Jahrgang 
1894
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11 schnitten. Wiederholungen des Pensums der früheren Klassen an UÜbungsaufgaben. 4 St. Zint. Im Winter(I. Kursushälfte): Wiederholungen des Pensums der früheren Klassen an Ubungsaufgaben. Anwendung des binomischen Lehrsatzes auf Maxima und Minima, auf numerische Gleichungen u. s. W. Einführung in den Koordinaten- begriff und die Grundlehre von den Kegelschnitten. Einiges aus der sphärischen Tri- gonometrie. 4 St. Bopp.

Aufgaben für die Entlassungsprüfung, Michaelis 1893: 1. Jemand erhält bei seiner Geburt ein Patengeschenk von 3600 M., welches zu 4 pCt. auf Zinseszins angelegt wird. Als er 20 Jahre alt ist, geht er zur Universität und studiert 4 Jahre. Er entnimmt von seinem Kapital am Anfang eines jeden Studienjahres 1500 M. Wie viel bleibt ihm nach vollendeter akademischer Zeit übrig? 2. Es ist die Parabel y*= 5 x, sowie die Gerade p= 0,9 x+ 8,1 zu zeichnen. Sodann sind die Koordinaten des Berüh- rungspunktes einer zur gegebenen Geraden parallelen Parabeltangente zu berechnen und die Gleichung der Tangente aufzustellen, sowie die Tangente zu konstruieren. 3. Eine Leuchtkugel wird unter einem Eleva- tionswinkel von 80° auf hoher See abgeschossen. Sie ist wegen der Krümmung der Erde nur 150. Seemeilen weit sichtbar. Wie hoch ist die Leuchtkugel gestiegen, wenn g= 9,81m, der Radius der Erde= 6370 km und eine Seecmeile 1855 m gerechnet wird? Wie groß ist ferner die Anfangsgeschwindigkeit der Leuchtkugel? 4. Die Kante eines regelmäſiigen Dodekaeders ist a= 14,5 cm. Wie groß ist das Volumen eines regel- mäßigen Tetraeders, das mit dem Dodekaeder gleiche Oberfläche hat? Wie groß ist ferner die Grundkante einer regelmäßigen quadratischen Pyramide, deren Höhe gleich dem Durchmesser des um ihre Grundfläche beschriebenen Kreises ist und deren Volumen dem des Tetraeders gleichkommt?

Physik: Im Sommer(2. Kursushälfte): Optik. Einiges aus der Astronomie. Wieder- holungen aus dem ganzen Gebiete. 2 St. Zint. Im Winter(1. Kursushälfte): Optik.

2 St. Bopp.

Michaelis-Unterprima. Klassenlehrer: Professor Gillhausen.

Religionslehre: 2) Eyvangelische: Im Sommer(2. Kursushälfte): Geschichte der Kirche bis zur Reformation. Lektüre und Erklärung ausgewählter Stücke aus dem Johannesevangelium. Im Winter(I. Kursushälfte): Das apostolische Zeitalter. Das Judenchristentum. Pauli Auffassung von Person und Werk Christi. Im Anschluſs hieran Lektüre der Briefe an die Galater, Korinther, Epheser, Kolosser, Philipper und des Jakobusbriefes. 2 St. Hauschild. 5) Katholische: mit O.

Deutsch: Im Sommer(2. Kursushalfte): Lessings Minna von Barnhelm, Emilia Galotti, Laokoon Abschn. I-XXIV. SchillersGlocke undSpaziergang wurden wieder- holt und memoriert. Privatlektüre(mit nachfolgender Besprechung in der Klasse): ausgewählte Dramen von Grillparzer, insbes. Sappho, das goldene Vlieſs, der Traum ein Leben, des Meeres und der Liebe Wellen. Freie Vorträge. 3 St. Wulff. Im Winter(1. Kursushälfte): Schillers Braut von Messina, ausgewählte Lieder Walthers von der Vogelweide im Urtext(Göschensche Schulausgabe), Lessings Emilia Galotti; Uhlands Ernst von Schwaben und Ludwig der Bayer als Privatlektüre. Vorträge der Schüler über selbstgewählte Themata. Uberblick über die Geschichte der deutschen Litteratur bis 1500. 3 St. Ziehen.

Aufsätze: Im Sommer: 6. Klassenaufsatz: Zur Auswahl: a) Die Vorfabel zu Lessings Minna von Barnhelm. b) Franziska und Werner. c) Was bezweckt die Rolle des Riccaut de la Marlinière in Lessings Minna von Barnhelm? 7. Zur Auswahl: a) Begeisterung ist die Quelle großer Thaten. b) Nicht der ist auf

der Welt verwaist, Dem Vater und Mutter gestorben, Sondern der für Herz und Geist Keine Liebe und 2*