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Scheller(Lünemann)(lateiniſch⸗deutſch), Leipzig 1810.
Flügel(Meißner)(deutſch⸗engliſch), Leipzig 1847. Nur diesſeits. Dagegen„jenſeit, prp... — des Meeres; jenſeits, adv....— des Meeres.“
Flügel(engliſch⸗deutſch), Leipzig 1847.„beyond.. prp. u. adv. jenſeit;... jenſeit des Meeres.— Side... on this—the Rhine, diesſeits des Rheins.“
Andreſen, Wortregiſter, Mainz 1856:„dießſeit und dießſeits.“
J. u. W. Grimm, deutsches Wörterbuch, Leipzig 1860:»Diesseit adv.... im gegensatz von jenseit... folgt ein subst., So steht es gewöhnlich im genitiv. Diesseits, wie diesseit, dem man wie bei jenseit, beiderseit ein unstatthaftes genitivisches s angehängt. auch hier folgt neben dem genitiv der dativ. es findet sich schon bei Luther ein paarmal.
Mozin⸗Peſchier(deutſch und franzöſiſch), Stuttgart 1863. Bd. I.(frz.⸗d.):„de ca
prép.— la rivière diſſeits(dieſſeits) des Fluſſes...; d. und jenſeits des Rheins.“ Ebenſo Bd. III.(d.⸗frzſ.):„Dieſſeits(diſſeits)...,— und jenſeits des Fluſſes;... die Länder— des Rheins.“ Dagegen:„Jenſeit oder—s prép. adv. Jenſeit des Berges, des Waſſers u. ſ. w. lüberall, wo als Präpoſition, ohne s!; jenſeits von Rom.“
Thibaut(franzöſiſch⸗deutſch), Braunſchweig 1868. Nur:„diesſeits.“ Dagegen:„jenſeit
ou jenſeits, prp.“
Wir ſehen hieraus, daß auch die Wörterbücher nicht einſtimmig ſind. Einige der neueſten nehmen allerdings jenen Unterſchied an. Aber die Meiſter unſerer Sprache, die Brüder Grimm, oder die Männer, die ihr Werk in ihrem Sinne fortſetzen, lehren uns, die urſprüngliche Form ſei die ohne s geweſen und man habe erſt ſpäter ein s angehängt. Sie machen dabei keinen Unterſchied zwiſchen den Fällen, wo ein Subſtantiv folgt(in welchen Fällen wir die Wörter als Präpoſitionen bezeichnen), und den andern, wo kein Subſtantiv folgt(in welchen Fällen wir die Wörter Adverbien nennen).
C. Literatur.
Nicht bloß die klaſſiſche oder auch die ſogenannte„ſchöne“ Literatur habe ich hier berück⸗ ſichtigt, ſondern auch wiſſenſchaftliche, z. B. geographiſche Schriften, auch Tagesblätter; denn es kommt ja darauf an, zu zeigen, ob und in wie weit die von einigen Grammatikern aufgeſtellte Regel Boden gewonnen hat.
a. Prüpoſitionen diesſeit, jenſeit. Angeführt bei Grimm:
»Taza Riemer Stockf. disseit des flusses.«
»Dasypodius: hie diset dem Rhein, hie— diset den Alpen, hie diset dem Berg.«
»Henisch: auf disseit des Lechs.«
»Micrälius: auf diesseit des Reins.«
»Konrad[v. Würzburg] Troj. Krieg:
»swer zepter unde krône— mit éêren truoc hie dissit mers.«


