Jahrgang 
1925
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in 46 Sek. gewonnen, einer Zeit, die ſeit Ende des Krieges von keiner Frankfurter Schule erreicht worden iſt.

Für die Mittel⸗ und Unterſtufe war ein Dreikampf vorgeſehen, in dem die Mittelſtufe den 9. und die Unterſtufe den 8. Preis erhielt.

Bei den Staffelläufen erhielt die Mittelſtufe bei der 10 mal 10 Meter⸗Staffel den 4. Preis.

Kämpfe mit dem Kaiſer⸗Wilhelms⸗Gymnaſium.

Zur Pflege der körperlichen Uebungen und zum Zeichen der engeren Zuſammengehörigkeit der bei⸗ den ſtaatlichen Gymnaſien in Frankfurt a. M. ſtiftete im Jahre 1920 das K.⸗W.⸗G. für Schlagball⸗ Wettſpiele und im Jahre 1921 das K.⸗F.⸗G. für Fauſtball⸗Wettſpiele je einen Wanderpreis. Um dieſe preiſe ſoll neunmal gekämpft werden; ſie gehen in den Beſitz derjenigen Anſtalt über, die am häufigſten geſiegt hat. Jedoch ſollen ſie auch durch 4 hintereinander von einer Anſtalt errungene Siege endgültig in den Beſitz dieſer Anſtalt gelangen.

Bis jetzt wurde der vom K.⸗W.⸗G. geſtiftete Preis vom K.⸗F.⸗G. viermal, vom K.⸗W.⸗G. ein⸗ mal gewonnen, während der vom K.⸗F.⸗G. geſtiftete im Jahre 1921 vom K.⸗F.⸗G., 1922 vom K.⸗W. G., 1923 vom K.⸗F.⸗G. und 1924 vom K.⸗W.⸗G. gewonnen wurde.

Der Preis für Schlagball⸗Wettſpiele fiel im Berichtsjahre dem K.⸗F.⸗G. zu. Außer den beiden Spielen kamen in dieſem Jahre noch Staffelläufe auf der Ober-, Mittel⸗ und Unterſtufe zum Austrag.

Schwimmen.

Bei dem am 31. Auguſt 1924 veranſtaltetenGauoffenen Schwimmfeſt des Schwimmvereins Möwe⸗Darmſtadt errang der Schüler Wilhelm Frank(IV) im Knaben⸗Rückenſchwimmen den 1. Preis, bei dem des Wetzlarer Schwimmvereins am 28. September 1924 im Knaben Bruſtſchwimmen den 2. Preis und bei dem der Schwimmabteilung des Wetzlarer Fußballklubs am 26. Oktober 1924 im Knaben⸗ Bruſtſchwimmen den 1. Preis.

Wegſcheide.

In der Zeit vom 19. Juli bis 4. Auguſt 1924 waren 12 Schüler verſchiedener Klaſſen der Anſtalt, mit 7 Knaben der Eſchersheimer Oberrealſchule und je 1 Knaben der Adlerflychtſchule und Han⸗ delsſchule(zuſ. 21) zu einer Feriengruppe(K. F. G.) vereinigt, unter Führung des Oberſchullehrers Döpfer auf der Wegſcheide, um in glücklicher Sorgloſigkeit Stärke und Kräftigung ihrer Ge⸗ ſundheit zu erlangen. Es war eine Freude, zu ſehen, wie die frohe Knabenſchar in dem idyllliſchen Speſ⸗ ſartdörfchen ſich wohl und heimiſch fühlte. Frohſinn, Luſt und Heiterkeit waren ſtets bei ihr zuhauſe. Mit munteren Marſchliedern zog die Abteilung in die kühlen Bergwälder, um an dieſem ewigen Geſund⸗ brunnen der Natur zu erſtarken und neue Kräfte für das Großſtadtleben zu ſammeln. Es wurden mehrfach Spiele veranſtaltet, Wanderungen unternommen und Sonnen⸗-, Luft⸗ und Waſſerbäder in An⸗ wendung gebracht. Als eine beſondere Auszeichnung wurde es angeſehen, daß die Gruppe alsSchupo im Dienſte derWegſcheide⸗Polizeiverwaltung vielfach Verwendung finden durfte. Allen ge⸗ fiel es ſo gut, daß ſie gerne noch weitere 14 Tage imKinderdorf zugebracht hätten. Jedenfalls wird die Zeit des Glücks und der Wonne allen Teilnehmern unvergeßlich bleiben!(Döpfer).

Vom 15. Auguſt bis zum 11. September weilte die Unntertertia unter Führung ihres Klaſſenleiters, des Studienrats Dr. Huth, auf der Wegſcheide. In den erſten zwei Wochen war als zweiter Führer Oberſchullehrer Döpfer tätig. Nur ein Schüler hatte ſich ausge⸗ ſchloſſen, der am Unterricht der O III teilnahm. Das Regenwetter, das dieGruppe 5 von Anfang an begleitete, ſollte Z volle Wochen anhalten. Die Stimmung der Schüler und ihrer Führer blieb trotz alledem glänzend. Es galt, die Schüler ſtändig zu beſchäftigen. Griechiſch und Lateiniſch, auch Unterricht in Algebra und Singen bildeten den wiſſenſchaftlichen Teil. Der Werkunterricht wurde in Praxis häufig angewandt. Dank der Ernennung des Führers zum Polizeichef des Lagers wurde ihm und der Klaſſe ein weites Arbeitsfeld geſchaffen. Kanäle wurden gereinigt und verbeſſert, Ausbeſſe⸗ rungen an den Heimen ausgeführt, kurzum in jeder Weiſe alles getan, um das Lager inſtand zu halten. Auch der Sport kam zu ſeinem Recht. Schlagballwettkämpfe, Stafettenläufe, Reigentänze fanden ſtatt. An ſchönen Tagen wurde gewandert, auch ein Theaterſtück am 7. 9. 24 zur Aufführung gebracht. Der Innendienſt im Heim zwang manchen, ungewohnte Arbeit zu verrichten. Am 6. 9. beehrte uns Herr