Für Freistellen wurde der gesamte bestimmungsgemäß zur Verfügung stehende Betrag verwendet. Es waren verliehen 22 ganze, 6 halbe Freistellen.
An Erziehungsbeihilfen wurden 5 besonders würdigen Schülern zusammen 720 Mk. gewährt..
Die Hilfsbücherei. aus der Lehrmittel an die Schüler leihweise ausgegeben wer- den, wurde stark erweitert.—
Die Schülerkasse wurde weiter von Stud.-Rat Dr. Sinning verwaltet. Ihr wur- den Spenden und Ueberschüsse bei Schulveranstaltungen überwiesen. Leider ist der schöne Prauh. regelmäſtig bei Schulgeldzahlungen einen kleinen Betrag für die Schülerkasse mit zu überweisen, etwas in Vergessenheit geraten. An alle Eltern, die dazu in der Lage sind, sei erneut die herzliche Bitte gerichtet, bei Zahlung des Schulgeldes etwa 50 Pfg. bis 1 Mk. für unsere Kasse einzuzahlen. Die Beträge werden zum Besten unserer Jugend verwendet.
4. Der Elternbeirat, Verein ehem. Kaiser Friedrichs Gymnasiasten.
Der Elternbeirat war in diesem Jahr bestimmungsgemäß neu zu wählen. Es wurde nur eine Wahlliste, die die bisherigen Mitglieder enthielt, aufgestellt, so daß der alte Eltern- beirat neu gewählt wurde. Folgende Mitglieder gehören ihm an:
1. Herr Pfarrer Petermann(Vorsitzender), Rhönstr. 108, Fernsprecher Carolus 42828. 2. Herr Dr. Ernst Weber. Scheffelstr. 17. 5. Herr Architekt M. Römisch, Linnéstr. 51. 4. Herr Bankbeamter Karl Hahn, Wittelsbacher Allee 115. 5. Herr Justizobersekretär Oswald Nink, Feststr. 7. 6. Frau Mittelschullehrer Wiebe. Hegelstr. 6.
Das Zusammenarbeiten zwischen dem Elternbeirat und der Schule war ein erfreulich einhelliges. Am 18. 5. und 1. 6. fanden die Versammlungen statt, die für die Neuwahl des Elternbeirates erforderlich waren; in ihnen wurden zugleich Schulfragen besprochen. Am 2. 2. fand eine Gesamtelternversammlung, am 8. 2. eine Klassenelternversammlung der IV statt, die sich beide mit der Frage der Wegscheide befaßten. Die überwiegende Mehrzahl der Quartanereltern sprach sich gegen den Besuch der Wegscheide im Jahre 1927 aus. Dafür äufterten die Eltern den Wunsch, es möge ermöglicht werden, daß Klassen der Oberstufe auf kürzere Zeit(1 Woche) ein Landheim besuchen könnten. Die Schule wird im regen Aus- tausch mit der Elternschaft der wichtigen Landheimfrage in den nächsten Jahren besondere Aufmerksamkeit schenken und durch praktische Versuche eine Lösung herbeizuführen suchen, die den Wünschen der Eltern und der Schüler, sowie den Interessen der Erziehung und des Unterrichts möglichst gleichmäßig gerecht wird.
Der Verein cehemaliger Kaiser Friedrichs Gymnasiasten, der die schöne Aufgabe sich gestellt hat, die Schulüberlieferung in der Schülerschaft lebendig zu er- halten, entfaltete unter dem Vorsitz von Herrn Dr. Sittig(Röderbergweg 215) eine lebhafte Tätigkeit. Aufter regelmäßigen Monatssitzungen veranstaltete er eine Reihe von Festlich- keiten, die auch von Lehrern der Anstalt und Schülern der oberen Klassen gern besucht wurden. Als Reinertrag eines im Festsaal der Anstalt veranstalteten Schubertabends über-
wies er der Hilfskasse 100 Mk. Für diese Spende wie überhaupt für seine Arbeit zum Besten der Schule sei ihm auch hier herzlich gedankt.
5. Verschiedenes.
Bauliche Arbeiten. Das Dach der Turnhalle wurde völlig erneuert. Mehrere Klassen wurden neu gestrichen und verputzt. Baubesichtigungen fanden statt durch die Herren Baurat Dr. Becker und Regierungsobersekretär Lacdk vom Preufischen Hochbau- amt Homburg. Zu Beginn des neuen Schuljahrs besichtigte der Verwaltungsdezernent der Anstalt, Herr Oberregierungsrat v. Bamberg eingehend das Schulgebäude, die Einrichtungs- gegenstände und die Sammlungen.
ehr- und Lernmittel. Für das neue Schuljahr wurde beschlossen die Neu- einführung folgender Bücher: 1. für UIII: Gymnasion, Griechisches Unterrichtswerk her- ausgegeben von Weinstock. Verlag Diesterweg, Frankfurt a. M. 2. Für VI—IVH Palaestra Latina, lateinisches Unterrichtswerk, herausgegeben von Hoffmann und Weinst im selben Verlag. 5. Für VI und V: Hermann-Wagner, Schulgesangbuch, Teil I und II. Verläg Vieweg, Berlin-Lichterfelde. 4. Das Ostern neueingeführte mathematische Unterrichtswerk von Lietzmann(Verlag Teubner, Leipzig) wurde klassenweise weiter hinaufgeführt-
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