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21. Sept. 1912. Erlaß des Herrn Ministers betreffs Bekämpfung der Schundliteratur (§. S. 30).
18. Dez. 1912. Ernennung der Herren Oberlehrer Schönfelder und Dr. Wislicenus zu Professoren und Verleihung des Rangs der Räte 4. Klasse durch Allerhöchsten Erlaß vom 6. 1. 1913.
6. Jan. 1913. Versetzung des Herrn Lehrers Weber in den Ruhestand ab 1. April 1913.
30. Jan. 1913. Der Herr Minister teilt mit, daß eine Befreiung vom Freihandzeichnen auf Grund der Teilnahme am lateinischen und Linearzeichen-Unter- richt nicht mehr gestattet werden kann.
12. Febr. 1913. Herr Wilhelm Weimar wird als Gesang- und Elementarlehrer vom
1. April 1913 ab an die Klinger-Oberrealschule berufen.
13. Febr. 1913. Das Kuratorium macht darauf aufmerksam, daß Anträge auf Be- willigung von Freistellen für höhere oder Mittelschulen schriftlich bei den städtischen Schulbehörden einzureichen sind und zwar im Falle des UÜbergangs zu einer Mittel- oder höheren Schule jeweils bis zum 15. Januar, andernfalls bis zum 1. April oder 1. Oktober.
III. Chronik der Anstalt.
Das Schuljahr begann am 15. April mit der Prüfung der für die Klassen V-—IIe angemeldeten Schüler und der Aufnahme der in die unterste Vorschulklasse eintretenden Knaben. Die Prüfung der von Volks- und Mittelschulen kommenden Schüler hatte schon im Februar stattgefunden. Nach einer gemeinsamen Andacht in der Aula, in der der Direktor den zum Oberlehrer der Anstalt ernannten Herrn Lorey, den wissenschaftlichen Hilfslehrer Herrn Schlimm und die neuen Herren Seminarkandidaten begrüßte, begann am folgenden Tage der regelmäßige Unterricht.
Am 21. Mai konnten wir in gewohnter Weise das Maifest durch Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung feiern. Am 23. Mai fiel der Unterricht von 10 Uhr an aus, um den Schülern Gelegenheit zu geben, an den Feierlichkeiten, die aus An- laß der Grundsteinlegung des Neubaues der„Alten Brücke“ und der Einweihnng des Osthafens getroffen waren, teilzunehmen. Der schon für diesen Tag erwartete Be- such Sr. Majestät des Kaisers trat erst am 19. August ein. Die Schulen bildeten auf dem Wege, den S. Majestät zum Osthafen einschlug, Spalier. Auch von unserer Anstalt, die mit ihrem Banner ausgezogen war, wurde der Kaiser mit jugendlicher Begeisterung begrüßt.
Für den Sedantag war uns durch Herrn von Weinbe rg wieder der Ubungs- platz des Poloklubs freundlichst überlassen. Große Vorbereitungen waren getroffen, aber die fröhlichen Erwartungen, die jung und alt hegten, wurden bitter enttäuscht, da das Wetter derartig war, daß an die Abhaltung des Festes nicht zu denken war. Erst am 24. September war es möglich, die Nachfeier festzusetzen. Ds war ein
Verlauf des
Sehnljahres
mit seinen Festen.


