8. Naturbeschreibung: 3 St. Anatomie und Physiologie der Pflanzen. Der Bau des menschlichen Körpers. Einige leicht verständliche Kapitel aus der Physik(Mechanik, Wäͤrmelehreſ. Neumann.
9. Zeichnen: 2 St. Zeichnen und Malen von Gebrauchs- und kunstgewerblichen Gegenständeu, Teile von Vögeln, mit Blei, Feder, Aquarell- unnd Pastellfarben. Skizzier- übungen in der Umgebung des Schulgebäudes, Zeichnen aus dem Gedächtnis. Zeitweise Skizzierübungen nach dem Leben.— Zirkelzeichnen(wahlfrei): 2 St. Geometrische Kon- struktionen. Freund.
10. Schreiben: 1 St. Gemeinschaftl. mit Schülern der Kl. IIIe u. IV. Deutsche und englische Schrift nach Vorschrift an der Tafel. Hieran nahmen 4 Schüler teil. Huber.
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Untersekunda.
Klassenlehrer: Oberlehrer Bernhard.
la. Evangelische Religionslehre: 2 St. Matthäusevangelium. Leben Jesu. Lesen und Erklären ausgewählter Stellen des Alten Testaments, namentlich aus den poetischen und prophetischen Schriften.— Wiederholung des Katechismus und Darlegung seiner inneren Gliederung.— Kirchenlieder und Luthers Leben wiederholt. Pitschel.
Ib. Katholische Religionslehre: 2 St. vereinigt mit Kl. IIi, Ie und II. Die Lehre von der göttlichen Offenbarung.(Apologetik). Nach König, Lehrbuch für den katholischen Religionsunterricht in den oberen Klassen.— Einige Hymnen aus dem Diözesan- gesangsbuche. Mayer.
2. Deutsch: 3St. Gelesen: Die Glocke, Wilhelm Tell, Jungfrau von Orleans, sowie Dichtungen der Befreiungskriege. Einiges auswendig gelernt, früher gelernte Gedichte wiederholt. Ubungen im freien Vortrag. Dispositionsübungen. Belehrungen aus der Poetik.
Themata der Aufsätze: I. Welche Vorzüge bietet das Reisen zu Fuß? 2. Wie sorgte Friedrich Wilhelm I. für sein Heer? 3. Was berichtet Cäsar von den Germanen? 4. Das Schweizerland und seine Be- wohner. Schilderung nach dem lyrischen Eingang in Schillers„Wilhelm Tell“.(Klassenaufsatz). 5. Welchen Gang nehmen die Verhandlungen auf dem Rütli? 6. Leuthold erzählt vom Apfelschuß. 7. Womit macht uns der Prolog in Schillers„Jungfrau von Orleans“ bekannt? 8. Phaëthon, currus auriga paterni, Quem si non tenuit. magnis tamen excidit ausis.(Klassenaufsatz). 9. Welche Verdienste erwarb sich der Minister vom Stein um den preußischen Staat?(Klassenaufsatz). Bernhard.
3. Latein: 6 St. Lesestoff- Ovid: Einleitung, Schöpfung aus dem Chaos, die vier Weltalter, Sintflut, Deukalion und Pyrrha, Phaëthon.— Caesar: 4. 1— 15; 6, 11— 28; 1 ganz. Extemporierübungen aus den anderen Büchern.— Grammatix: Wiederholung der Formen- lehre und des grammatischen Lehrstoffs von III1(Reinhardt, Satzlehre§ 1— 94). Neu durch- genommen: Reinhardt, Satzlehre§ 95— 187. Im Anschluß an das grammatische Pensum wurden die entsprechenden Stücke in dem UÜbungsbuch von Wulff und Bruhn bzw. Ostermann übersetzt. Wöchentlich eine Arbeit.(Klassen- und Hausarbeiten im Verhältnis 2: 1).
Bernhard.
4. Französisch: 3 St. Lesestoff: Erkmann-Chatrian, Waterloo(Velhagen und Klasing) fertig gelesen; Daudet, Le Petit Chose(Neusprachl. Reformbibl.); zuletzt Thiers, Expédition de Bonaparte en Egypte etc.(Neusprachl. Reformbibl.) Durcharbeitung des Sprach- stoffs und Inhaltsangabe in der fremden Sprache. UÜbungen im Extemporieren. Wieder- holung von Gedichten.— Grammatik: Wiederholung, Ergänzung und Vertiefung des Lehrstoffs der Obertertia, insbesondere Übungen über den Konjunktiv und Infinitiv durch Untersuchungen am verarbeiteten Sprachstoffe. Artikel, Geschlecht der Substantiva, Fragestellung und Inversion. Stellung des Adjektivs, hervorgehobene Satzteile. Ubersetzungen und freie Arbeiten, meist im Anschluß an den Lesestoff. Einzelnes aus der Synonymik und Wortbildungslehre.— Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. Pitschel.


