Jahrgang 
1893
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III. Chronik der Schule.

Aufnahmeprüfung den 25. April. Beginn des Unterrichts den 26. April 1892. Ferien- ordnung wie bisher.

Wegen großer Hitze fiel der Nachmittagsunterricht aus am 27., 30. Mai, am 15., 16., 18., 19. und 22. August. Die Turnstunden der obern Klassen wurden mehrmals auf das Eis verlegt. Frei gegeben wurde der ganzen Schule zum Schlittschuhlaufen den 23. und 24. Januar und den 7. Februar 1893 am Nachmittag.

Das Maifest wurde in üblicher Weise begangen am 16. Mai 1892. Die Bedeutung des 9. und 22. März, des 15. Juni und 18. Oktober wurde den Schülern in angemessener Weise in Erinnerung gebracht, die Festrede am Sedantage hielt Herr Oberlehrer Bernhard, diejenige am Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm II Herr Oberlehrer Dr. Bode.

Die Reifeprüfung für Ostern 1892 fand am 17. März statt unter Vorsitz des Direktors und in Gegenwart des Herrn Konsistorialrates Dr. Jung, die Reifeprüfung am 31. August leitete Herr Geheimrat Provinzial-Schulrat Dr. Lahmeyer, und Herr Stadtrat Grimm wohnte derselben als städtischer Kommissarius bei.

Am 24. September wurde dem Direktor, als am letzten Schultage des 25 sten Amts- jahres in Leitung der Musterschule, von seinen Kollegen, gegenwärtigen und ehemaligen Schülern in der prächtig ausgeschmückten Schule eine Feier bereitet, bei der Herr Stadtrat Grimm das Kuratorium der höheren Schulen vertrat. Von diesem, dem Lehrerkollegium, der mit der Elisabethenschule gemeinsamen Witwenkasse, den Direktoren der höheren Schulen, den akademischen Lehrerverein, gegenwürtigen und früheren Schülern wurde ihm mehr Dank und Ehre dargebracht, als er zu verdienen sich bewukt ist. Unter Gottes gnädigem Beistande von den Staats- und städtischen Behörden unterstützt, im Zusammenwirken mit tüchtigen Amts- genossen ist es ihm allerdings gelungen in der Musterchule manchen auch später im Leben wohl- bewährten jungen Mann auszubilden, und es war ihm eine besondere Freude am Abend des 26. Septembers mit einer großen Zahl ehemaliger Schüler z. T. aus den ersten Jahrgängen seiner hiesigen Thätigkeit bis in die jetzige Generation einige gemütliche Stunden zubringen zu können. Auch an dieser Stelle will er es nicht unterlassen, allen, die ihn durch Worte und Zeichen der Liebe und Freundschaft in diesen Tagen erfreuten, herzlichen Dank zu sagen. Er fand unter denselben nicht nur Mitglieder der städtischen Behörden, Amtsgenossen aus engerem und weiterem Kreise, seine Freunde, Eltern früherer und gegenwärtiger Schüler, diese selbst in zahlreicher Vertretung, sondern auch ehemalige Amtsgenossinnen und Schülerinnen, und durfte sich so in eine Zeit versetzen, wo seiner Leitung auch ein großer Teil der weiblichen