Geschichte von Hessen vom Tode Landgraf Philipps des Großmütigen an. Kassel 1886. Verl. von A. Freyschmidt.
22. Dezember 1886. Kuratorium der höheren Schulen teilt Magistratsbeschluß vom 14. Dezember No. 1954 mit, nach welchem 1. der ordentliche Lehrer Dr. Höfler vom 1. April 1887 in die 5te, 2. der ordentliche Lehrer Dr. Bode in die 6. Gehaltsklasse eingewiesen ist.
4. Jannar 1887. K. Prov.-Schul-Kollegium beauftragt Direktoren und Lehrer-Kollegien mit Sorgfalt und Strenge dem immer hie und da hervortretenden Unfug der verbotenen Schüler- verbindungen zu steuern mit Beziehung auf einen Erlaß des Herrn Unterrichtsministers vom 21. Dezember 1886 und erinnert an die zu machenden Hausbesuche der Lehrer bei auswärtigen Schülern.
7. Januar 1887. K. Prov.-Schul-Kollegium ordnet an, daß in den jährlichen Programmen der jedesmalige Zugang zu den betreffenden Schülerbibliotheken vollständig verzeichnet werden soll.
11. Januar 1887. K. Prov.-Schul-Kollegium ordnet auf Veranlassung eines Ministerial- erlasses vom 4. Januar l. J. an, daß von den seitens der höherenL ehranstalten aus der Zeit von 1872 veröffentlichten Schulprogrammen, soweit dieselben Abhandlungen enthalten und überhaupt verfüg- bar sind, je 1 Exemplar zur Ablieferung an die Bibliothek der Universität Heidelberg eingereicht werde.
12. Januar 1887. Kuratorium der höheren Schulen No. 10 teilt mit, daß Herr Heinrich Bernhard durch Magistratsbeschluß vom 14. Dezember 1886 No. 1954 zum ordentlichen Lehrer an den hiesigen öffentlichen Schulen zunächst an der Musterschule ernannt und durch Verfügung vom 4. Januar seitens des K. Prov.-Schul-Kollegiums bestätigt worden ist.
14. Januar 1887. K. Prov.-Schul-Kollegium S. 150 genehmigt, daß an der Musterschule von Ostern d. Js. ab in der Oster-Quarta, von Michaelis d. Js. ab in der Michaelis-Quarta der Nepos plenior in der Ausgabe von Jahr gelesen werde.
12. März 1887. K. Prov.-Schul-Kollegium S. 961 teilt Ministerialverfügung vom 25. Februar mit, nach welcher für die Zählung des Papiers das Ries zu 1000 Bogen als Ein- heit auch im Schulunterricht zugrunde gelegt werden soll.
III. Chronik der Schule.
Das Schuljahr begann Montag, den 3. Mai, mit der Aufnahmeprüfung der in das Real- gymnasium neu eintretenden Schüler und der Einführung der in die Vorschule neu aufgenommenen Knaben. Der regelmäßige Unterricht nahm am 4. Mai seinen Anfang. Pfingstferien waren nur am 13. und 14. Juni; die Sommerferien dauerten vom 4. Juli bis 2. August; die Herbstferien vom 26. September bis 11. Oktober, die Weihnachtsferien vom 23. Dezember mittags bis zum 7. Januar 1887.
Am 21. Mai wurde bei günstigem Wetter das Maifest in gewohnter Weise begangen.
Am 23., 26., 27., 30. und 31. August und am 3. September fiel wegen großer Hitze
der Nachmittagsunterricht aus. Musterschule 1887. 4


