Jahrgang 
1894
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10 Im Winterhalbjahr(1. Kursushälfte): Tacitus, Annalen I cap. 72 bis Ende, II ganz. Aus der Chrestomathie von Opitz und Weinhold: C. Velleius Paterculus II, c. 94 99, 103, 108- 109, 117 119, 127 130. Curtius Rufus, die Stücke aus dem III., IV., V., VIII. und X. Buch zu lateinischen Inhaltsangaben und zu UÜbungen im unvorbereiteten UÜbersetzen. Horaz, Satiren I, 1, 3, 4, 6, 7, 9; II, 1, 2, 6, 8. 5 St. Alle 14 Tage eine Ubersetzung ins Lateinische abwechselnd als Klassen- und als Hausarbeit; grammatische und stilistische Wiederholungen, Inhaltsangaben(s. o.). 1 St. Alle 6 Wochen eine Ubersetzung aus dem Lateinischen ins Deutsche. Deutsche Arbeit: Ist das Bild, das Tacitus in den ersten Büchern der Annalen von Tiberius gibt, zutreffend? Reinhardt.

Griechisch: Im Sommerhalbjahr(2. Kursushälfte): Aristoteles, olcreia iνννaioωz⸗ cap. 1 41. Demosthenes, Phil. I, Olynth. I u. II. Plato Phaedo c. 15 und 63 bis Ende. Homer Ilias XXII und XXIV. Lyriker nach der Anthologie von Stoll: Solon 18, 19, 20. Theognis 1 4, 10 18, 22, 23, 26. Alcäus 2 6. Sappho 1, 2. Theocrit, Id. 11 und 15. Anacreon 14. Anacreontea 118. Homer, Odyssee XVI u. XVIII. 6 St. Reinhardt. Im Winterhalbjahr(1. Kursushälfte): Platon, Kriton und Phädon cap. 1 49, 63 bis Ende. Stoll, Anthologie: Kallinos, Archilochos, Tyrtaios, Mimnermos z. T. und Solon. 4. St. Reinhardt. Homer, Ilias XV v. 590 746, XVI, XVII z. T., XVIII und z. T. als Privat- lektüre XIX. Sophokles: König Odipus z. T. 2 St. Wulff. Alle vier Wochen eine UÜbersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche. Deutsche Arbeit: Darstellung und Be- urteilung des Beweises für die Unsterblichkeit der Seele, den Platon aus dem Gegen- satze von Leben und Tod entwickelt.

Französisch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Schriftliche UÜbungen durch Diktate, UÜbersetzungen aus dem Französischen ins Deutsche und freie Wiedergabe des Gelesenen. Lektüre: Feuillet, le Village(coméd.); Girardin, La joie fait peur(coméd.). Choix de nouvelles. Sprach- und litteraturgeschichtliche Erläuterungen bei Gelegen- heit der Lektüre. Sprechübungen. Im Winter(l. Kursushälfte): Schriftliche Ubungen wie oben. Gelesen: Sandeau, Mue de Seiglière zu Ende; Molière, Les Femmes savantes. Sprechübungen. 2 St. Caumont.

Englisch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Gelesen: Shakespeare, Hamlet zu Ende mit historischen und sprachlichen Erläuterungen. Im Winter(1. Kursushälfte): W. Irving, The Sketch-Book. Jerome, Three men in a boat, angefangen. Sprechübungen und mündliche Wiedergabe des Gelesenen. 2 St. Caumont.

Hebräisch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Wiederholungen und Erweiterungen zu Formen- lehre und Syntax nach Seffer, 9. Aufl. Lektüre sämtlicher Lesestücke. Schriftliche UÜbungen monatlich. Im Winter(1. Kursushälfte): Vertiefung der Grammatik nach Seffer(9. Aufl.). Lektüre von Ruth(3 f.) und Exodus(4 ff.). 2 St. Hauschild.

Geschichte und Erdkunde: Im Sommer(2. Kursushälfte): Europäische Geschichte bis zum Berliner Kongreſs 1878. 3 St. Schwemer. Im Winter(1. Kursushälfte): Die wichtigsten Begebenheiten der Neuzeit von der Reformation bis zu den Befreiungs- kriegen. 3 St. Ziehen.

Mathematik: Im Sommer(2. Kursushälfte): Binomischer Lehrsatz für ganze positive Exponenten. Abschluſs der Stereometrie. Einiges aus der sphärischen Trigonometrie. Reguläre Körper. Der Koordinatenbegriff und einige Grundlehren von den Kegel-