An Erziehungsbeihilfen wurden 4 besonders würdigen Schülern zusammen 600 RM. gewährt.
Die Hilfsbücherei, aus der Lehrmittel an die Schüler leihweise ausgegeben wer- den, wurde erweitert.
Die Schülerkasse wurde weiter von Stud.-Rat Dr. Sinning verwaltet. Ihr wurden Spenden und Ueberschüsse bei Schulveranstaltungen überwiesen..
4. Elternbeirat. Verein Ehemaliger.
Dem Elternbeirat gehören folgende Mitglieder an:
1. Hierr Pfarrer Petermann(Vorsitzender), Rhönstr. 108, Carolus 42 828. 2. Herr Dr. Ernst Weber, Scheffelstr. 17. 3. Herr Bankbeamter Karl Hahn, Wittelsbacher Allee 113. 4. Herr Justizinspektor Oswald Nink, Feststr. 7. 5. Frau Mittelschullehrer Wiebe, Hegel- straße 6.— Ersatzmitglieder sind: Die Herren Eisenbahnoberinspektor Joh. Schreiber, Dr. Karl Gebhardt, Postinspektor Eugen Nies, Geheimrat Univ.-Prof. Dr. Heimberger, Ingeni- eur Kurt Glogner.
Es fanden mehrere Klassenelternabende und Elternbeiratssitzungen statt. Außerdem 2 gutbesuchte Gesamtelternversammlungen. Ueber die erste ist an anderer Stelle berichtet. In der zweiten berichteten Primaner ernst- und scherzhaft über die Studienfahrt der kunst- geschichtlichen Arbeitsgemeinschaft unter Führung von Dr. Braunstein.
Der Verein ehemaliger Kaiser Friedrichs-Gymnasiasten steht seit Anfang 1030 unter Leitung des Herrn Stud.-Rats Dr. Protz(Rhönstr. 35. Carolus 47088). Anmeldungen beim Schriftführer, Herrn Gerichtsreferendar Weyrich, Mainkurstr. 44. Regelmäßiges Treffen: je- den ersten Donnerstag im Monat im Hotel Großmann.
S5. Verschiedenes.
Bauarbeiten usw.: Das Dach erforderte größere Wiederherstellungsarbeiten. In den Osterferien werden die Klosettanlagen in einen neuzeitlichen Zustand gebracht. Der Zei- chensaal erhielt neue, erstklassige Zeichentische.
Geschenkt wurden vom Herrn Minister oder vom P. S. K.: Oncken, Verfassungs- rede; die Verfassungsrede des Preußischen Finanzministers; Spieß, Menschenart und Hel- dentum in lomers Ilias; Brandt, Kunst und Arbeit(2 Stück). Vom Vorstand der israélitischen Gemeinde 3 Bände Lehren des judentums; vom Verein Altfrankfurt 2 Stück der Zeitschrift Altfrankfurt Nr. 1; vom Abiturienten Giefer Remarque, Im Westen nichts Neues; von Herrn Dr. med. A. Weber eine Homerbüste; von Frau Prof. Wolff eine Reihe von Büchern aus der Bücherei ihres verstorbenen Gatten; von der Frankfurter Zeitung 10 Stück des Börsen- und Wirtschaftskalenders; von Herrn Schlossermeister Knöll verschiedene Metallproben für die Schausammlung; von Frau Merkelbach, L. Pink, Verklingende Weisen. Lothringer Volks- lieder. Allen Spendern herzlichen Dank.
6. Aus der Geschichte der Anstalt.
10. 4. Beginn des Schuljahres mit einer Schulgemeinde im Festsaal.
27. 6. In einer Elternversammlung, zu deren erstem Teil auch die Schüler der Ober- stufe eingeladen waren, sprach der bekannte Danteübersetzer und Führer in der deutschen Sportbewegung, Dr. Hans Geisow, über den deutschen Sportgedanken. Wohl allen Zuhörern sind diese von hinreißender Begeisterung getragenen und von ernstem Verantwortungsgefühl erfüllten Ausführungen ans Herz gegangen. Wir danken auch an dieser Stelle Herrn Dr. Geisow für die erzieherisch so fruchtbare Stunde.
19. 8. Verfassungsfeier. Hofmann UI trug das Gedicht von Lersch: An mein Volk, vor. Die Festrede hielt Stud.-Rat Nießner.
Er zeigte, wie schon das Leben in der Familie den Menschen zum Leben in der größeren
Gemeinschaft, dem Staat, erzieht. Im Verkehr mit seinen Eltern und Geschwistern lernt das Kind, seinen Willen dem Willen der Gesamtheit unterzuordnen. Im Gehorsam gegen die Ordnung des Hau-
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