Jahrgang 
1894
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Abschluſs der Stereometrie. 4 St. Bopp. Im Winter(1. Kursushälfte): Wiederholungen des Pensums der früheren Klassen an Ubungsaufgaben. Anwendung der Zinseszins- (und Renten-)Rechnung. Gleichungen IV. Grades, die sich auf II. Grad reduzieren lassen, imaginäre und komplexe Grôſsen. Gleichungen II. Grades mit 2 Unbekannten. Vervollständigung der Trigonometrie. Stereometrie. 4 St. Zint.

Physik: Im Sommer(2. Kursushälfte): Mechanik. 2 St. Bopp. Im Winter(1. Kursus- hälfte): Mechanik. 2 St. Zint.

Michaelis-Obersekunda. Klassenlehrer: Professor Dr. Römer.

Religionslehre: a) Eyvangelische: Im Sommer(2. Kursushälfte): Erklärung der Apostelgeschichte(Kap. 13 28) mit Lesung von entsprechenden Abschnitten aus Pauli Episteln. Gelegentliche Wiederholung gelernter Sprüche und Lieder. Im Winter (1. Kursushälfte): Einteilung und Gliederung der Apostelgeschichte. Gründung und Geschichte der christlichen Kirche im Anschluſs an die Lektüre von Apostelgeschichte 1 16. Paulus und seine Gefährten nach entsprechenden epistolischen Abschnitten. Wiederholungen. 2 St. Hauschild.) Katholische: mit Ol,

Deutsch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Goethes Egmont; das Nibelungenlied im mittel- hochdeutschen Text. Das Volksepos und die groſsen germanischen Sagenkreise. Das Wichtigste aus der mittelhochdeutschen Laut- und Flexionslehre. Vorträge der Schüler. 3 St. Ziehen. Im Winter(2. Kursushälfte): Schillers Wallenstein-Triologie. Regel- mäſsiges Auswendiglernen von Dichterstellen; freie Vorträge der Schüler über selbst- gewählte Themate. 3 St. Bölte.

Aufsätze: Im Sommer(2. Kursushälfte): 5. a) Die Entstehung des römischen Weltreiches.

b) Die Entwicklung der römischen Verfassung(bis auf Augustus). 6. Das Verhalten Mortimers und Lesters

in ‚Maria Stuart(Klassenaufsatz). 7. Die Jugendjahre Schillers bis zur Flucht aus Stuttgart. 8. Mark-

graf Rüdeger von Bechlarn. Ziehen. Im Winter(1. Kursushälfte): 1. Nachweis der Handlung in Wallen-

sSteins Lager. 2. Wie entsteht in Griechenland der Gedanke eines Angriffskrieges gegen Persien, und wie entwickelt er sich? 3. Noch unbestimmt. Bölte.

Lateinisch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Lektüre: Sallust, Catilina; Cic. oratio in Cat. III; Horaz, Oden I mit Auswahl. Unvorbereitetes UÜbersetzen wurde geübt, einzelne Oden gelernt. 5 St. Grammatische Wiederholungen. Alle vierzehn Tage eine schrift- liche Ubersetzung ins Lateinische, zuweilen eine UÜbersetzung ins Deutsche als Klassen- arbeit. 1 St. Im Winter(2. Kursushälfte): Lektüre: Cic. pro Mil., Vergil Aen. II, III u. IV mit Auswahl. Unvorbereitetes Übersetzen wurde häufig geübt; Stellen aus Vergil wurden auswendig gelernt. Gelegentlich wurden aus dem Gelesenen stilistische Regeln und synonymische Unterscheidungen abgeleitet. 5 St. Grammatik: Wieder- holungen in Anschlufs an Gelesenes. Alle 14 Tage eine schriftliche Ubersetzung ins Lateinische, abwechselnd als Klassen- und Hausarbeit, daneben alle 6 Wochen eine Ubersetzung ins Deutsche als Klassenarbeit. 1 St. Römer.

Griechisch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Herodot VII, 1148 mit Auswahl; Hom. Odyss. Buch XIV, XV, XVIIIXXIII, 284. 5 St. Schriftliche Ubungen im UÜber- setzen aus dem Griechischen alle 4 Wochen als Klassenarbeit. Abschluſs der Gram- matik. 1 St. Im Winter(2. Kursushälfte): Lektüre: Xen. Hell. III und IV mit Aus-