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3. Latein: 6 St. Lesestoff. Ooid. Ausgewählte Stücke. Cauesar: 3, 1—16; 4, 1— 15; 6, 11— 28; 1,5 bis Schluß.— Grammatile: Wiederholung der Formenlehre und des grammatischen Lehrstoffs von IIE. Neu durchgenommen: Die übrigen Hauptregeln der lateinischen Satzlehre im Anschluß an das UÜbungsbuch von Wulff-Bruhn-Preiser III. Die entsprechenden Regeln nach Reinhardt, Satzlehre. Wöchentlich eine Arbeit(Klassen- und Hausarbeiten im Verhältnis 2: 1). Bilger.
4. Französisch: 3 St. Lesestoff. Halévy: L'Abbé Constantin. Molière: Le Bourgeois Gentilhomme(Privatlektüre).(Velh.& Kl.) Durcharbeitung des Sprachstoffs und Inhaltsangabe in der fremden Sprache. UÜbungen im Extemporieren. Gedichte.— Grammatik: Wiederholung, Ergänzung und Vertiefung des Lehrstoffs der Obertertia, insbesondere Cbungen über den Konjunktiv und Infinitiv durch Untersuchungen am verarbeiteten Sprachstoffe. Artikel, Geschlecht der Substantiva, Fragestellung und Inversion, Stellung des Adjektivs,
hervorgehobene Satzteile. Einzelnes aus der Synonymik und Wortbildungslehre.— Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit: Diktate, freie Arbeiten, meist im Anschluß an den Lese- stoff, grammatische Ubungen. Dick.
5. Englisch: 6. St. Lautliche Schulung unter Benutzung einer Lauttafel im An- schluß an Gedichte aus’“The English Student’ von Hausknecht. Durcharbeitung von Sketch I bis XV, Composition I bis VIII. Alle Stücke wurden zu eingehenden Sprechübungen verwertet, desgleichen Anschauungsbilder sowie Karten von England und London. Aus dem verarbeiteten Sprachstoff gewannen die Schüler die Formenlehre und die wichtigsten syntaktischen Gesetze. Vom Juni ab jede Woche eine schriftliche Übung: Niederschrift von auswendig Gelerntem, Diktate, Beantwortung von Fragen, Inhaltsangaben, freie Wiedergaben, grammatische Ubungen.
Dick.
6. Geschichte: 2 St. Deutsche Geschichte vom Zeitalter Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart. Zur Ergänzung dienten die Lesestücke historischen Inhalts im Lesebuche. Regelmäßige Wiederholungen.- Weidemann.
7. Erdkunde: 1 St. Mathematische Erdkunde; Globuslehre, scheinbare und wirkliche
Bewegungen der Gestirne. Wiederholungen, besonders über das außerdeutsche Europa. Weidemann.
8. Mathematik: 4 St. Arithmetile Quadratische Gleichungen mit einer Unbe- kannten; Logarithmen; Wiederholungen.— Geometrie: a) Einleitung in die Stereometrie; Berechnung der Oberflächen und Volumina der einfachen Körper. b) Elemente der ebenen Trigonometrie mit zahlreichen Anwendungen. c) Wiederholungen aus dem Gebiete der Planimetrie; Konstruktionen. Reinhardt.
9. Physik: 3 St. Einzelne Teile aus der Mechanik und Wärmelehre, Akustik, Optik, Lehre vom Magnetismus und von der Elektrizität in vorwiegend experimenteller Be- handlung. Reinhardt.
10. Zeichnen: 2 St. Zeichnen und Malen nach Gefäßen und kunstgewerblichen Gegenständen, nach Pflanzen und ausgestopften Vögeln mit Blei, Feder, Aquarell- und Pastell- farben, Skizzierübungen, sowie Zeichnen aus dem Gedächtnis. Im Sommer bei gutem Wetter Skizzieren nach der Natur in der Umgebung des Schulgebäudes.
Linearzeichnen(wahlfrei): 2 St.(26 Schüler). Projektionen einfacher Körper in 2 Ebenen. Freund.
Obersekunda.
Klassenlehrer: Professor Dr. Rausenberger.
1a. Evangelische Religionslehre: 2 St. Lesen und Erklären der Apostel-
geschichte sowie leichterer Abschnitte aus neutestamentlichen Briefen, die von dem altchrist-
lichen Gemeindeleben handeln. In Verbindung damit Lebensbilder der Apostel und anderer
biblischer Personen, Juden- und Heidenchristentum, Kampf und Sieg des Christentums im römischen Reiche. Wiederholung von Sprüchen, Psalmen, Liedern. Pitschel. Von Mai bis Sept. Militäroberpfarrer Falke.


