woche allmählich ein; die Zahl der erkrankten Schülerinnen betrug am 1. Februar 54 und stieg bis auf 114 am 13. Februar. Bis zum 21. Februar senkte sie sich wieder auf 33. Auch die meisten Mitglieder des Kollegiums wurden von der Grippe erfaßt. In der zweiten Februarwoche fehlten zugleich 8 Lehrerinnen und Lehrer. Nur mit großer Mühe und nur durch die starke Selbstaufopferung der gesunden Mit- glieder des Kollegiums war es möglich, den Unterrichtsplan einigermaßen aufrecht zu erhalten.
Die ärztliche Beaufsichtigung und Untersuchung der Schülerinnen wurde durch die Stadtärztin Frau Dr. Blum ausgeübt. Sie war unentgeltlich. Ebenso überwacht der Stadtzahnarzt Dr. Fiedler die Zahnpflege der Schülerinnen unentgeltlich.
Seit dem 1. Mai 1925 besteht mit der Nassauischen Landesversicherungsbank in Wiesbaden eine Kollektiv-Unfallversicherung für die Lehrerinnen und Lehrer und die Schülerinnen der Anstalt.
0. Schulgeld.
Das Schulgeld betrug für die einheimischen Schülerinnen monatlich 15.— RM. für die auswärtigen monatlich 18.75 RM.
p. Freistellen.
38 Schülerinnen waren auf Antrag der Eltern von der Zahlung des Schulgeldes ganz oder teilweise befreit.
Von der Stadt waren an 22 Schülerinnen volle Freistellen, an eine Schülerin eine halbe Freistelle verliehen. Diesen Schülerinnen wurden die Lernmittel unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
Der Kreisausschuß des Main-Taunus-Kreises hat im Berichtsjahr wiederum 16 Schü-— lerinnen Schulgeldbeihilfen gewährt.
Anträge auf Freistellen sind auf besonderen Formularen bei der Höchster Bezirks- verwaltung zu stellen. Es können dabei nur solche Schülerinnen berücksichtigt werden, die neben gutem Betragen eine über genügend liegende Durchschnitts- noöote aufweisen.
q. Hilfsbücherei.
Die Anstalt besitzt eine umfangreiche Hilfsbücherei, die durch Schenkungen und Ankauf ständig erweitert wird. Sie wurde von der Oberschullehrerin Frl. Bergmann verwaltet.
r. Theaterbesuch.
Für mehrere Theatervorstellungen und Konzerte hat uns der Bund für Volksbildungs kostenlos Eintrittskarten zur Verfügung gestellt. Die Schülerinnen der U II und O III. haben mit großer Freude davon Gebrauch gemacht. Dem Bund sei auch an dieser Stelle gedankt.
1. 5.
D. Elternbeirat und Elternvereinigung.
Der Elternbeirat wurde im Jahre 1928 neu gewählt. Seine Mitglieder sind: Herr Regierungsbaumeister Otto Nold. Hochmuhl 5. als Vorsitzender; Frau Johanna Probst., Brüningstraße 22. Herr Dr. Wilhelm Emmerich. Schweinfurter Weg 6. Herr
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