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g. Jubiläumsstiftung der Musterschufe.
Bereits im Bericht von Ostern 1925 wurde auf die verhängnisvollen Wirkungen der Inflation auf das Vermõgen der Stiftung hingewiesen. Nachdem die„Aufwertung“, richtiger Umwertung, zum Abschluß gelangt ist, läßt sich der Schaden überblicken. Wenn man den Ver- mögensstand von Ende 1917 noch als volle Goldmark rechnet, so ist derselbe auf rund 23% zusammengeschmolzen.
Im abgelaufenen Jahre konnte die Stiftung nach zweijähriger Pause ihre Tätigkeit in bescheidenem Maße durch Bewilligung einer Beihilfe wieder aufnehmen. Nachstebend folgen die Ziffern der Einnahmen⸗ und Ausgabenrechnung sowie des Vermögensstandes:
Einnahmen Einnahmen⸗ und Ausgaben⸗Rechnung Ausgaben
Zinsen........ M 248.60 Beihiffe........ M 250.—
Zuweisung zu Beihilfen vom Verwendung des Uberschusses Musterschulverein„ 829.40 zum Kapitalfonds:
10% der Zinsen M 24.86 1½ des Uberschusses
M 401.57 „ 426.43 zum Ausgleichsfonds:
1½ des Uberschusses.„ 401.57
M 1078.— M 1078.—
Besitzwerte Vermögens⸗Aufstellung Schuldwerte
Hypothek Bädkerweg... M 7250.— Kapitalfonds....... Ml 8224.398
Wertpapiere:
M 237.50 D. R. Ablösungsschuld, 750.50
Frkf. Sparkasse v. 1822 S„ 9564.37 Ausgleichsfonds.....„ 740,40
M 8964.— M 8964.87
Die Vermögensaufstellung und Jahresrechnung geprüft, mit den Büchern verglichen und
in Ordnung befunden. gez. Dr. Gündel gez. Dr. G. H. Sander
lm Jahre 1906 wurden die ersten Beihilfen bewilligt und seitdem an 29 Bewerber M 39310.— ausgezahlt.
Die von den Abiturienten gewählten Berufsarten sind folgende: Philologie 18, Jura, Medizin und Theologie je 2 und Baufach 5.
Von den Stipendiaten nimmt ein Teil heute angesehene Stellungen ein, aber nur zwei haben sich der Ehrenpflicht erinnert, die empfangenen Beihilfen, wenn auch in entwerteter Mark, der Stiftung wieder zufließen zu lassen, um jüngeren Kameraden die gleiche Förderung zu ermöglichen.
Nach der satzungsmäßigen Ergänzung besteht der Vorstand zurzeit aus folgenden Herren: Vorsitzender: Carl Edkhard, Schriftführer: Otto Hepp, Kassenführer Herm. Holz. Beisitzer. Dr. Fritz Achenbach, Ernst Hirschfeld, Oberstudiendirektor Dr. Peter Müller und Geheimrat Dr. h. c. Max Walter.


