Lehrer.
Schülerprämien.
Zeugnisse.
Veranstaltungen und Wohlfahrts- bestrebungen.
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der Schule bedeuten, wenn diese sich in der Lage sähe, die Bestimmungen des Ortsstatuts und der Schulordnung zur Geltung zu bringen, ohne fortwährend die Hülfe der Polizei in Anspruch nehmen zu müssen.
Der Unterricht liegt in den Händen von Berufs- und Fach- lehrern. Das Fachzeichnen wird fast ausschließlich von Fachmännern erteilt. Im nächsten Schuljahr soll in einzelnen Klassen der Versuch gemacht werden, einem Fachmanne den gesamten Unterricht einer Klasse (Oberklasse) zu übertragen. Zur Ausbildung von Lehrern an unseren Schulen wurden im Winter-Semester wieder 3 Kurse abgehalten: je ein Kursus in der eiufachen und doppelten Buchführung und ein Kursus im Werkzeichnen. Letzterer hatte nicht den Zweck, die Lehrer im Fach- zeichnen auszubilden. sondern sie zu befähigen, eine Werkzeichnung richtig zu lesen und den Unterricht in der Kalkulation auf Grund der Werkzeichnung fachgemäß zu erteilen. Es beteiligten sich an dem Kursus in der einfachen Buchführung 36, an dem in der doppelten Buchführung 20 Lehrer und Lehrerinnen und an dem Kursus im Werkzeichnen 20 Lehrer.
An Prämien für fleißige und würdige Schüler wurden aus den Mittelm des Etats 1200 M. verausgabt. Die Prämien bestanden in passen- den Büchern, Reproduktionen von Bildwerken, Künstler-Steinzeichnungen mit Rahmen, Reißzeugen und dergleichen. Jede Prämie war mit einer entsprechenden Widmung versehen. Die Prämiierung fand bei der Zeugnisverteilung in den einzelnen Klassen statt.
Es wurden wiederum Halbjahrszeugnisse ausgestellt, die ein Urteil über Betragen, Fleiß, Aufmerksamkeit, Schulbesuch und Leistungen in den einzelnen Unterrichtsgegenständen enthalten. Sie werden mit der Unterschrift des Arbeitgebers und der Eltern beim Schulanfange vorgezeigt.
Mit mehreren Klassen wurden an verschiedenen Sonntagen Ausflüge in die Umgegend unternommen. An Werktagen fanden im Anschluß an den theoretischen Unterricht Besichtigungen unter Führung der Lehrer in Werkstätten, Fabriken und anderen gewerblichen Einrichtungen statt- Auch Museen und Ausstellungen wurden klassenweise besucht.
Den 100 jährigen Todestag unseres großen Dichters Schiller konnten wir leider nicht durch eine gemeinsame Feier begehen, weil wir keinen pestraum besitzen; wir mußten uns darauf beschränken, in den einzelnen Klassen die letzte Deutschstunde vor dem Gedenktage zu einer Gedächtnis- feier für den Geisteshelden Schiller zu gestalten. Lehrer und eine Anzahl Schüler beteiligten sich auch an der Gedächtnisfeier vor dem Schiller- denkmal. Das Sedanfest, der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und die Silberhochzeit Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin wurden in den einzelnen Klassen durch Ansprachen der Lehrer und Deklamationen gefeiert.


