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5. Englisch: 6 St. Lautliche Schulung unter Benutzung einer Lauttafel im An- schluß an Gedichte des*English Student’ von Hausknecht. Durcharbeitung von Sketch I bis XV, Composition I bis IX, XVIII, XIX. Alle Stücke wurden zu eingehenden Sprech- übungen verwertet, desgleichen Anschauungsbilder, sowie eine Karte von England und London. Aus dem verarbeiteten Sprachstoff gewannen die Schüler die Formenlehre und die wichtigsten syntaktischen Gesetze. Vom Juni ab jede Woche eine schriftliche UÜbung: Niederschrift von auswendig Gelerntem, Diktate, Beantwortung von Fragen, Inhaltsangaben, freie Wiedergaben, grammatische Ubungen. Pitschel.
6. Geschichte: 2 St. Deutsche Geschichte vom Zeitalter Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart. Im Anschluß an die Lebensbilder der Hohenzollern auch vergleichende Berücksichtigung unserer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwickelung. Regelmäßige Wiederholungen. S.: Bernhard, W.: Weidemann.
7. Erdkunde: 1 St. Mathematische Erdkunde; Globuslehre, scheinbare und wirkliche Bewegungen der Gestirne. Wiederholungen, besonders über das außerdeutsche Europa. Rausenberger. 8. Mathematik: 4 St. Arithmetil: Quadratische Gleichungen mit einer Unbe- kannten; Logarithmen; Wiederholungen.— Geometrie: a) Einleitung in die Stereometrie; Berechnung der Oberflächen und Volumina der einfachen Körper. b) Elemente der ebenen Trigonometrie mit zahlreichen Anwendungen. c) Wiederholungen aus dem Gebiete der Planimetrie; Konstruktionen. Rausenberger.
9. Physik: 3 St. Akustik, Optik, Lehre vom Magnetismus und von der Elektrizität in vorwiegend experimenteller Behandlung. Leichtere Kapitel aus der Chemie. Heddaeus.
10. Zeichnen: 2 St. Zeichnen und Malen nach Gefäßen und kunstgewerblichen Gegenständen, nach Pflanzen und ausgestopften Vögeln mit Blei, Feder, Aquarell- und Pastell- farben, Skizzierübungen, sowie Zeichnen aus dem Gedächtnis. Im Sommer bei gutem Wetter Skizzieren nach der Natur in der Umgebung des Schulgebäudes und in der Feuerwehrstation. Zirkelzeichnen(wahlfrei) 2 St. Geometrische Konstruktionen. Freund.
Obersekunda.
Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Gündel.
la. Evangelische Religionslehre: 2 St. Lesen und Erklären der Apostel- geschichte sowie leichterer Abschnitte aus neutestamentlichen Briefen, die von dem altchrist- lichen Gemeindeleben handeln. In Verbindung damit Lebensbilder der Apostel und anderer biblischer Personen, Juden- und Heidenchristentum, Kampf und Sieg des Christentums im römischen Reiche. Wiederholung von Sprüchen, Psalmen, Liedern. S.: Weidemann, W.: Bilger. 1 b. Katholische Religionslehre: 2 St. Siehe Untersekunda.
2. Deutsch: 3 St. Einführung in die ältere deutsche Literatur und die Ent- wickelung der deutschen Sprache. Dispositionsübungen.— Lektüre Das Nibelungenlied, Gedichte Walthers von der Vogelweide, Goethes Hermann und Dorothea, Götz von Berlichingen, Schiller, Spaziergang.— Privatlektüre, Gudrun, Kleists Michael Kohlhaas, Prinz von Homburg und Hermannsschlacht, Hauffs Lichtenstein, Scheffels Ekkehard, Wildenbruchs Quitzows u. a. Wiederholung früher gelernter Gedichte, Deklamationsübungen. Freie Vorträge der Schüler über deutsche Dichtungen und die Privatlektüre; UÜbungen im Protokollieren.
Themata der Aufsätze: 1. Die sinnbildliche Bedeutung der Pflanzen. 2. Des Helden Name ist in Erz und Marmelstein so wohl nicht aufbewahrt, wie in des Dichters Liede.(Klassenaufsatz). 3. Die Entwickelung der Feindschaft zwischen Siegfried und Hagen. 4. Es wird die Spur von seinen Erdentagen nicht in Aeonen untergehn— ein Grabspruch für das griechische Volk.(Klassenaufsatz). 5. Welche deutschen Nationaltugenden treten uns im Nibelungenliede entgegen? 6. Was erzählt Walther von der Vogelweide von seinem Leben? (Klassenaufsatz). 7. Das Städtchen in Goethes Hermann und Dorothea. 8. Die Exposition in Goethes Götz von Berlichingen.(Klassenaufsatz). Gündel.


