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Erze und Metallurgie einiger Schwermetalle. Ammoniak und Ammoniumverbindungen. Molekularvolumen; Dampfdichte. Acidimetrie, Alkalimetrie, Malsanalyse. Stöchiometrische und andere Aufgaben. Freie Vorträge der Schüler über selbstgewählte Themata. Rüdorff, Grundriſs der Chemie, und Rüdorff, Grundriſs der Mineralogie, wurden benutzt. 2 St. Oberlehrer Dr. Brittner. UÜbungen im chemischen Labo-
ratorium. 1 St. Dr. Brittner.
Abiturientenaufgaben: Ostern 1892: Vorkommen des Phosphors, seine Darstellung und die wichtigsten Eigenschaften desselben. Michaelis 1892: Wie tritt das Ammoniak in der Natur auf? Welches sind seine wichtigsten Eigenschaften? Welche chemische Rolle spielt das Ammonium, und wie wird in dessen Verbindungen das Ammoniak erkannt? Wie viel Liter Wasser von 0“ braucht man, um gesättigten Salmiakgeist mittels 5,0336 kg Salmiak herzustellen, und wie viel Kalk ist dazu erforderlich?(1 1 Wasser nimmt bei Oo zur Sättigung 1050 l Ammoniak auf).
Zeichnen: Freihandzeichnen in verschiedenen Manieren nach plastischen Modellen. Linear- zeichnen: Axonometrie mit Schattenkonstruktion. Spezielle darstellende Geometrie: Beziehungen der Linien, Flächen und Kôrper zu einander im Raume; Durchdringungen u. s. w. vermittels der Spuren und Schnitte zu bestimmen. Orthogonale Schattenlehre. Zentralprojektion. Säulenordnung und Maschinenteile. Situationszeichnen. 4 St. Hallenstein.
I. Unter-Prima. Ordinarius: Direktor.
Evangelische Religionslehre: Kirchengeschichte. Johannesevangelium. 2 Stunden wöchentlich. H. Bauer.
Katholische Religionslehre: Komb. mit Ii.
Deutsch: Im 1. Semester vereinigt mit Bi. Im 2. Semester: Lektüre: Hamburgische Drama- turgie von Lessing; Philotas und Emilia Galloti. Sophokles König Odipus(Ubersetzung).— Litteratur- geschichte: Von der Periode der Nachahmung bis zur 2. Blütezeit der deutschen Litteratur. Vorträge
der Schüler. 4. St. Oberlehrer Dr. Höfler.
Themata der Aufsätze: 1. Die thüringische Saale. 2. Gedankengang des Dramas„König Odipus von Sophokles.“ 3. Bau des Sophokl. Dramas„König Odipus.“(Klassenaufsatz.) 4. Um was dreht sich der Kampf der Leipziger und Schweizer? 5. Was nennt Lessing ein christliches Trauerspiel? 6. Welche Verschiebung der Machtverhältnisse hat in Europa zu Anfang des 18. Jahrhunderts im Süden und Osten stattgefunden?
Französisch: Im Sommer kombiniert mit Ii; im Winter getrennt. S. Ii. 4 St. Der Direktor.
Englisch: Im 1. Semester vereint mit Ii. Grammatische Repetition im Anschluſs an die Korrekturarbeiten(drei im Monate, abwechselnd Domestika aus Sonnenburg, UÜbungsbuch, oder Extem- poralien). Synonyma. Lektüre: Auswahl aus Macaulay, History of England vol. I, und Washington Irving, Sketchbook.— Sprechübungen im Anschluſs an die Lektüre und die schriftlichen Arbeiten. 4 St. Prof. Dr. Aug. Fritsch.
Geschichte und Geographie: Deutsche Geschichte von der Reformation bis zum nordischen Kriege. Repetition der griechischen und römischen Geschichte. Brandenburgisch-preufsische Geschichte. Geographie: die aufserdeutschen Länder Europas. 3 St. Prof. Dr. Lorey.
Mathematik: Sommerhalbjahr: Mit Oberprima vereinigt. Winterhalbjahr: Kubische Gleichungen, sowie Gleichungen höherer Grade. Die Elemente der neueren Geometrie. Kurzer Abrifs der Lehre von den Determinanten. Korrekturarbeiten, UÜbungsaufgaben. Gebraucht wurden: Bardey, Aufgaben- sammlung und August, Logarithmentafel. 5 St. Oberlehrer Dr. Weiffenbach.
Physik: Sommerhalbjahr: Mit Oberprima vereinigt. Winterhalbjahr: Repetitionen aus der Mechanik und zwar aus der Dynamik Zentralbewegung, dynamisches Kraftmaſs u. s. w., aus der Statik:


