Turnerische
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zwar kühler, aber sonniger Nachmittag, der die Eltern und Freunde der Schule in so großer Zahl auf den so herrlich im Walde gelegenen Festplatz führte, daß wir die Verlegung der Feier auf den Nachmittag dauernd in das Auge gefaßt haben. Die Darbietungen unserer Schüler, vor allem das Taktturnen am Barren, die Stab- übungen, die Freiübungen, der Radreigen und die Pyramidenstellung, an der auch zwei frühere Schüler mitwirkten, fanden außerordentlichen Beifall. Wir sind allen Herren Kollegen, die sich um diese so schön verlaufene Feier bemüht haben, zu großem Dank verpflichtet. Diesem Danke gab der Direktor in einer kurzen Ansprache bei der Preisverteilung Ausdruck und wies dabei darauf hin, daß das alte Banner der Klingerschule, das als Erbteil der früheren Gewerbeschule schon so lange Jahre bei festlichen Gelegenheiten der Schule als Leitstern gedient hat, so defekt sei, daß an die Stiftung einer neuen, der Anstalt würdigen Fahne gedacht werden müsse. Sobald die düsteren Wolken, die das politische und wirtschaftliche Leben verdunkeln, sich gelichtet haben, wollen wir mit einem Aufruf an die Eltern und früheren Schüler unserer Schule herantreten.
An dem Geburtstage Sr. Majestät hielt Herr Professor Lesser die Festrede über„Die Entwicklung des nationalen Gedankens im letzten Jahrhundert“. Die für diesen Tag von Sr. Majestät gestiftete Prämie,„Marinealbum“, erhielt der Ober- primaner Max Blänsdorf.
Am 10. März, dem Geburtstage der Königin Luise, dem Gedenktage der vor 100 Jahren erfolgten glorreichen Erhebung Preußens, der Stiftung des Eisernen Kreuzes und der Gründung der Landwehr hielt Herr Professor Dr. Wislicenus die Festrede.
In den im August vom Frankfurter Verband für Turnsport veranstalteten
undsportliche Schülerwettkämpfen erhielt unsere Anstalt den 1 und 2. Preis im Stafettenlaufen über
Betätigung der Schüler.
400 bezw. 1000 Meter. Außerdem fielen noch 15 Einzelpreise, darunter 3 erste, im Hochsprung, Kugelstoßen, Laufen, Weitsprung an unsere Schüler.
Im Schlagballwettspiel der Oberklassen errangen wir am 7. September den Wanderpreis; dagegen mußten wir den viermal hintereinander gewonnenen Wander- preis der Unterabteilung nach hartem Kampfe an unsere Schwesteranstalt, die Sachsen- häuser Oberrealschule, abtreten.
Das Frankfurter Schüler-Wetturnen brachte uns am 25. September den 1. Preis durch den Unterprimaner Lindenlaub. Weitere Preise erhielten: Kurt Löwen- stein IIIra; Siegfried Bermann IIIrb; Friedrich Schmidt, Erich Preusel, Adolf Dieth IIIza; Wilhelm Rex IIIzb; Emil Emge IVa; Ernst Wengen- roth Vb.
Die an den Turnspielen regelmäßig teilnehmenden Schüler machten unter Führung der Herren Spielleiter am 4. 3. eine Purnfahrt. Auch sonst führten einzelne Herren ihre Klassen in die Berge. So unternahm Herr Professor Dr. Boller am 26. 9. mit seiner Oberprima einen Ausflug nach Wiesbaden, am 14. 1. führte Herr Oberlehrer Schmidt seine Sextaner nach Cronberg, wo sich die frischen Jungen in dem reichlich gefallenen Schnee durch Schanzenbau, Schlittenfahren und Schneeball- werfen vergnügten, am 16. 1. gingen die beiden Oberprimen auf den Feldberg. Viele unserer Schüler sind Mitglieder des Wandervogels und des Pfadfindervereins.


