Jahrgang 
1906
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Aufsätze: I. Vergleich der drei südeuropäischen Halbinseln mit den südasiatischen. 2. Aus welchen Gründen gelang es im siebenjährigen Kriege den gegen Friedrich II. verbündeten Mächten nicht, Preussen niederzuwerfen? 3. Der I. Akt von SchillersWilhelm Tell als Exposition. 4. Durch welche Mittel lässt Schiller imWilhelm Tell die Ermordung Gesslers gerechtfertigt erscheinen? 5 a. Die Be- deutung der Riccautscene in LessingsMinna von Barnhelm. 5 b. Worin zeigt sich Tellheims Edelmut? 6. Die Ergebnisse des Wiener Kongresses für Deutschland. 7. Worauf beruht die Bedeutung Gross- britanniens für Handel und Industrie? 8. Raffaels Madonna des heiligen Sixtus. 9. Wodurch erweist sich Johanna im 1. Akt der Jungfrau von Orleans als Gottgesandte? 2, 4, 6 und S waren Klassenaufsätze.

Lateinisch: Cicero in Catilinam I, IV; ausgewählte Abschnitte aus Ovids Metamor- phosen und Tristien; Livius, Auswahl aus der ersten Dekade. 4 St. Grammatische Wiederholungen und Ergânzungen, mündliche und schriftliche Obersetzungen. Wöchent- lich eine schriftliche Ubersetzung in das Lateinische als Klassenarbeit, gelegentlich dafür eine Hausarbeit, vierteljährlich eine schriftliche Obersetzung in das Deutsche. 3 St. Zusammen 7 St. Pelissier.

Griechisch: Xenophon Anab. III, IV. Homer Odyssee I(Anfang), IXXII(mit Aus- wahl). Auswendiglernen von ausgewählten Stellen. 4 St. Kasussyntax. Das Wich- tigste aus der Tempus- und Moduslehre. Alle acht Tage eine Klassenarbeit; aufſser- dem hausliche schriftliche Arbeiten. 2 St. Zusammen 6 St. Steiger.

Französisch: Daudet, Le petit Chose, im Sommer als Klassen-, im Winter als Privat- lektüre. Im Winter in der Klasse: Gedichte aus der Engwerschen Sammlung. Ausgewählte Kapitel aus Kron. Wiederholung und Befestigung der unregelmäſsigen Verben. Das Wichtigste aus der Syntax: avoir und être als Hülfsverba und Rektion der Verben im Anschluss an Plötz-Kares. Klassenarbeiten: UÜUbersetzungen und Diktate. 3 St. Werner.

Geschichte und Erdkunde: Deutsche und preufsische Geschichte und die wichtigsten Ereignisse der allgemeinen Geschichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Groſsen bis zur Gegenwart. 2 St. Schönemann. Wiederholung und Ergänzung der Länderkunde Europas mit Ausnahme des deutschen Reiches. Elementare mathematische Erdkunde. 1 St. Schönemann.

Mathematik: Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Logarithmen. Ubungen im Rechnen mit Logarithmen. Quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten. Ahnlichkeits- lehre, Proportionalitat gerader Linien am Kreise, stetige Teilung. Regelmäſsige Viel- ecke. Kreisumfang und inhalt. Konstruktionsaufgaben. 4 St. Fischer.

Physik: Anfangsgründe der Lehre vom Magnetismus und der Elektrizität mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Anwendungen. Die wichtigsten chemischen Er- scheinungen. Besprechung einzelner Mineralien. 2 St. Fischer.

Untersecunda b. Klassenlehrer; Oberlehrer Dr. Sprengel. Religionslehre: a) Evangelische komb. mit II, a. ²) Katholische: Siehe II,. c) Israelitische: Siehe II,.