— 25
gebracht hat einen Bau, dessen Grundstein sein Vorgänger in weitausschauender Geni- alität mitten im sturmdurchpeitschten Gewoge feindseliger Machenschaften für alle Zeiten wie einen rocher de bronze, wie einen ehernen Felsen, fest verankert hatte, das war das Schulwesen der Gemeinde. In sinniger Weise haben die ˙νε die unvergleichlich hohe Bedeutung, die gerade dieser Gemeinde-Einrichtung zukommt, auch in einem os geſunden, den wir am vergangenen Dav gelesen haben: zu den Vorzügen des gelobten Landes gehört auch 5 2 R D pI„seine Bausteine sind Eisen,“ wozu sie anmerken: My en opn e e ſr d lies nicht„seine Bausteine“, sondern„seine Bauleute sind Eisen“. Ein solcher ehrenfester Bauherr ist auch unser Rabbiner Breuer S'y gewesen. Er hat in unerschütterlich ſestem Streben nach Ausdehnung und Vertiefung des n nd durch seinen eisernen Willen es er- reicht, dass talmudisches Wissen und Können unter den Mitgliedern unserer Gemeinde weit verbreitet ist, dass vor allem unsere Jugend nach dem Abschluss des Schulbesuchs, ja vielfach schon während desselben sich mit anerkennenswertem Eifer dem„Lernen“ widmet und so unserer Gemeinde ein charakterfester Nachwuchs erblüht, der ihren Fort- bestand für künftige Geschlechter dadurch sichert, dass aus ihr gebildete Männer und Frauen hervorgehen, die die ldeale einer harmonisch ausgeglichenen Welt- und Lebens- anschauung n202 dy gewonnen haben. Wenn ihr. meine lieben Schüler und Schülerinnen, mit der gleichen unwandelbaren Treue wie der teure Verblichene den von unserer gezeichneten Pfaden folgen werdet, dann werdet ihr auch eurerseits dazu beitragen, dass an ihm zur Wahrheit werde das Wort 2925 5 e„das ehrenvolle Gedenken, das man dem Frommen durch Befolgung seiner Grundsätze bewahrt, stiftet Segen fort und fort.“ ox.
Auch des allzufrühen Hinscheidens des Herrn Julius M. Bier 5“» sei hier in ehrender Erinnerung gedacht. Dieser wackere Jude und für die Förderung der Belange unserer Unterrichtsanstalten begeisterte Mann hat eine Reihe von Jahren als Mitglied unserer Patronatsbehörde in hingebungsvollem Eifer an ihren Aufgaben erfolgreich mit- gearbeitet.
Unter der Ungunst der Witterung, die dieses Schuljahr unvorteilhoft kennzeichnet, hatte auch der Betrieb der Spielnachmittage merklich zu leiden, sodaß er oft in den Schulhof oder in die Turnhalle verlegt werden mußte. Auch unsere Wandertage er- fuhren dadurch manche Einschränkung, dagegen konnten wir unseren Kindern die Teil- nahme an lehrreichen Veranstaltungen bieten, die in ihren empfänglichen Seelen Freude und Begeisterung auslösten. Herr Lektor Fraikin hielt in jeder der drei obersten Klassen beider Schulen eine französische Konversationsstunde ab, der unsere Zöglinge mit lebhafter Teilnahme begegneten und die in ihnen den aufrichtigen Wunsch nach Wiederholung rege machte. Nachhaltige Wirkung hinterließ bei den Schülern und Schülerinnen der vier obersten Jahrgänge die Vorführung lebender Kleinwesen im Wassertropfen und des Wachstums der Kristalle in Mikroprojektion.
Bei der Verfassungsfeier am 11. August behandelte Herr Studienassessor Dr. Adler in seiner Festrede jüdische Erziehungsfragen vom historischen Standpunkt. In seiner Gedächtnisrede auf Pestalozzi bei der Gedenkfeier am 16. Februar zeichnete Herr Lyzeal-Oberlehrer Ochsenmann das Bild dieses liebedurchglühten, frotz viel-


