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Zu Beginn des Schuſjahres haben wir die Eltern, deren Schüler neu in die Musterschule eingetreten sind,
aufgefordert, nach alter Sitte der Schule einen Gottespfennig zur Verfügung zu stellen, und es sind darauf-
hin RM. 357.— eingegangen. Der Elternbeirat spricht auch an dieser Stelle den Spendern herzlichsten Dank aus.
lm ersten Halbjahr fand eine Versammlung der Eltern der Sextaner und Quintaner statt, bei der diese Ge-
legenheit hatten, sich mit den Lehrern ihrer Kinder auszusprechen. Eine Gesamt=Eltern-Versammlung wurde
am 13. März abgehalten und zwar mit folgender Tagesordnung:
1. Ubersicht über die Fahrten und Ausflüge im Schuljahr 1927/28 durch den Direktor.
2. Bericht des Studienrates Dr. W. Mäller über die Wanderung durch die Lüneburger Heide.
3. Bericht zweier Schüler mit Lichtbildern über die Fahrt Hamburg- Helgoland und über die Fahrt nach Innsbruck.
Die Versammlung war sehr gut besucht.——
Die Amtszeit des Elternbeirates läuft mit Beginn des neuen Schuljahres ab, und wir fordern schon jetzt zu
regem Besuch der für die Vorbereitung der Neuwahlen einzuberufenden Eltern-Versammlung auf.
Der Vorsitzende des Elternbeirates: Dr. S. Xuerbach.
II. SPSENDEN VON ELTEFRN UND FREUNDEN ODER SCHULE.
Nuf Veranlassung des Elternbeirats haben gelegentlich der Einschulung ihrer Kinder Ostern 1927 als„Sottes- Pfennig“ zur Verfügung des Direktors auf das Postscheckkonto der Schule überwiesen, worüber hiermit quiitiert wird: A. M. 100 M., J. G. 50 M., A. W. 30 M, A. S. 20 M., E. W. 20 M., J. LI. 20 M., A. O. 10 M., Th. W. 10 M., K. Pf. 10 M., M. Fr. 10 M., G. L. 10 M., P. G. 10 M., W. A. 10 M., X. X. 10 M., G. Bl. 10 M., H. B. 5 M., H. G. 5 M., M. F. 5 M., K. G. 5 M., L. P. 5 M., A. St. 2 M.: zusammen 357 M.
Uber die Verwendung der Gelder vergl. Abschnitt E, II, a. S. 23.
Ebenso haben gelegentlich der bestandenen Reifeprüfung ihrer Söhne Ostern 1927 auf Anschreiben des Eltern- beirates als„Abschiedsspende“ zum Kapital der Jubiläumsstiftung überwiesen: V. Schm. 300 M., A. D. 100 M., Fr. C. 50 M., j. Str. 30 M., M. G. 10 M.: zusammen 490 M.
lm übrigen sind von Eltern und Freunden noch zur Verfügung gestellt worden: von der Mitteldeutschen Hartsteinindustrie, von Herrn Direktor Dr. Hagemann und von Herrn Generalkonsul Dr. h. c. von Wein- berg mehrere Tausend Künstlerpostkarten des Deutschen Ostbundes, von Perrn Forstmeister pellisier ein Buch über das 4. Reserve-Jägerbataillon im Weltkriege, von dem Kgl. Rumänischen Generalkonsul in Berlin, Plerrn Rommenhöller, ein Buch über Groß⸗Rumänien, von Herrn Bildhauer L. Keller ein Abguß der„Ma- donna mit dem Kinde und Johannes“ von Michel Angelo, von Herrn Dr. Brill für die physikalische Samm- lung eine Influenzmaschine und ein Apparat für Tiefenbestrahlung, von der Firma Faber ein Schaukasten „Der Werdegang des Bleistiftes“, von Herrn Max Gutmann eine Anzahl Bücher, die z. T. der Lehrer-, z. T. der Schülerbücherei einverleibt wurden, von Frl. Kühne, Tochter des früheren Direktors, ein kleines Album mit Lichtbildern früherer Lehrer und Lehrerinnen der Schule, von der Lessing-Mendelssohn-Bibliothek(jüdi- schen Jugendbibliothek) eine Reproduktion von Kokoschka„Die Augustbrücke in Dresden“, von der Olb zum Abschied eine Reproduktion von Renoir„Blumenstrauß“, vom Musterschulverein anläßlich des 125 jährigen Jubiläums ein Projektionsapparat.
II. VEREINLANDHHEIM DER MUSTERSCHULE.
Die vom Landheimverein der Schule für die Fahrtenkasse im Schuljahr 1927/28 zur Verfügung gestellten 10000 M. wurden wie folgt verwandt:
Zur Bestreitung der Unkosten bei den monatlichen Wandertagen an bedürſtige Schüler. 161,50 M. Als Zuschuß für die Beteiligung an einer Tagung in Goslar mit daran anschließender Wande-
rung durch den Harz an die V. D. A.=Gruppe.............. 400.—„ Zur Rinanzierung einer Festfahrt der gesamten Schule zur Lorelei...... 1⸗5513.50„ Zur Einanzierung eines dreitägigen Sportausfluges der beiden Untersekunden... 500.—„ Zur Finanzierung der Studienfahrten der Oberstuſtfe“. 77425.—„
zus. 10000.— M. Näheres über den Verlauf der Fahrten vergl. unter Abschnitt C, VIII, d und e, S. 18 u. 19.
Für die außerordentliche Förderung, die es der Schule ermöglichte, im Anschluß an den Unterricht den geisti- gen Horizont der Schüler zu erweitern, ihnen bleibende Eindrücke zu vermitteln und das Gemeinschafts- gefühl zu befestigen, sei dem Verein an dieser Stelle freudig und herzlich gedankt.
Zur Zeit ist 1. Vorsitzender Herr Bankdirektor Fritz Weyrauch, 2. Vorsitzender Herr Hans Latscha, Schriftführer Herr Wilhelm Barndt, Kassenführer Herr Gustav Wilhelmi.
Der Elternheirat hat auf Grund eines einstimmig gefaßten Beschlusses den Landheimvorstand gebeten, Schritte zu tun, damit der Name Landheimverein möglichst bald abgeändert werde. Diese Anderung wäre in der Tat aus mehreren Gründen durchaus erwünscht. Am ehesten dürfte sich eine neutrale Bezeichnung empfehlen, die keine programmatische Bindung bedeutet, sondern uns die Freiheit läßt, in Ausführungsbeschlüssen uns jeweils für die Maßnahmen zu entscheiden, die am geeignetsten erscheinen, dem Zwedk des Vereins, der körperlichen, geistigen und sittlichen Ertüchtigung unserer Jugend, zu dienen. In Frage käme etwa ein Name wie Verein der Eltern und Freunde der Musterschule(früher Landheimverein).


