Jahrgang 
1908
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Unterprima a. Klassenlehrer: Professor Dr. Jungblut.

Religionslehre: ¹) Evangelische: Kirchengeschichte in der griechisch-römischen Welt, im germanischen Mittelalter und in der Reformationszeit. Lektüre und Besprechung Lutherscher Schriften(Thesen, An den christl. Adel, Freiheit eines Christenmenschen) und des Augsburger Bekenntnisses. Wiederholung der Kirchenlieder. 2 St. Schuster. 5b) Katholische: Kirchengeschichte von Gregor VII. an bis zur Neuzeit. Die Glaubenslehre bis zu den Gnadenmitteln nach Wedewers Lehrbuch der Glaubenslehre. Hymnen und Kirchenlieder wurden auswendig gelernt. 2 St. Manns. c) Israelitische: Uberblick über die Geschichte der Juden in der Zeit von 1492 1750. Abschnitte aus Ezechiel und Jesaja II. 1 St. Lazarus.

Deutsch: Übersicht über die Literatur des 14. bis 18. Jahrhunderts. Schillers Leben und Werke. Spaziergang. Akademische Antrittsrede. Wallenstein. Braut von Messina. Klopstocks Leben; seine Lyrik. Lessings Leben und Werke. Laokoon. Emilia Golotti. Nathan der Weise. Shakespeares Macheth und Julius Cäsar. Kleists Prinz von Homburg. Freie Vorträge, meist literarischen Inhalts. Propädeutisches aus Logik und Psychologie. Aufsatzlehre. Einzelne Lesestücke aus Hopf und Paulsiek. 3 St. Knögel.

Aufsätze: 1.Tch fürchte Oranien, und ich fürchte für Egmont. 2. Wer besitzt, der muß ge- rüstet sein.(Klassenarbeit.) 3. Wie erklärt sich die Verurteilung des Sokrates?(Mit Berücksichtigung von Ibsens Volksfeind.) 4. Gedankengang der Rede Eduard Meyers über humanistische und geschicht- liche Bildung. 5. Gedankengang des Lesestücks 14: Oskar Jäger,Die Vaterlandsliebe als kultur- schaffendes Moment im Leben der Völker.(Klassenarbeit.) 6. a) Wallenstein und Oktavio, zwei Verräter.

b) Die Frauengestalten im Wallenstein und im Tell. 7. Inwiefern ist Klopstocks Lyrik Erlebnisdichtung? 8. Welche Vorteile und welche Nachteile hatten die Römerzüge der deutschen Kaiser?(Klassenarbeit.)

Lateinisch: Horaz Oden Buch I, II und III. Satiren I, 1 u. 6. Cic. de senectute, Tacitus Germania und Historien Iund Auswahl aus IV. Alle 8 bis 14 Tage eine Uber- setzung ins Lateinische, vierteljährlich eine Obersetzung aus dem Lateinischen. Ubungs- buch von Ostermann-Müller. Grammatisches, Synonymisches, Stilistisches. 7 St. Jungblut.

Griechisch: Homer llias I-XV mit Auswahl. Plato Apologie, Kriton, Anfang und Schluss aus Phaedon. Sophocles König Oedipus. Thucydides Stücke aus I und II. Schriftliche Arbeiten alle 14 Tage. Grammatische Wiederholungen. Knôgel.

Französisch: Augier et Sandeau, Le Gendre de M. Poirier. Molière, Le Bourgeois Gentilhomme. Choix de Nouvelles Modernes I(Velhagen und Klasing). Pailleron, Le monde l'on s'ennuie. Gedichte aus der Engwerschen Sammlung. Prosa aus der Anthologie von Fuchs. Vorträge der Schüler über Gegenstände eigener Wahl. Regelmäfsige Sprechübungen im Anschlufs an das Gelesene und an die durchge- nommenen Kapitel aus Kron. Grammatische Wiederholungen und Ubungen. Als Klassenarbeiten Diktate, Ubersetzungen und freiere Arbeiten. 3 St. S. Werner. W. Perdisch.

Hebräisch: Formenlehre nach dem hebräischen Schulbuch von Hollenberg-Budde. Das Wichtigste aus der Nominallehre. Die schwachen Verben. Hebräisch-deutsche und deutsch-hebräische mündliche und schriftliche UÜbersetzungen nach den Ubungs- stücken des Hilfsbuchs. 2 St. Schuster.

Englisch: Tendering B. Formenlehre wiederholt, einiges aus der Syntax. Three men in a boat; Little Lord Fauntleroy; The Island Realm z. T. Schriftliche Ubungen. Sprechübungen und grammatische Wiederholungen 2 St. S. Werner. W. Pelissier.