Jahrgang 
1904
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Obertertia. Klassenlehrer: Professor Dr. Jungblut.

Religionslehre: a) Evangelische: Das Reich Gottes im Neuen Testamente: Lesen entsprechender biblischer Abschnitte. Eingehend Bergpredigt und Gleichnisse. Refor- mationsgeschichte im Anschluſs an das Leben Luthers. Wiederholung des Katechismus mit Luthers Auslegung und Bibelsprüchen. Wiederholung von Kirchenliedern und Sprüchen. Kurzer Abriſs der Geschichte des evangelischen Kirchenliedes. 2 St. Jung- blut. 5) Katholische: Die Lehre von der Vollendung, von den Geboten, der Sünde und Tugend nach dem Diözesankatechismus. Kirchengeschichtliche Charakterbilder vom Anfang der Kirche bis Gregor VII. Die biblischen Geschichten des Neuen Testaments. Kirchenlieder wurden auswendig gelernt. 2. St. Manns.(Die Tertien und die Quarta waren vereinigt). c) Israelitische: Biblische Geschichte von der Teilung des Reiches bis zum Untergang. Religionslehre: Die Glaubenslehre. 2 St. Höxter. (Die Tertien und die Quarta waren vereinigt.)

Deutsch: Das Wichtigste aus der Wortbildungslehre. Aufsätze alle vier Wochen. Pro- saische Lesestücke. Balladen Schillers und Uhlands. Uhlands Herzog Ernst von Schwaben. Belehrungen über die persönlichen Verhältnisse der Dichter, sowie über die poetischen Formen und Gattungen. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten und Stellen

aus Dichtungen. 2 St. Jungblut.

Lateinisch: Caesar bellum Gallicum V, VI, VII; ausgewählte Abschnitte aus Ovids Metamorphosen. 4 St. Wiederholung und Ergänzung der Kasuslehre, Abschluſs der Satzlehre in ihren Hauptregeln nach Harre. Wiederholung der Formenlehre. Mündliche und schriftliche UÜbersetzungen aus Ostermann. Alle acht Tage eine Ubersetzung in das Lateinische als Klassenarbeit, dafür gelegentlich eine Hausarbeit; in jedem Vierteljahr eine schriftliche UÜbersetzung aus Caesar in das Deutsche. 4 St. Zusammen 8 St. Jungblut.

Griechisch: Die Verba in u und die wichtigsten unregelmäſsigen Verba. Gedächtnis- mäſsige Einprägung der Prâpositionen. Wiederholung und Ergänzung der Lehraufgabe der III. Ausgewählte Hauptregeln der Syntax im Anschluſs an Gelesenes. Mündliche und schriftliche UÜbersetzungen in das Griechische. Alle acht Tage eine Klassenarbeit oder Hausarbeit. Lektüre anfangs nach dem Ubungsbuche, dann Xenophon Ana- basis I, II. Ubungen im unvorbereiteten Ubersetzen. 6 St. Ankel.

Französisch: Plötz-XKares, L. 1 11 wiederholt, L. 12 31 neu. Sprechübungen im Anschluſs daran, sowie über Gegenstände des täglichen Lebens. Schriftliche Arbeiten. 2 St. Pelissier.

Geschichte und Erdkunde: Deutsche Geschichte vom Ausgang des Mitttelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Groſsen, insbesondere brandenburgisch- preuſsische Geschichte. 2 St. Pelissier. Landeskunde des Deutschen Reichs. Kartenskizzen. 1 St. Pelissier.

Mathematik: a) Arithmetik: UÜbungen in den Grundrechnungen mit Buchstabengröſsen. Das Wichtigste aus der Lehre von den Proportionen. Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Potenzen mit positiven ganzzahligen Ex- ponenten.) Planimetrie: Kreislehre, zweiter Teil. Sätze über Flächengleichheit