Jahrgang 
1927
Einzelbild herunterladen

h) Befreiungen vom Religions-, Kunst- und Turnunterricht.

Vom Religions- und Musikunterricht war kein Schüler, vom Zeichenunterricht 1 Schü-

ler wegen Augenleidens befreit. Turnen(Spielen):

In OI: 1(1), UI: 3 G), O II: 0(O), UII: 1(1), O III: 3(4), UIII: 1(1), IV: 1(1), V: 1(0),

VI: 2 g. Gesamtzahl: 13(15).. ie Befreiungen erfolgten bestimmungsgemäft auf Grund schulärztlichen Gutachtens.

In 12 Fällen fand Befreiung vom Spielen wegen weiten Weges, in 6 Fällen wegen gleich- zeitiger Lage des hebräischen Unterrichts statt und in 3 Fällen, weil die Schüler um diese Zeit in einer Schülerriege ruderten.

9) Teilnahme am freiwilligen Unterricht.

Freie Arbeitsgemeinschaften der Oberstufe:

1. Philosophie(1 st.): Sommer 2 Abteilungen: 54; Winter 1 Abtlg.: 23. 2. Deutsch(1 st.): 18; 5. Griechisch(1 st.): 7; 4. Physikalische Uebungen(2 st.): Sommer 18, Winter 16; 5. Musik 1 st.): 19. .ud Unterricht: 3

1. Englisch(2 Abteilungen je 2 st.): Vorgeschrittene: 20(aus O und UD), Anfänger: 16 im Sommer, 10 im Winter aus OII; 2. Hebräisch(2 Abteilungen je 2 st.), Anfänger: Sommer 4, Winter 5. Vorgeschrittene 2; 5. Französische Sprechübungen( Abteilungen je 1 st.): 60 aus U 1 II. 4. Einheitskurzschrift(2 Abteilungen je 1 st.): 30 im Sommer, 20 im Winter aus IV O II.

h) Besondere Einrichtungen für die Schüler.

Schülerselbstverwaltung. Eine Schulgemeinde wurde nicht abgehalten. Die von den Klassen gewählten Vertrauensleute traten häufiger mit ihrem Berater, Studienrat Dr. Herdt, zusammen und brachten Wünsche und Anregungen der Schüler zum Ausdruck. Die Mitarbeit der Primaner bei den Pausenaufsichten bewährte sich durchaus. Auch sonst wurde jede Gelegenheit benutzt, um in der Mitarbeit das Verantwortungsgefühl der Schüler zu pflegen: so bei der Veranstaltung von Festen, bei der Verwaltung der Büchereien und Sammlungen. Hierbei leisteten besonders wertvolle Dienste: Waldeck, Lehmann, Cellarius OI. Lincke, Rhein U I. Wibbing O III.

Auch für das Weihnachtsliebeswerk der Stadt Frankfurt setzten sich die Vertrauens- leute wie die ganze Schülerschaft mit schönem Erfolg ein. Die Klassen VI und O IIIb veran- stalteten auſfterdem eine Weihnachtsbescherung für arme Familien und betätigten so soziale Gesinnung in persönlicher Fürsorge.

Schülervereine. Es besteht eine Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Auslande, die wie in den Vorjahren für ihre schöne Aufgabe mit Erfolg tätig war. Am 14. 3. fand ein Werbevortrag im Festsaal der Anstalt statt.

Der aufgabenfreie Nachmittag, der sportlichen Betätigung der Schüler vor- behalten, war der Mittwoch.

Wandertage: Aufer den regelmäfßiigen Monatswanderungen sind besonders zu erwähnen: 2tägige Wanderfahrten: der Oberprimaner mit dem Direktor und Stud.-Rat Herdt nach Rothenburg, der O IIIb unter Stud.-Rat Nießiner nach dem Vogelsberg, der O IIb mit Stud.-Rat Gurski ins Lahntal. Endlich eine Pfingstfahrt(21. 5.50. 5.) nach München und ins bayrische Hochgebirge. Ueber sie schreibt ein Teilnehmer:10 Schüler aus OIOI be- teiligten sich unter der Führung von Herrn Studienrat Niefiner in den Pfingstferien an einer Wanderfahrt nach München und ins bayrische Hochland. Die ersten 3 Tage waren dem Be- suche Münchens gewidmet. Neben einigen Gemäldegalerien besichtigten wir hier vor allem die reichhaltigen Sammlungen des deutschen Museums. Am 24. 5. besuchten wir die wild- romantische Partnach-Klamm bei Garmisch-Partenkirchen. Am nächsten Tag begann die eigentliche Wanderung, die am Eibsee vorbei über Ehrwald und den Fernpaß nach Inns- bruck führte. Mit Hilfe der Eisenbahn dehnten wir dann unsere Wanderfahrt bis nach Berchtesgaden und Salzburg aus. Uebernachtet wurde in Jugendherbergen, zweimal in Gasthäusern. Trotz des gering bemessenen Gesamtpreises(65 8) gestaltete sich die Fahrt für jeden zu einem wertvollen Erlebnis, das auch vom Wetter sichtlich begünstigt war; nur ein verregneter Ausflug nach dem Königsee machte hier eine Ausnahme.

15