— 20—
5 Schulspeisung..
uch in diesem Jahre haben sich so wenig Schüler für die städtische Frühstücksspeisung gemeldet, daß es nicht zweckmäßig erschien, die Speisung wieder einzuführen. Statt dessen wurde den Schülern Gelegenheit gegeben, in der Pause ein Glas gute Milch zu trinken und ein Brötchen zu essen. Die Preisfestsetzung er- folgte unter Aufsicht der städtischen Behörden, bedürftige Schüler erhielten eine Ermäßigung.
9) Sesundheitsstand und schularztliche Beaufsichtigung.
Der Gesundheitszustand der Schüler war im vergangenen Jahr zufriedenstellend, nur gegen Schluß des Schul- jahres traten gehäuft Erkältungskrankheiten auf.
Die Schüler, für die die Schule eine ärztliche Untersuchung für notwendig hielt oder für die vom Hausarzt eine Befreiung von einzelnen Unterrichtsfächern oder vom Gesamtunterricht zum Zwecke einer gründ⸗ lichen Erholung beantragt war, wurden auf der schulärztlichen Beratungsstelle eingehend untersucht. Den meisten Anträgen mußte stattgegeben werden, da es sich meist um organische Leiden handelte. Durch die städtische Erholungsfürsorge konnten sich auch im vorigen Jahre eine Xnzahl Schüler in Bädern, an der See, in Heimen und im Luftbad erholen und kräftigen. Reihenuntersuchungen wurden in einer großen Zahl von Klassen durchgeführt. Von der städtischen Schulzahnklinik wurden ebenfalls Reihenuntersuchungen vor- genommen, auch wurde eine Anzahl von Schülern zahnärztlich behandelt.
h) Auszeichnungen von Schülern.
Zur Erinnerung an den 400 jährigen Todestag Dürers erhielten folgende Schüler die von der Stadt gestifteten Dürermappen: Weitzel, Ula, Stridde, Ulb, Weil, Barndt, Olla, Goldschmidt, Latscha, Ollb, Schmidt-Knatz, Hans Scheffer, UIla, Dreifuß, Pehl, UIIb, Böttcher, Rühl, OIIIa, Pattberg, Börries, Olllb.
I. SCHULSELD OUND FREISTELLEN.
ELNRICRHTUNSGENZUMBESTENMINDERBEMITTELTER OETZISER UND FRUÜHERER SCHOLUER.
a) Schulgeld.
Das Schulgeld betrug im Schuljahre 1927/28 monatlich:
für Einheimische M. 15.—, für Xusländer M. 30.— für Xuswärtige M. 18.50, für das 2. Kind 50% Ermäßigung, für das 3. Kind Schulgelderlaß unter besonderen Bedingungen und nur auf Antrag.
Die Baerwaldstiftung, zum Andenken an den im Weltkrieg gefallenen früheren Schüler Hans Hermann Baer- wald begründet, bezahlte für einen bedürftigen würdigen Sdüüler das Schulgeld.
b) Zahl der Freistellen. Im Schuljahr 1927/28 wurde 50 Schülern eine Freistelle verliehen.
c) Lehrmittelfreiheit, Theaterbesuch..
Denjenigen Schülern, die vom Schulgeld befreit waren, wurde auch Lehrmittelfreiheit gewährt.
Aus einer von der Stadt zur Verfügung gestellten Summe 765 M.) konnte mehreren Schülern der Oberstufe der Besuch des Opern- bezw. Schauspielhauses ermöglicht werden.
d) Hilfsbücherei. Aus der umfangreichen Hilfsbücherei konnten fast alle Ansprüche der sich meldenden Schüler berüdksichtigt werden. Im ganzen wurden rund 1000 Bücher ausgeliehen.
e) Erziehungs- und Studienbeihilfen.
Wie im Vorjahre konnten auch 1927/28 fünf Schülern der Oberstufe auf Antrag der Schule Erziehungs- beihilfen aus städtischen Mitteln gewährt werden. Aus den Mitteln der Jubiläumsstiftung(siehe auch unten, wurden vier früheren Schülern Darlehen von im Sanzen 1200 Mark gewährt.
f) Reinhardt-Fonds. Dem Reinhardtfonds sind außer den geringen Zinsen neue Mitttel leider nicht zugeflossen.
JUBILAUMSSTIEFETUNS.
Im Berichtsjahre wurden vier Beihilfen im Gesamtbetrage von M. 1200.— bewilligt. Da die laufenden Ein- nahmen hierzu nicht ausreichten, wurde der vom Vorjahr übernommene Ausgleichsfonds bis auf 6.— M. aufgezehrt. Dem Musterschulverein sagen wir für die im abgelaufenen Jahre gewährte Zuwendung herz- lichen Dank, ebenso den Spendern von Gaben aus Anlaß des 27er Abiturs.
Innerhalb des Vorstandes haben folgende Veränderungen stattgefunden: Plerr Dr. Fritz Achenbach legte sein Amt infolge Uberlastung durch seine geschäffliche ätigkeit nieder. Für die der Verwaltung geleisteten Dienste sei ihm an dieser Stelle herzlich Sedankt. An seiner Stelle wurde Herr Dr. jur. Siegfried Xuerbach


