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1b. Katholische Religionslehre: 2 St.(Vereinigt mit I? und I¹). Die katho- lische Glaubenslehre nach König, Lehrbuch für den katholischen Religionsunterricht in den oberen Klassen. Rath.
2. Deutsch: 3 St. Einführung in die ältere deutsche Literatur und die Ent- wickelung der deutschen Sprache. Dispositionsübungen.— Lektüre: Schiller, Spaziergang, das eleusische Fest, das Nibelungenlied in Auswahl, ausgewählte Gedichte Walthers von der Vogelweide, Goethe, Hermann und Dorothea, Lessing, Minna von Barnhelm.— Privatlektüre: Hebbel, Nibelungen, Schiller, Maria Stuart, Goethe, Egmont, O. Ludwig, der Erbförster. Wiederholung früher gelernter Gedichte. Freie Vorträge der Schüler über deutsche Dichtungen und die Privatlektüre, gelegentlich Debattierübungen.
Themata der Aufsätze: 1. Die Bedeutung der Stadt in der Kulturentwickelung der Menschheit(nach Schillers Spaziergang). 2. Warum versagt die Mitwelt oft großen Männern ihre Anerkennung?(Klassenaufsatz), 3. Warum ist der Aufschwung Athens als eine Folge der Perserkriege zu betrachten? 4. Warum ist gerade das Nibelungenlied zum deutschen Nationalepos geworden?(Klassenaufsatz). 5. a) Die Tiersymbole am Frank- furter Gutenbergdenkmal, Erklärung und Beurteilung. b) Der Krieg als Freund und Feind der Künste. 6) Winter und Frühling nach Walther von der Vogelweide(Klassenaufsatz). 7. Der Wirt und der Apotheker in Goethes Hermann und Dorothea. 8. Wie weit wird in Lessings Minna von Barnhelm die Exposition im 1. Akte gefördert? (Klassenaufsatz). Gündel.
3. Latein: 6 St. Lesestoff: Ausgewählte Abschnitte aus Ovids Metamorphosen und seinen elegischen Dichtungen: Cicero, de imperio Cn. Pompei. Sallust, Bellum Catilinae. Cicero in Catil. I. Wiederholung der Formenlehre und Syntax. Alle 8 bis 14 Tage häusliche
oder Klassenarbeiten, im zweiten Halbjahre auch Übersetzungen aus dem Lateinischen ins Deutsche. Gündel.
4. Französisch: 3 St. Lesestoff(z. T. kursorisch gelesen): Thiers, Expédition d'Egypte (Roßbergs Reformbibliothek); Molière, L'Avare(Velhagen und Klasing, Reformausgabe); Sandeau, Mademoiselle de la Seiglieèere(Velhagen und Klasing, Reformausgabe). Text- erklärung und Verarbeitung des Sprachstoffes meist in französischer Sprache.— Grammatik: Wiederholung und Ergänzung der wichtigsten Kapitel der Syntax im Anschluss an die Lektüre, die schriftlichen Arbeiten und Banners Satzlehre. UÜbungen im Ersatz von Aus- drücken. Gedichte. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit: Diktate, Inhaltsangaben, freie Nacherzählungen, kleine Aufsätze, grammatische Ubungen. Pitschel.
5. Englisch: 4 St. Lesestoff: Wiederholung und Abschluß des in Hausknechts „English Student“ gebotenen Lesestoffs. J. K. Jerome, Three Men in a Boat(Velh. u. Kl.); Graham, The Victorian Era(Roßbergs Reformbibliothek). Texterklärung in englischer Sprache, wobei der Ersatz von Ausdrücken besonders geübt wurde. Ubungen in der schnellen Erfassung und mündlichen wie schriftlichen Wiedergabe von Vorgelesenem oder Vorerzähltem. Gedichte.— Grammatik: Im Anschluß an den Sprachstoff wurde der im English Student’ enthaltene syntaktische Stoff verarbeitet und durch mündliche und schriftliche Ubungen eingeübt und befestigt. Gruppierende Zusammenstellungen, auch zur Einprägung einfacher etymologischer und synonymischer Beziehungen. Schriftliche Ubungen, Alle 14 Tage eine Arbeit: Diktate, Inhaltsangaben, freie Nacherzählungen, grammatische Ubungen. Dick.
6. Geschiehte: 3 St. S.: Griechische, W.: Römische Geschichte bis zum Ende der republikanischen Zeit mit besonderer Berücksichtigung der inneren Verhältnisse(Verfassung und Kultur), Wiederholungen aus der Erdkunde(außereuropäische Erdteile). Gündel.
7. Mathematik: 5 St. Geometrie. Ausführliche Behandlung der Stereometrie und der ebenen Trigonometrie. Konstruktive und rechnerische Lösung von Dreiecksaufgaben. Elemente der Vermessungslehre. Einführung in die neuere Geometrie: Transversalentheorie, harmonische Teilung, Polare, Chordale u. s. w.— 4Arithmetilc. Arithmetische und geometrische Reihen. Zinseszins- und Rentenrechnung. Quadratische Gleichungen mit einer und zwei Unbekannten. Kombinatorik und Elemente der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Binomischer Satz für ganze positive Exponenten. Rausenberger.


