Jahrgang 
1892
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6. Englisch.

III2 3 St. w. Erwerbung einer richtigen Aussprache durch praktische Ubungen zunächst in einem kurzen propädeutischen Kursus unter Ausschluß theoretischer Regeln über Laut- bildung und Aussprache. Leseübungen, erste Versuche im Sprechen in jeder Stunde. Aneignung eines beschränkten Wortschatzes. Regelmäfiige und unregelmäßige Formen- lehre unter Berücksichtigung der Syntax insoweit, als sie zur Erklärung der Formen sowie zum Verständnis der Lektüre dient. Schriftliche und mündliche Übersetzungen aus dem Elementar- und Lesebuch. Rechtschreibeübungen.

IIII 3 St. w. Fortsetzung der Lese- und Sprechübungen in jeder Stunde und Erweiterung des Wortschatzes. Syntax des Verbs, namentlich die Lehre vom Infinitiv, Gerun- dium, Participium, den Hälfsverben; Gebrauch der Zeiten, Konjunktiv. Schriftliche und mündliche Ubersetzungen in das Englische und aus dem Englischen und Ubungen

wie in III. IIz 3 St. w. Syntax des Artikels, Substantivs, Adjektivs, Pronomens, Adverbs und Ubersicht der wichtigeren Präpositionen, z. T. wiederholend. Schriftliche und mündliche

Übungen, nachahmende Wiedergabe von Gelesenem, Erweiterung des Wort- und Phrasen- schatzes. Lektüre 13onSed e ne und beschreibender Prosa und einer Auswahl von Gedichten. Sprechfbengen in jeder Stunde im Anschluß an das Gelesene und Vorkommnisse des täglichen Lebens.

II Ii je 3 St. w. Die Lektüre Steht im Mittelpunkt des gesamten Unterrichts. Lesen ausgewählter, vorzugsweise modern englischer Prosa, teilweise zur Belebung des geschicht- lichen Stoffs, sowie geeigneter Dichtwerke, insbesondere Shakespearescher Dramen nach einem festzustellenden Kanon. Auf Gedankeninhalt und gute Übersetzung ist besonders

zu achten und darauf zu halten, daß der Schüler ein Bild von der Eigenart der eng- lischen Litteratur und ihrer Entwickelung seit Shakespeare in Haupttypen erhält. Stilistisches, Synonymisches, Metrisches nach Bedürfnis und unter maßsvoller Beschrän- kung auf das allgemein Gültige und das Feststehende im Anschlußz an das Gelesene. Gelegentlich Erweiterung und Vertiefung der früheren grammatischen Lehraufgabe; Etymologisches und Sprachgeschichtliches. Schriftliche und mündliche Ubersetzung ins Englische, freiere Wiedergabe von Gelesenem. Elemente der technischen und wissen- schaftlichen Terminologie. Fortgesetzte Ubungen im Sprechen im Anschluß an Lektüre und tägliche Vorkommnisse.

Bemerkung. Von 1895 an wird an der Musterschule das Englische mit 6 Stunden wöchent- lich erst in IIe beginnen und der Lehrplan für diese Sprache wird dadurch einige Abänderungen erleiden. Das Gesamtziel bleibt dasselbe.

7. Geschichte.

VI 1 St. w. Lebensbilder aus der vaterlündischen Geschichte, wobei von Gegenwart und Heimat auszugehen ist.

V 1 St. w. Erzühlungen aus der sagenhaften Vorgeschichte der Griechen und Römer. Die eigentlichen Sagen des klassischen Altertums sind der altsprachlichen Lektüre und dem deutschen Unterricht zugewiesen.