Jahrgang 
1904
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9 Meistersinger). Kurzer Überblick über die Entwicklung von Opitz bis Gottschedt mit Proben. Einzelnes nach Berichten der Schüler und Privatlektüre. Eine Auswahl Klopstockscher Oden. Lessings Emilie Galotti, Minna von Barnhelm; kürzer: Der junge Gelehrte, Philotas, Miſs Sara Sampson Nathan der Weise. Stücke aus der Dramaturgie und

Laokoon. Ubungen in der Behandlung des Aufsatzstoffes: Begriffsentwicklung, Abhandlung. Sprachliches und Hauptpunkte der einheitlichen Rechtschreibung bei Rückgabe der Aufsätze. Verschiedene Abschnitte aus Muffs deutschem Lesebuch für Prima. Berichte der Schüler im Anschluſs an verschiedene Unterrichtsfächer,

auch an Dichtungen des 19. Jahrhunderts(Privatlektüre). 3 St. Sprengel.

Aufsätze: 1. Was ist Bildung? 2. a.Zu spät, ein tragisches Leitmotiv inWallensteins Todu. b. Questenbergs Forderungen und ihre Abweisung. 3. Wallenstein und Macbeth, zwei tragische Helden des Ehrgeizes. 4. a. Brutus(Schilderung seiner Persönlichkeit). b. Warum nannte Shakespeare seine BrutustragödieJulius Cäsar? 5. a. Goethes Charakteristik der Hans Sachsischen Dichtung soll kurz ausgeführt und mit Beispielen belegt werden. b. Die Bedeutung der Tradition und das Recht des Genies in der Kunst nach Richard WagnersMeistersingern(Klassenaufsatz). 6.Es siegt immer und notwendig die Begeisterung über den, der nicht begeistert ist(Fichte an die deutsche Nation). 7. Klopstocks vaterländische Dichtung und ihre Bedeutung für unsere Zeit. 8. Woran scheiterte Marinellis Plan?(Klassenaufsatz). 4

Lateinisch: Ausgewählte Briefe Ciceros, Tacitus Dialogus(mit Auslassungen), Agricola (1 13, 39 46), Historien IV(von 12 an). Horaz Oden I, II(mit Auswahl), einige Epoden und Satiren. Privatlektüre aus Livius X XV ff. 5 St. Alle acht Tage eine Uber- setzung ins Lateinische als Klassen- oder Hausarbeit. Ubersetzen aus Ostermann- Müller. Grammatisches, Synonymisches und Stilistisches. 2 St. Zusammen 7 St. Knoegel.

Griechisch: Homer llias I. VI(vollständig), IIIV, VII(nach einem Kanon). Thukydides I, II (mit Auswahl). Plato, Apologie, Schlufs des Symposion, Stücke aus Kriton und Phaedon. Sophokles Elektra. Grammatische Wiederholungen jede Woche. Alle vierzehn Tage eine schriftliche Ubersetzung, teils ins Deutsche, teils ins Griechische. 6 St. Schönemann.

Französisch: Sarcey, Siège de Paris; Racine, Britannicus; Voltaire, Mérope; Daudet, Tartarin de Tarascon; eine Auswahl lyrischer Gedichte. Wiederholung und Einübung einzelner Abschnitte der Grammatik. Sprechübungen in jeder Stunde im Anschluſs an die Lektüre und an Gegenstände des täglichen Lebens. Diktate, Ubersetzungen und freie Arbeiten. 3 St. Sprengel.

Hebraâisch: Formenlehre nach Seffers Elementarbuch der hebräischen Sprache von G. R. Hau- schild,§ 58 78 mit den betreffenden Ubungsstücken,§ 86 94 mit Auswahl. Wiederholungen. 2 St. Trommershausen.

Englisch: Tendering B, S. 49 72, 96 97, 116129, 137 147. Washington Irving, Sketches. Dazu einzelne Gedichte Shakespeares, Hamlet. Schriftliche Ubungen. Sprechübungen und grammatische Wiederholungen. 2 St. Schönemann.

Geschichte und Erdkunde: Die bedeutsamsten roömischen Kaiser. Deutsche Ge- schichte bis zum Ende des dreiſsigjahrigen Krieges. Die auſserdeutschen Begeben- heiten von weltgeschichtlicher Bedeutung. 3 St. Reuſs.

Mathematik: Arithmetische Reihen erster Ordnung und geometrische Reihen, Zinses- zins- und Rentenrechnung. Erweiterung des Zahlbegriffes durch algebraische Opera- tionen von der ganzen positiven bis zur komplexen Zahl. Gleichungen, auch solche

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