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Uber den Verlauf der Fahrten, die 8 bezw. 9 Tage dauerten, haben sich die Führer und besonders die Schüler in künstlerisch ausgestafteten Berichten begeistert ausgesprochen. Der erste Versuch mit größeren Studienfahrten kann als in jeder Hinsicht wohlgelungen bezeichnet werden. Er gibt uns die schönsten Hoffnungen für die Zukunft.
Für das Schuljahr 1927/28 hat der Landheimverein der Schule im Rahmen der Zwecke unter 1—5 ingesamt 10 000 M. zur Verfügung gestellt.
f. Schuſspeisung.
Auch in diesem Jahre haben sich so wenig Schüler für die städtische Frühstüdksspeisung gemeldet, daß es nicht zweckmäßig erschien, die Speisung wieder einzuführen. Statt dessen wurde den Schülern Gelegenheit geboten, in der Pause ein Glas beste Milch zu trinken und ein Brötchen zu essen. Die Preisfestsetzung erfolgte unter Aufsicht der städtischen Behörden, bedürftige Schüler erhielten Ermäßigung.
g. Gesundheitszustand und schulärztſiche Beaufsichtigung.
Der Gesundheitszustand der Schüler war im vergangenen jahr zufriedenstellend, kein Todesfall kam vor.
Die Schüler, für die die Schule eine ärztliche Untersuchung für notwendig hielt oder für die vom Hausarzt eine Befreiung von einzelnen Unterrichtsfächern wie auch vom Gesamt- unterricht Bum Zwecke einer gründlichen Erholung beantragt war, wurden auf der schulärzt- lichen Beratungsstelle eingehend untersucht. Den meisten Anträgen mußte stattgegeben werden, da es sich oft um organische Leiden handelte. Durch die städt. Erholungsfürsorge konnten sich auch im vergangenen Jahre eine Anzahl Schüler in Bädern, an der See, in Heimen und im Luftbad erholen und kräftigen. Sämtliche Klassen wurden mit dem Herrn Direktor besucht, wobei auf den Gesundheitszustand der Schüler im allgemeinen geachtet wurde. Gleichzeitig wurde der Baubedürfnisstand der Schule berüdksichtigt.
Reihenuntersuchungen d. h. Untersuchungen ganzer Klassen wurden in Sexta, Ober- tertia und Oberprima vorgenommen.
Von der städt. Schulzahnklinik wurden ebenfalls Reihenuntersuchungen vorgenommen, auch wurde eine Anzahl von Schülern zahnärztlich behandelt.
h. Xuszeichnungen von Schülern.
Durch Verleihung von Prämien konnten auch in diesem Jahre eine Rnzahl von Schülern ausgezeichnet werden, die sich durch gute Leistungen, Fleiß und gutes Betragen solcher Xner- kennung würdig gezeigt hatten. Es erhielten Prämien:
Ostern 1926 vom Musterschulverein:
U IIla Eigen, U IIIb Witzel, O IIIa Lippert, O IIIb Goldschmidt, U IIa Köster, UIIb Mark⸗ mann, O Ila Gutfleisch, O IIb Rosenbusch.
Am 17. Febr. 1927 zur Erinnerung an den 100 jährigen Todestag von Pestalozzi von der Stadt:
O Ia Hirsch, Hans Lessing. O Ib Schlitt, Bautz. U Ia Ranft, Rebbe. U Ib Geerling, Linke. O Ila Kessler, Rössler. OIIb Hans Weil, Bierau. U IIa Drüner, Lippert. U IIb Janthur, Latscha. Ostern 1927 vom Musterschulverein:
IV a Strauß, IVb Victor Hardt, U IIl a Böttcher, U IIIb Blindow, O IIIa Baerwald, O IIIb Griesinger, UIla Adelsberger, UIIb Schenk, OIla Warmbrunn, OIIb Sommer,
U Ia Blodk, UIb Schulte.
Von U IIl an kam das schöne Buch„Querweltein“, Reiseeindrücke eines deutschen Diplomaten nach dem Kriege, zur Verteilung. Der Verfasser Walther Reinhardt, Sohn des im VWelt⸗ krieg gefallenen Lehrers der Musterschule, Prof. Dr. Reinhardt, z. Zt. Gesandtschaftsrat in Riga, Lettland, war selbst früher Musterschüler.
Ein vom Heern Minister gestiftetes Buch James Bedk, Die Verfassung der Vereinigten Staaten wurde Ostern 1927 dem Unterprimaner Xugust Lorey verliehen.


