Jahrgang 
1925
Einzelbild herunterladen

24

5. Der Elternbeirat.

Die gemäß derWahlordnung für die Elternbeiräte notwendig gewordene Neuwahl des Eltern⸗ beirats fand am 29. Juni 1924 ſtatt. Es wurde nur ein Wahlvorſchlag eingereicht, ſodaß ſich ein weiteres Wahlverfahren erübrigte. Nach Ausſcheiden zweier Herren, deren Söhne die Anſtalt verließen, ſetzt ſich nunmehr der Elternbeirat aus folgenden Mitgliedern zuſammen:

1. Herr Dr. med. Ernſt Weber

2. Herr Architekt M. Römiſch

3. Frau Lehrer Wiebe

4. Herr Pfarrer Petermann(Vorſitzender), Günthersburg⸗Allee 29, Fernſpr. Hanſa 3759

5. Herr Bankbeamter Karl Hahn

6. Herr Inuſtizoberſekretär Nink.

In den der Neuwahl ſatzungsgemäß vorangehenden beiden Elternverſammlungen am 2. und 158. Juni 1924 wurde abgeſehen von den Wahlbeſprechungen auch rege über viele den Schulbetrieb an⸗ gehende Fragen verhandelt.

Am 25. September 1924 fand die erſte Sitzung des neugewählten Elternbeirates mit einem Teile des Lehrerkollegiums ſtatt.

Weder beim Vorſitzenden des Elternbeirates noch beim Berichterſtatter iſt ſeitens der Elternſchaft der Wunſch nach Vermehrung der Elternverſammlungen geäußert worden, deren geringer Beſuch übrigens auch nicht dazu ermutigen konnte.

Zum Vertreter des Lehrerkollegiums bei demVerbande der Elternbeiräte an den höheren Schulen wurde Studienrat Bierſchenck gewählt.

Schenkungen.

Ueber die Opfertätigkeit ſeitens der Elternſchaft iſt ſchon unter 4i(Schülerkaſſe) berichtet worden. Die Lehrmittelſammlungen, beſonders die erdkundliche, erfuhren durch ſie die lange erwünſchte Vermeh⸗ rung. Die Schule verfügt nunmehr auch über einen Projektionsapparat, auch der hierzu gehörige Projek⸗ tionsſchirm konnte beſchafft werden und ein Amperemeter. Für das Orcheſter wurden eine Trompete und Noten geſtiftet. Frühere Schüler ſandten ihre Veröffentlichungen ein. Jede einzelne Schenkung unter Nennung des Gebers aufzuzählen, verbietet die Gefahr, einen auszulaſſen und dadurch zu kränken. Allen Stiftern gebührt der Dank der Schule in hohem Maße.

6. Verſchiedenes. 6 a) Gebäude, Schulhof und Schulräume.

Die Wiederkehr geregelter Geldverhältniſſe ermöglichte eine einwandfreie Inſtandhaltung des Schul⸗ gebäudes. Am Dache des Hauptgebäudes waren größere Ausbeſſerungen notwendig.

In geſundheitlicher Beziehung wurde das Mögliche getan. Zweimal in der Woche wurde das geſamte Schulgebäude gründlichſt gereinigt. An trockenen Sommertagen wurde der mit alten Platanen be⸗ ſtandene Schulhof ausgiebig geſprengt. Abſeits von der Straße gelegen, bot er den Schülern einen vorbildlichen Platz für die Erholung.

Zum Schutze der berühmten Wandgemälde von Steinhauſen, die andauernd von Fremden und

anderen Schulen beſucht wurden, wurden im Feſtſaale die ſchadhaft gewordenen Fenſtervorhänge er⸗ neuert.*&, Die durch den Krieg unterbrochene völlige Ausſtattung des Schulgebäudes mit elektriſchem Licht iſt nunmehr in Angriff genommen worden und geht ihrerVollendung entgegen. Der Feſtſaal und ſeine Zugänge werden in Kürze mit den feuerpolizeilich vorgeſchriebenen Lampen und Ausgangsbe⸗ zeichnungen verſehen werden.

Die vom Verein ehemaliger Kaiſer⸗Friedrichs⸗Gymnaſiaſten geſtiftete und im Jahre 1921 einge⸗ weihte Gedenktafel für die gefallenen ehemaligen Lehrer und Schüler der Anſtalt bildete den Wallfahrts⸗ ort vieler Leidtragenden, die auf dem Sockel des Denkmals an den Gedenktagen ihrer teuren Toten