Jahrgang 
1902
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17 Rechnen: a) Rechnen: Die 4 Grundrechnungsarten mit gemeinen Brüchen, einfache und zusammengesetzte Regeldetri mit direkten und indirekten Verhältnissen. Wiederholung der 4 Grundrechnungsarten mit gemeinen und Dezimalbrüchen. b) Planimetrie: Lehre von den Geraden und Winkeln, Geometrisches Zeichnen. Zusammen 5 St. Schmidt.

Naturbeschreibung: Im Sommer: Beschreibung von Vertretern scharf gekennzeichneter Pflanzenfamilien. Besprechung einzelner physiologischer und biologischer Eigentümlich- keiten derselben, sowie ihrer Beziehungen zu Menschen und Tieren. Bei einzelnen Hinweis auf die Geschichte ihrer Ausbreitung. Gleichzeitig Ubung im Zeichnen einfacher und wichtiger Pflanzenteile. Im Winter: Ergänzung aus dem Reiche der Säugetiere und Überblick über seine hauptsächlichen Ordnungen. Betrachtung der Vögel mit besonderer Berücksichtigung ihres Baues, ihres Lebens und ihrer Erkennungsmerkmale in der Natur und ihrer Beziehungen zum Menschen. Einzelne typische Vertreter der Reptilien. 2 St. Weismantel.

Zeichnen: Die gerade Linie, der rechte Winkel, das Rechteck, Quadrat, gleichseitige Dreieck, Acht-, Sechs- und Fünfeck; gradlinige Verzierungen. Die gebogene Linie an- gewendet in stilisierten Blatt- und Blütenformen. 2 St. Thielmann.

Schreiben: Deutsche, lateinische und griechfsche Schrift. 2 St. Schmicdt.

Sexta. Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Banner.

Religionslehre: a) Evangelische: Bibl. Geschichten des alten Testaments nach dem Lesebuch von Schäfer. Durchnahme und Erlernung der 10 Gebote mit Luthers Auslegung; einfache Worterklärung des 2. und 3. Hauptstücks; Einprägung von 4 Kirchenliedern und einigen Katechismussprüchen. 3 St. Schmidt. b) Katholische: In 2 St. komb. mit V., außerdem 1 St. Unterricht über die hl. Beichte und das hl. Meßopfer. Einige Kirchenlieder. Gebete. Das Kirchenjahr. Zus. 3 St. Raab.

Deutsch: Hopf- und Paulsiek für Sexta, Prosastücke gelesen, erklärt und von den Schülern frei wiedererzählt. Erzählungen aus der vaterländischen Sage und Geschichte. Memorieren von Gedichten nach dem hierfür festgesetzten Kanon. Die Teile sowie die Arten des einfachen Satzes nach den für Sexta bestimmten Paragraphen der deutschen Satzlehre von Prigge, das Wichtigste über die Nebensätze; die Unterscheidung der starken und schwachen Flexion. Wöchentlich eine schriftliche Klassenarbeit, im Winter auch Haus- arbeiten zur Einübung der Satzlehre, orthographische und grammatische Übungen. 5 St. Banner.

Französisch: Banner, französisches Lese- und UÜbungsbuch, erster Kursus bis Stück 37 gelesen, übersetzt und durch grammatische und sachliche Analyse, durch vielfache Um- bildung, durch Vorführung in Form von Dialogen und durch Verwendung des Sprach- schatzes in Frage und Antwort geübt. Die meisten Gedichte und Prosastücke memoriert. Die regelmäßige Formenlehre, insbesondere avoir und étre und das regelmäßige Verbum auf-er durchgenommen. Wöchentlich eine schriftliche Klassenarbeit, Diktate, Über- setzungen diktierter deutscher Sätze und Formen ins Französische, Beantwortung fran- zösisch gestellter Fragen. 6 St. Banner.