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3. 1901. 5. April. Der Oberlehrer Presber wird vom 1. Oktober ab von der Klingerschule an das Goethe- Gymnasium versetzt..
4. 1901. 1. Mai. Die Ernennung des Oberlehrers Dr. Liermann zum Direktor der Wöhlerschule wird mitgeteilt.
5. 1901. 23. Oktober. Mit dem Programm erscheinen wissenschaftliche Abhandlungen künftig hin nur in jedem dritten Jahre.
6. 1901. 22. November. Mitteilung eines Magistratsbeschlusses vom 15. November:„Es werden für das Goethe- Gymnasium vom 1. April 1902 ab zwei neue Oberlehrerstellen geschaffen“.
7. 1901. 30. Dezember. Mitteilung eines Schreibens an den Vorstand der israelitischen Gemeinde: Die städtische Schulbehörde erklärt sich bereit, vom Schuljahr 1902 ab die Kosten der Erteilung fakultativen jüdischen Religions-Unterrichtes am Goethe-Gymnasium auf den Schuletat zu übernehmen.
8. 1902. 6. Januar. Der Oberlehrer am Goethe-Gymnasium Dr. Oskar Winneberger ist durch Magistrats- beschluß vom 27. September v. J. vom 1. April 1902 ab zum Direktor der Adlerflychtschule erwählt und als solcher durch Allerhöchsten Erlaß vom 12. Dezember v. J. bestätigt worden.
9. 1902. 15. Januar. Der bisherige wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Wilhelm Vilmar ist durch Magistrats- beschluß vom 31. Dezember zum Oberlehrer am Goethe-Gymnasium ernannt und am 9. Januar vom Königlichen Provinzial-Schulkollegium bestätigt worden.
10. 1902. 30. Januar. Der Oberlehrer am König Albert-Gymnasium in Leipzig Dr. Max Friedr. Mann ist durch Magistratsbeschluß vom 7. Januar zum Oberlehrer am Goethe-Gymnasium ernannt und am 25. Januar vom Königlichen Provinzial-Schulkollegium bestätigt worden.
Der Generalstabsarzt der Armee teilt unter dem 31. Oktober 1901 die neuen Bestimmungen über die Aufnahme von Studierenden in die Kaiser-Wilhelms-Akademi e für das militärische Bildungswesen in Berlin mit.
III. Chronik.
l. Lehrerkollegium.
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres traten die Herren Dr. Pappritz, Dr. Hahn und Dr. Drüner, die wir bereits im letztjährigen Programm als zukünftige Kollegen begrüßt haben, ihr Amt als Oberlehrer an; sie berichten über ihren Lebensgang Folgendes:
„Richard Pappritz, evangelischen Bekenntnisses, ist am 17. August 1867 auf dem Rittergute Radach in der Neumark als Sohn des Ritterschaftsrates Richard Pappritz geboren. Er besuchte das Gymnasium in Weimar, sowie das Kgl. Friedrich-Wilhelmsgymnasium in Berlin. Nach Erlangung des Zeugnisses der Reife bezog er Ostern 1887 die Universität Freiburg im Breisgau, um klassische Philologie und Geschichte zu studieren. In Berlin setzte er seine Studien fort. Auf Grund der Dissertation„Thurii, seine Entstehung und seine Entwicklung bis zur sicilischen Expedition“, erwarb er im Oktober 1890 in Leipzig den Doktortitel. Nachdem er sein Staats- examen in Berlin bestanden, absolvierte er von Ostern 1892— 94 sein Seminar- und Probejahr an den Gymnasien in Wiesbaden und Marburg. Im Januar 1895 begab er sich zu einem mehrmonatlichen Studienaufenthalt nach Frankreich. Im August 1895 wurde er etatsmäßiger wissenschaftlicher Hülfslehrer an dem Gymnasium in Ebers- walde. Im Herbst 1900 ging er in gleicher Eigenschaft an die Realschule in Groß-Lichterfelde.“
„Carl Hahn, geboren am 27. Oktober 1870 zu Frankfurt a. M., evangelischen Bekenntnisses, erhielt seine erste Schulbildung an der Klingerschule und besuchte hierauf von Herbst 1880 an das städtische Gymnasium seiner Vaterstadt. Nachdem er hier im Herbst 1889 das Reifezeugnis erhalten, studierte er in Berlin und Göttingen klassische Philologie. Im Jahre 1895 erwarb er in Göttingen auf Grund seiner Dissertation„De Dionis Chrysostomi orationibus, quae inscribuntur Diogenes“ die philosophische Doktorwürde. Ebenda legte er 1896 die Prüfung pro facultate docendi ab. Hierauf genügte er seiner Dienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger im Füsilier-


