Jahrgang 
1929
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F. Einrichtungen des künstlerischen und technischen Unterrichts.

I. Musik.

Der Musikunterricht setzte sich als nächstes Ziel die planmäßige Ausbildung des Gehörs und der Stimme. Durch Einführung in die Notenschrift und die musikalischen Zeichen, durch rhythmische Gymnastik, Treffübungen und Musikdiktat, durch Stimm- und Lautbildungsübungen wurde die Fertig- keit erstrebt, einfache Melodien, namentlich auch die Mittel- und Unterstimmen, schön vom Blatt zu singen. Durch Pflege des Volks- und Kunstliedes und Aufführung geeigneter Kompositionen für Orchester sowohl als für mehrstimmigen Chor erfolgte die Einführung in die Werke der anerkannten Meister älterer und neuerer Zeit und damit in die musikalische Kunst überhaupt.

Zwanzig Schüler aus VI und V erlernten in wöchentlich einer Stunde die Anfangsgründe des Lautenspiels.

II. Zeichnen.

Der Zeichenunterricht bestand als freiwilliger Unterricht in Iund II; in den übrigen Klassen war er Pflichtunterricht. Hauptziel des Zeichnens ist das Freimachen und Bilden der schöpferischen Anlagen unter Verwendung aller in der Schule möglichen Ausdrucksmittel für das bildhafte Gestalten. Anregungen, die sich durch Zusammenarbeit mit anderen Unterrichtsfächern ergeben, werden in weit- gehendem Maße verarbeitet. Diejenigen Schüler, welche später eine Technische Hochschule besuchen wollen, wurden in das Linearzeichnen eingeführt.

III. Turnen und Turnspiele.

Es bestanden 11 Turn-Abteilungen; zur kleinsten von diesen Abteilungen gehörten 24, zur größten 47 Schüler; ferner 9 Spielabteilungen, bei denen die kleinste sich aus 31 Schülern, die größte aus 57 Schülern zusammensetzte.

Für das Turnen im Freien wurde der Schulhof der Anstalt, für das Turnen im geschlossenen Raum die auf dem Schulhofe gelegene Turnhalle benutzt, die zur Anstalt gehört und uneingeschränkt von ihr benutzt werden kann.

Die Spiele, die hauptsächlich betrieben wurden, waren: Völkerball, Handball und Schlagball, sowie unsere deutschen Lauf- und Fangspiele.

Die Schüler der Quarta hatten im Sommerhalbjahr kein Spielen. Sie wurden statt dessen in zwei aufeinander folgenden Schulstunden von Herrn Turnlehrer Jansen in das städtische Schwimm- bad geführt und dort von ihm im Schwimmen unterwiesen.

289 Schüler waren Freischwimmer= 78% von der Gesamtzahl der Schüler; 37 erlernten das Schwimmen im Berichtsjahre. Den für die Frankfurter Schüler eingeführten Schwimmerpaß erwarben 204 Schüler, d. h. 55%. Hiervon wurden Freischwimmer(15 Minuten) 204; Frei- und Fahrten- schwimmer(45 Minuten) 74. Das Jugendsportabzeichen erwarben 5 Schüler.

G. Wahlfreie Arbeitsgemeinschaften.

Philosophie.(1 St.)

Wesen und Aufgabe der Philosophie. Grundlehren der Erkenntnistheorie. Simmel, Die Pro- bleme der Gegenwart. Geschichtsphilosophie. Brandenburg, Die materialistische Geschichtsauffassung.

Lateinisch(28t.). Proben aus dem Schrifttum bis Plinius. Seneca, Octavia und Apocolocyntosis.

Französisch( 1 St.). Stücke aus Voltaire und Rousseau. Goncourt, Histoire de la société française pendant la révolution.(Velh. u. Kl.) A. France, l'étui de nacre(Originalausg.).

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