Jakob Fink, Königsteinerstr. 56(an seinerstatt seit 1. 4. 29 Herr Dr. Emil Meyer,, Dalbergstr. 8), Frau Anna Ladendorf, Rote Kreuzstr. 1. Herr Dr. Emil Beniers. Gar- tenstraße 56. Herr Wilhelm Rösch, Unterliederbach, Friedensstraße 12.
Er veranstaltete im Berichtsjahre 3 Elternversammlungen. deren gemeinsames Thema die sittliche Krisis der heutigen Jugend war. In der ersten sprach der Leiter der Anstalt, in der zweiten die Stadtärztin Frau Dr. Blum, in der dritten Herr Oberstudienrat Racky. Die Vorträge waren von etwa 75 Prozent der Eltern besucht; sie hinterließen einen starken Eindruck.
Die Elternvereinigung wurde am 13. November 1928 gegründet. Ihr Vorsitzender ist Herr Dr. Emmerich, Schweinfurter Weg 6. Sie zählt zurzeit über 100 Mitglieder. Ihr Zweck ist, das Gefühl der Kameradschaftlichkeit unter den Schülerinnen zu ver-— tiefen, die Beziehungen innerhalb der Elternschaft fester zu knüpfen und durch Jahresbeiträge Mittel aufzubringen, um die körperliche und geistige Entwicklung der Schülerinnen zu fördern. Der Mindestbeitrag für jedes Elternpaar beträgt 3 RM jährlich.
E. Verschiedenes.
a. Das Gebäude.
Das Schulgebäude war ursprünglich ein Privathaus; es ist durch An- und Umbauten seiner gegenwärtigen Bestimmung angepaßt worden, reicht aber für die Bedürfnisse weder nach der Zahl noch der Größe der Zimmer aus. Es umfaßt 9 Klassenräume, einen Zeichensaal, eine Turnhalle, die auch dem Musikunterricht dienen muß, ein Physikzimmer mit einem Lehrmittelraum, einen physikalischen Arbeitsraum, der in den letzten Wochen des Schuljahrs eingerichtet worden ist, ein Kartenzimmer, ein Damen- und ein Lehrerzimmer. Ein besonderer Raum für den Nadelarbeitsunter- richt fehlt leider. Ein Sprechzimmer ist in diesem Jahre geschaffen worden.— Im Ober- und Unterstock des Hauses befindet sich je ein Waschraum mit den erforder- lichen Nebenanlagen.— Die Lehrerbibliothek ist in einem viel zu kleinen Zimmer des Dachstocks untergebracht.— Für die Klassen Va. VIa und VIb sind Räume im alten Rathaus eingerichtet worden, ein Notbehelf, der viel Zeitverlust und manche Unbequemlichkeit mit sich bringt. Alle Räume sind wohnlich und entsprechen den gesundheitlichen Anforderungen.
Der Schulhof, der zugleich als Turnplatz dient, ist für die große Zahl der Schüle— rinnen und die Turnabteilungen zu klein. Es ist dringend erforderlich, daß der ge— räumige Hof hinter dem alten Rathaus als Spielplatz eingerichtet wird.
Ein lang gehegter Wunsch, vor der Stirnseite des Lyzeums einen schalldämpfenden Straßenbelag zu erhalten, ist in diesem Jahre in Erfüllung gegangen.
b. Lehr- und Lernmittel.
Sie wurden im Berichtsjahre beträchtlich vermehrt und ergänzt.
c. Der Ausbau der Anstalt.
Seit der Neuordnung des höheren Schulwesens in Preußen(1925) ist der Lehrgang des Lyzeums sechsstufig. Die Klassen führen wie an den übrigen höheren Schulen die Bezeichnungen Sexta bis Untersekunda.(VU II). Der Lehrplan entspricht
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