der Rheinausstellung in Koblenz, wo wir in Schausammlung und graphischen Darstellungen und in einer Lichtbildvorführung nochmals eine Zusammenschau der zahlreichen Eindrücke der Reise vornehmen konnten. Der Kostenaufwand für die 5tägige Fahrt betrug für den einzelnen Schüler im Durchschnitt 28 Mark.
Während der ganzen Fahrt wurden fleißig Beobachtungen niedergeschrieben, Karten, Tabellen und Skizzen entworfen und photographische Bilder aufgenommen. Es glich die Fahrt zeitweise einer Lehrstunde in freier Form, wenn an Ort und Stelle die Tatsachen gesichtet, geklärt und zusammengefaßt wurden, Die naturwissenschaftliche und erdkundliche Auswertung der Studien- fahrt wurde in einem Lehrgange zur Durchführung der neuen Lehrpläne dargeboten und um- faßte 1. kurze Berichte über technologische, chemische, geologische, erdkundliche und volks- kundliche Fragen, die von den Schülern nach ihren Beobachtungen auf der Studienfahrt und mit Hilfe leichter Fachliteratur gegeben wurden; 2. Schülerübungen zur Studienfahrt über morpho- logische, siedlungsgeographische, verkehrsgeographische und geologische Fragen an Hand der Meßtischblätter, der Generalstabskarte und der geologischen Karte; 3. Besprechung von Wirt- schaftstabellen; 4. Anfertigung von Kartenskizzen; 5. Lichtbildvorträge nach eigenen Aufnahmen über Teile der Fahrt und Besichtigung von industriellen Werken.
An einem Elternabend am 28. Oktober wurden vor Eltern und Schülern folgende kurze Licht- bildvorträge gehalten: Baumeister: Stimmungsbilder von der Studienfahrt, Mathis: Gang durch die Weidenauer Blechwarenfabrik. Scherr: Die Geisweider Hüttenwerke. Löwenstein: Die Erz- aufbereitung. Seib: Durchs Land der Hütten und Zechen. Ebeling: Gang durch die Kruppschen Werke, Wagner: Der Duisburger Hafen. Glöckner: Köln und Frankfurt, ein stadtgeographischer Vergleich. Brobeil und Müller: Köln. Oertel: Der Rhein von Duisburg bis Mainz.
Die beiden Oberprimen unternahmen vom 21.— 26. September ihre Fahrt nach München zum Besuch des Deutschen Museums unter Führung des Direktors sowie der Herren Dr. Geb- hard und Buss für Ola, Dr. Ullrich und Dr. Schroeder für Olb. Beide Klassen besuchten nach dem in den voraufgegangenen Jahren bereits befolgten Plan 3 Tage lang gemeinsam das Deutsche Museum. An den übrigen Tagen besuchten die Klassen einzeln außer dem Deutschen Museum die Ausstellung„Das bayrische Handwerk“, die alte und neue Pinakothek, die Staatsgalerie, Glyptothek, Schackgalerie und unter Führung des Herrn Kunstmalers Professor C. Nebel die Kunstausstellung im Glaspalast. Wir besichtigten mehrere Kirchen und künstlerische Bauwerke, das Schloß und den Park in Nymphenburg und machten auch einen Gang über die Oktober- wiese. Standquartier war die Großjugendherberge in München.
Im Anschluß an den Besuch Münchens unternahm die Oberprima A, deren Klassensparkasse wohlgefüllt war, unter Führung ihres Klassenlehrers Herrn Dr. Gebhard vom 26. September bis 1. Oktober eine Alpenfahrt nach Berchtesgaden und Salzburg. Standquartier war die Jugend- herberge von Brandner-Seimler bei Berchtesgaden. Die Heimfahrt am 1. und 2. Oktober gab Gelegenheit zu einer Fahrtunterbrechung in Nürnberg mit einem Gang durch die Stadt und einem kurzen Besuch des Germanischen Museums,
Die Kosten für den Besuch Münchens waren für jeden Schüler auf 36 Mark berechnet. Die Kosten für die Gesamtfahrt nach München und Berchtesgaden betrugen im Durchschnitt für jeden Schüler 70 Mark.
An einem Elternabend am 90. Dezember wurden vor Eltern und Schülern folgende Lichtbilder- vorträge der Oberprimaner über ihre Fahrt nach München, Berchtesgaden und Salzburg ge- halten: Reimold: Fahrt nach München und erste Eindrücke vom Deutschen Museum. Reichold: München als Verkehrs- und Fremdenstadt. Metzler: Ein Gang durch das Deutsche Museum. Schweikart: Die Modelle des Deutschen Museums zur neuzeitlichen Eisengewinnung. Bauer: Von der Postkutsche zur Schnellzugslokomotive, nach Eindrücken aus dem Münchener Museum, Franz: Das Musikzimmer des Deutschen Museums. Wüst: Ein Nachmittag in Nymphenburg. Heil: Vom Münchener Leben und Treiben, wie wir es sahen. Erler: Von München nach Berchtes- gaden, Sauer: Ein Tag auf dem Königsee und unser Abendgang zum Kälberstein. Hinauf zur Kneifelspitze. Reimold: Ein Tag in Salzburg. Mootz: Die Feste Hohensalzburg. Tomczak: Unsere beiden Standquartiere, die Jugendherbergen in München und Berchtesgaden. Böttcher: Ein Gang durch Nürnberg.
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