern und Körperschnitten.— Bestimmung der wahren Grösse von Linien und Flächen. Galliner.
Turnen. 3 St. a. Frei- und Ordnungsübungen: Wechsel von Marschieren und Laufen. Drehungen und Schwenkungen während des Marsches. Reihungen und Schwenkungen Stab- übungen. b. Gerätübungen. Pferd: Hocke, Schere, Ein- und Ausspreizen. Reck: Verbindung von Knieaufzug und Umschwung. Felgaufzug und Umschwung. Barren: Sitzwechsel mit Kehre und Wende. Schere. Hoch- und Weitsprung. Spiel: Schleuderball, Schlagball. Fr. Rothschild.
Stenographie. 1 St.(wahlfrei). System Gabelsberger: Einführung in die Verkehrs- schrift. Gantter.
Klasse I. Klassenlehrer: Oberlehrer Prof. Dr. Kunz.
Religionslehre. 3 St. a. Geschichte der Juden und ihrer Literatur in der Neuzeit. Cberblick über die geschichtliche Entwicklung des Judentums in den Hauptmomenten. b. Zusammen- fassender systematischer Religionsunterricht. c. Hebräisch. Wiederholung und Vertiefung des früher übersetzten Stoffes. Adler.


