Jahrgang 
1892
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II 3 St. w. Aufsätze wie in leæ und IIi. Lebensbilder Goethes und Schillers und ihrer bedeutendsten Zeitgenossen, sowie bedeutenderer neuerer Dichter. Lektüre aus der, Hamburgischen Dramaturgie, ferner Lesen von Dramen. Vorträge der Schüler über Leben und Werke von Dichtern nach eigener Ausarbeitung.

3. Lateinisch.

VI 8 St. w. Fällt Ostern 1892 an der Musterschule nach dem neuen Plane fort.

VIS8 St. w. Wiederholung der regelmäßiigen Formenlehre, die Deponentia, die unregelmäßige Formenlehre mit Beschränkung auf das Notwendige. Aneignung eines angemessenen Wortschatzes im Anschluß an das Lesebuch zur Vorbereitung auf die Lektüre unter Ausschluß besonderer, nicht an das Gelesene angelehnter Vokabularien. Gebrauch des Lesebuches zum Ü=bersetzen und Nachübersetzen. Ubungen im Konstruieren und Rückübersetzen. Mündliche und schriftliche Übungen in der Klasse. Nach Bedürf- nis werden aus dem Lesestoff einige syntaktische Regeln, z. B. über den Acc. c. inf., Participium conjunctum, Ablativus absolutus, Konstruktion der Städtenamen, und einige notwendige stilistische Anweisungen abgeleitet. Mündliche und schriftliche Ubungen sowie Reinschriften der wöchentlich halbstündigen Klassenarbeit im Anschluß an den Lesestoff und abwechselnd damit besondere, in der Klasse vorbereitete Übersetzungen als Hausaufgaben.

IV 7 St. w. Lektüre im 1. Halbjahre 3, im 2. 4 Stunden. Cornelius Nepos(oder ein geeig- netes Lesebuch). Vorbereitung der Lektüre im 1. Halbjahre in der Klasse. Fleißige Übungen im Konstruieren, unvorbereiteten Ubertragen, Rückübersetzen. Gelegent- lich werden weitere stilistische Eigenheiten, wichtigere Phrasen und synonymische Unterscheidungen bei der Lektüre gelernt. Grammatik im 1. Halbjahre 4, im 2. 3 Stunden. Wiederholung der Formenlehre. Das Wesentliche aus der Kasuslehre, im Anschluß an Musterbeispiele, die möglichst aus dem Gelesenen entnommen werden. Syntax des Verbums nach Bedürfnis. Mündliche und schriftliche Übersetzungen in das Lateinische aus einem Übungsbuche, dessen Inhalt sich an das Gelesene an- schließt.(Bem. Wir benutzen: Jahn und Wulff, UÜbungsbuch u. s. w.) Wöchent- lich eine kurze Übersetzung ins Lateinische. Dazu in jedem halben Jahre 3 schriftliche Übersetzungen ins Deutsche.

IIIe 4 St. w. Lektüre Cäsar, Bell. Gall. 2 St. Grammatik: Wiederholungen der Formen- und Erweiterung der Kasuslehre. Moduslehre, soweit für das Lesen erforderlich. Übungen im schriftlichen und mündlichen Übersetzen aus dem Deutschen. 2 St. (Gelesen wird Caes. B. G. I, 1; 2 4. II, 15 28; 29 33. III, 16; 7 16).

IIII 4 St. w. Lektüre Cäsar, Bell. Gall. mit Auswahl 2 St. Grammatik: Das Wichtigste aus der Tempus- und Moduslehre. Sonst wie IIIz. Dazu schriftliche und mündliche Übersetzungen aus dem Deutschen und aus dem Lateinischen 2 St.(Gelesen wird Cäsar VI, 11 28. I, 30 54. IV, 115).

II2 3 St. w. Lektüre: Cäsar wie IIII. Ovid Metam. nach einem Kanon. Erklärung und Ein- übung des daktylischen Hexameters. 2 St. Grammatik: Wiederholung aus der Formenlehre und der Syntax pei Gelegenheit der alle 14 Tage anzufertigenden schrift-