Jahrgang 
1892
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III? 5 St. w. Fortsetzung der Sprech- und Leseübungen. Erweiterung des Wortschatzes.

Wiederholung der regelmäßiigen Konjugation, sowie der Hülfsverben avoir und 6tre unter besonderer Berücksichtigung der Konjunktivformen; Veränderung in der Rechtschreibung gewisser er-Verben, ferner die allernotwendigsten unregelmäßigen Verba. Die letzteren sind gründlich auswendig zu lernen, auf das Gemeinsame gewisser Unregelmäßigkeiten ist hinzuleiten. Die wichtigeren Regeln über die Veränderlichkeit des Perfektparticips, gründliche Einübung der Fürwörter; Adverb, die Präpositionen de und à. Schrift- liche und mündliche Ubersetzungen aus dem Elementar- und Lesebuch. Rechtschreibe- übungen.

IIII 5 St. w. Die unregelmäßigen Verben in logischer Gruppierung unter Ausscheidung der

minder wichtigen und der seltenen Komposita. Gruppierende Zusammenfassung der gesamten Formenlehre. Hauptgesetze über den Gebrauch der Hülfsverben avoir und éêtre und der unpersönlichen Verben. Tempora und Modi, teils induktiv, teils de- duktiv. Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Schriftliche und mündliche Übersetzungen, Diktate, Lektüre leichter geschichtlicher oder erzählender Prosa und einiger Gedichte. UÜbungen im richtigen betonten Lesen und im Sprechen im Anschluß an Gelesenes und Vorkommnisse des täglichen Lebens in jeder Stunde.

II⸗ 4 St. w. Die syntaktischen Hauptgesetze über Artikel, Adjektiv, Adverb, Fürwort, Kasus-

rektion, Infinitiv, Präpositionen und Konjunktionen. Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Im übrigen wie IIII.

II I je 4 St. w. Die Lektüre, welche im Mittelpunkte des Unterrichts steht, wird aus-

gedehnter und eindringlicher behandelt, so daß eine reichere Anschauung von der Ent- wickelung und Eigenart der französischen Litteratur in den letzten Jahrhunderten gewonnen wird. Metrisches Lesen. UÜbungen im Vortrag französicher Verse.

Ergänzung und Wiederholung der wichtigeren Abschnitte der Grammatik, teils planmäßig, teils nach Bedürfnis. Neue Gruppierung und tiefere Begründung der gram- matischen Erscheinungen, Hinzunahme des mehr Phraseologischen. Aus der Stilistik, Synonymik und Metrik nur das für die Lektüre bezw. die Schreibeübungen Notwendigste, induktiv gewonnen. Erweiterung des Wortschatzes auch nach der technischen und wissenschaftlichen Seite.

Schriftliche und mündliche Übersetzungen ins Französische, Diktate, Anleitung zum Aufsatz von häufigen kleinen Wiedergaben des Gelesenen bis zur freieren Behand- lung von eng begrenzten konkreten Thematen fortschreitend. Sprechübungen in jeder Stunde im Anschluß an Gelesenes sowie an Vorkommnisse des täglichen Lebens.

Allgemeine Bemerkungen. Für diejenigen unserer Schüler, welche in Quinta das Französische bereits angefangen haben, wird sich der Plan etwas modifizieren. Für die Schüler, welche Ostern 1892 mit Französisch in VI beginnen und welche in den 3 unteren Klassen je 6 Stunden Französisch haben, ist bis IIz natürlich eine etwas gründlichere Erledigung der Aufgabe möglich, allerdings wird die Stundenzahl in beiden III auf je 4 und in II und I auf je 3 Stunden beschränkt.