Jahrgang 
1914
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Klaſſe II(Je 2 St.) Im Sommer: Zeichnen und Malen natürlicher Blumen und Zweige, Skizzierübungen im Freien, auch nach lebenden Perſonen und Tieren. Im Winter: Darſtellen ſchwieriger Natur⸗ und Kunſtformen mit Licht und Schatten, auch in Farben. Architekturaufnahmen im Zeichenſaale, in den Gängen u. ſ. w. Komponierübungen für Stilleben. Malen von Stilleben. Zeichnen von Gebrauchs⸗ gegenſtänden und Naturformen an der Schultafel, auch aus dem Gedächtnis.

Klaſſe I(Je 1 St.) Fortſetzung des Freihandzeichnens und Malens der II Klaſſe; in ein⸗ gehender Weiſe: Methode des Freihandzeichnens.

B. Linearzeichnen(im letzten Vierteljahr). Klaſſe III: Einführung in die maleriſche Perſpektive.

Klaſſe II: Schattenkonſtruktion. Einfache Aufgaben aus dem Gebiete des architektoniſchen Zeichnens.

Modellieren. SI und II. Wahlfrei.(Je 2 St.) 1) Kreisrund, Eirund, Langrund: Kugel, Ei. 2) Walze: Ring, Kette, Kerze. 3) Lebensformen des Vorausgegangenen: Apfel, Birne, Zitrone. 4) Geometr. Körper: Würfel, Prisma. 5) Blätter. 6) Blätter und Ranken. 7) Blätter, Ranken, Blüten, Früchte. 8) Stopftiere. 9) Lebende Tiere. 10) Schulmodelle für den Unterricht.

Müller. 2. Geſang und Klavierſpiel.

A. Geſang. Für die Technik zugrunde gelegt: die Solfeggienſammlung von L. Stark; für den Vortrag: Sammlungen von Schulliedern, die Unterrichtslieder von Friedländer und die Duette von Mendelsſohn.

Klaſſe III.(Je 1 St.) a. Treff⸗, Stimmbildungs⸗ und Ausſpracheübungen. Die 20 erſten Stücke des Solfeggienbuches. b. Einſtimmige Schul- und Volkslieder im Klaſſenchor und Einzelgeſang.

Klaſſe II.(Je 1 St.) a. Treff⸗ und Stimmbildungsübungen wie in Klaſſe III, im Solfeggien⸗ buch die N. 21 40. b. Einfache Kunſtlieder, ein- und mehrſtimmige Volkslieder.

Klaſſe I.(Je 1 St.) a. Die Stücke des Übungsbuches bis zu den Trillern. b. Pflege des einfachen Kunſtliedes nach der eingeführten Sammlung oder nach freier Wahl. Die Duette Mendelsſohns.

Chor der Klaſſen I bis III.(Je 1 St.) 3⸗ und 4 ſtimmige a capella- oder mit Klavier begleitete Geſänge aus den Gebieten des Volksliedes und des Kunſtgeſanges.

B. Klavier. I. II III(Je 5 St. in Abteilungen.) Zugrundegelegt je nach der erreichten Fertigkeit: a. Czerny, 100 Übungsſtücke, 160 achttaktige Ubungen, 40 tägliche ÜUbungen, Schule der Geläufigkeit. b. Cramer, 84 Etüden, Heft I und II oder Auswahl von Bülow. c. Heller, Studien

für Vortrag. d. J. S. Bach, kleine Präludien und Inventionen. e. Stücke und Sonaten von Clementi,

Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Chopin, und Grieg. Bisweilen Conzertſätze mit

zweitem Klavier von Mozart und Beethoven. Süß. 3. Turnen.

Klaſſe: IIIa u. b, IIa u. b, la u. b, S I u. II.

1) Freiübungen. 2) Handgerätübungen mit Keulen, Springrohren, Stäben, Hanteln, Bällen und Reifen.

3) Gerätübungen: Schräge und ſenkrechte Stangen und Leitern, wagerechte Leitern, Schaukelringe, Schaukelreck, Rundlauf, Barren, Pferd, Doppelpferd, Schwebekanten, Schwingſeil, Kaſten, Sturm⸗ und Freiſpringen.

4) Spiele: Schlagball, Kriegsball, Völkerball, Hetzball, Feſſelball, Tigerball, Neckball, Wett⸗ wanderball, Mordball(auch als Parteiſpiel), Balljagd.

5) Volkstänze und Singſpiele.

Außerdem in den Klaſſen la u. Ib, S I u. II praktiſche Lehrübungen.

J. Hilf(la). K. Caspar(IIIa). L. Bruniſch.

Wie in den früheren Jahren war auch im Schuljahr 1913/14 ein freiwilliger Spielnachmittag eingerichtet. Geſpielt wurde Dienſtags nachmittags von 57 Uhr. Von Oſtern bis Herbſt wurde 18 mal geſpielt. Der Beſuch der Spielſtunden litt unter der ungünſtigen Witterung.