Jahrgang 
1905
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Quarta.

Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Heddaeus.

la. Evangelische Religionslehre: 2 St. Das Allgemeinste von der Einteilung der Bibel und die Reihenfolge der biblischen Bücher. Lesen wichtiger Abschnitte des Alten Testamentes zur Fortführung der biblischen Geschichten bis zu den Makkabäern, und der Apostelgeschichte, Kap. 1 11: Die Christengemeinde in Jerusalem und die Ausbreitung des Christentums in den Grenzen Palästinas. Wiederholung des 1. und 2., Erlernen des 3. Haupt- stückes nach Luthers Katechismus. Erlernung und Wiederholung von Sprüchen zum Katechismus. Wiederholung früher gelernter Kirchenlieder und Erlernung von Nr. 93, 320,

357, 364, Psalm 23. Herchenröder. 1b. Katholische Religionslehre: 2 St.(Vereinigt mit IIIz und IIII). Großzer Katechismus: 2. Hauptstück: Von den Geboten. Biblische Geschichte! Neues Testament (Offentliche Wirksamkeit, Leiden und Sterben Jesu). Eine Anzahl Lieder aus dem Diözesan- gesangbuch. Mayer.

2. Deutsch: 4 St. Lesen von poetischen und prosaischen Stoffen aus dem Lesebuch von Liermann-Hõöfer. Auswendiglernen von Gedichten und UÜbungen im mündlichen Vortrage. Grammatike- Der zusammengesetzte Satz, das Wichtigste aus der Wortbildungslehre, Wieder- holung des einfachen Satzes und der Interpunktionslehre. Aufsätze und Diktate abwechselnd alle 14 Tage. Roemer.

3. Französisch: 6 St. Lesebuch: Banner, II. Teil. a) Mündliche Ubungen: Durch- arbeitung von Lesestücken. Im Anschluß hieran Sprechübungen, zu denen auch Hölzelsche Bilder herangezogen wurden. Mehrere Gedichte wurden auswendig gelernt. In Anlehnung an Lesestoff und Anschauungsbilder wurde der Lehrstoff der Quinta stetig wiederholt, er- weitert und durch besondere Ubungen vertieft. Eingehende Übungen zur Einprägung und Befestigung der unregelmäßigen Zeitwörter. Aus der Satzlehre wurden eine Anzahl Paragraphen im Anschluß an den Lesestoff durchgenommen. b) Schriftliche Ubungen: Wöchentlich eine Arbeit. Diktate, kleine Aufsätze, Briefe, grammatische UÜbungen, UÜbersetzungen aus dem Deutschen nach Banner, Ubersetzungsstoff. Roemer.

4. Geschichte: 3 St. Griechische und römische Geschichte bis zum Untergang der Republik. Schulte.

5. Erdkunde: 3 St. Erdkunde von Europa außer Deutschland. Einige allgemein- geographische Grundbegriffe. Erdkundliche Ausflüge. UÜbungen im Kartenzeichnen. Weidemann. 6. Mathematik: S.: 3 St. Geometrie, 2 St. Rechnen. W.: 2 St. Geometrie, 3 St. Algebra und Rechnen. a) Rechnen: Wiederholung der Bruchrechnung an Aufgaben über direkte, indirekte und zusammengesetzte Verhältnisse, Prozentrechnung, Zinsrechnung. b) A!gebra: Die Grundrechnungsarten mit allgemeinen Zahlen: Addition und Subtraktion von Buchstabenausdrücken, Auflösen von Klammern. Positive und negative Größen. Die ein- fachsten Fälle der Multiplikation und Division mit Ausschluß der Partialdivision. Bardey: Abschn. IVII. c) Geometrie: Sätze vom Dreieck, insbesondere Kongruenzsätze, Funda- mentalkonstruktionen, Parallelogramme. Trapez. Die Sätze aus der Kreislehre, die mit Hilfe der Sätze vom gleichschenkligen Dreieck zu beweisen sind, mit Ausnahme der Tan- gentialsätze. Heddaeus.

7. Naturbeschreibung: 3 St. S. Pflanzenkunde: Vergleichende Besprechung verwandter Arten und Gattungen von Blütenpflanzen. Ubersicht über das natürliche Pflanzen- system; die wichtigsten Familien. Lebenserscheinungen der Pflanzen. W. Tierkunde- Wiederholung der Klassen der Wirbeltiere. Gliederfüßler, besonders Insekten. Neumann.