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Geschichte(128t.)
Die Ursachen des Weltkrieges mit gelegentlicher Benutzung der deutschen Aktenpublikation.
Kunstbetrachtung(OI und UI je 1 St.)
0 I. Betrachtung von ausgewählten Kunstwerken aus allen Perioden.
UI. Betrachtung von Kunstwerken aus Altertum und Mittelalter, mit besonderer Betonung des Unterschieds zwischen Klassischem und Nichtklassischem. In beiden Klassen gelegentlich Besuch von künstlerich wertvollen Bauwerken in und um Frankfurt.
Unterstützt wurde der Unterricht durch Veranstaltung wechselnder Ausstellungen in einem besonderen Raum des Schulgebäudes. Gezeigt wurden insbesondere Photographien ägyp- tischer und islamitischer Kunst, neuere Graphik(Originale). Zur Zeit der Dürerfeiern wurde ein fast lückenloser Uberblick über das graphische Werk Dürers in Reproduktionen der Reichs- druckerei sowie Nachbildungen der Handzeichnungen(Albertina-Drucke) gegeben.
Die Ausstellungen waren auch den Schülern der anderen Klassen zugänglich.
Chemie und Biologie(OI und UI je 28Std.)
0 I. Chemie: Die wichtigsten organischen Elemente und Verbindungen mit Schülerübungen. Besuch der Gasanstalt. Biologie: Vererbungs- und Abstammungslehre.
UI. Die wichtigsten anorganischen Elemente und Verbindungen mit Schülerübungen. Besuch von Fabrikanlagen.
H. Studientage.
Die seit 1906 bestehenden, in der Nachkriegszeit abgekommenen Studientage wurden von Ostern 1926 an wieder eingeführt. Ihre Zahl wurde entsprechend der Zahl der Wandertage auf 9 festgesetzt. Ich drucke die bei der Einführung aufgestellte Ordnung dieser Studientage mit einigen Veränderungen hierunter ab:
1. Den Schülern der Prima wird gestattet, sich an 9 Vormittagen im Klassenzimmer mit einer Arbeit zu beschäftigen, deren Gegenstand von einem Lehrer ihnen vorgeschlagen oder von ihm genehmigt ist..
2. Nur bei schwierigerer fremdsprachlicher Lektüre wird die Präparation eines bestimmten Abschnittes genügen; sonst ist tunlichst danach zu streben, daß die Arbeit nicht nur rezeptiver, sondern auch produktiver Art und ihr Ergebnis mindestens eine einfach gegliederte Stoffsammlung sei.
3. Die Bearbeitung eines Themas kann in mehrere Teilaufgaben zerlegt werden, deren jede Stoff für einen Studientag bietet. Auch die durch die neue Reifeprüfungsordnung eingeführten Jahres- arbeiten können an den Studientagen bearbeitet- werden.
4. Zu Wiederholungen für die Reifeprüfung sollen die Studientage nicht benutzt werden.
5. Wieweit der Lehrer, der die Aufgabe stellt oder genehmigt, ihre Bearbeitung kontrollieren will, bleibt ihm überlassen.
6. Sollte sich einer der Schüler dieser Freiheit unwert zeigen, so würden ihm ohne Rücksicht auf seine Wünsche Schulaufgaben zustellen sein, die wie alle sonstigen Schulaufgaben, kontrolliert würden.
Als Jahresarbeiten im Sinne der Reifeprüfungsordnung wurden folgende Arbeiten anerkannt:
0 Ia. 1. Galewski: Die Dampflokomotive. 2. Rath: Die Abkehr Rumäniens vom Dreibund, dargestellt an der Geschichte der rumänisch-russischen Beziehungen.
0 Ib. 3. Büding: Die Beweggründe der Catilinarier. 4. Palm: Die Stellung der Natur im Aufbau der catullischen Gedichte.


