2 keit gestellten Ansprüchen und mit Rücksicht auf die Schwierigkeit der von ihnen zu lösenden Aufgaben eine Vergütung erhalten, die im all- gemeinen höher bemessen ist, als diejenige, die hiesigen Lehrern für Überstunden zugebilligt wird.
Wir können uns dahin zusammenfassen: weil den fachgewerblich organisierten Fortbildungsschulen mehrere eigene Gebäude und damit günstige Unterrichtszeiten und geeignete Lehrkräfte zur Verfügung ge- stellt werden konnten, war eine für die günstige Entwickelung der Schulen geeignete Basis geschaffen. Daher konnte dann auch in der abgelaufenen 3 jährigen Periode manch erfreuliches Moment in die Er- scheinung treten. Es soll nur auf das eine hingewiesen werden, daß man beginnt, mehr und mehr dem Besuch der Fortbildungsschulen Wert, beizulegen. Die Lehrherren interessieren sich für die Organisation und den Lehrplan der Schulen; sie beachten die Zeugnisse und erkundigen sich zudem in den Schulen nach den Fortschritten ihrer Lehrlinge. Mit einem Wort: man kommt den Bestrebungen der Schule nach Fühlung- nahme mit der Praxis mehr und mehr entgegen. Damit soll keineswegs gesagt sein, daß alles in schönster Ordnung würe. Nicht von allen Lehrherren kann man behaupten, daß sie der Schule ein freundliches Entgegenkommen erzeigten, nein, es gibt auch heute noch solche, die nach wie vor zu den offenen oder versteckten Feinden der Schule zählen- In ihrem Verhalten zeigt sich ein offenbarer Widerspruch. Während auf der einen Seite immer gesagt wird, daß es sich gar nicht mehr lohne, einen Lehrling zu halten, da dieser dem Prinzipal weit mehr koste, als er ihm Nutzen bringe, scheint man auf der anderen Seite den Lehrling für eine wichtige Person zu halten, die im Geschäft durchaus nicht— auch nicht für wenige Stunden in der Woche— entbehrt werden kann; muß nun der Lehrling zur Schule, so soll dem Geschäft daraus ein unerträglicher Verlust erwachsen. Doch nimmt die Zahl der Gegner erfreulicherweise immer mehr ab, während die Zahl der Freunde in der Zunahme begriffen ist. Wie schon erwühnt, wird es überall so sein: der Fortbildungsschulgedanke muß sich erst durchkämpfen und freie Bahn schaffen gegen Unkenntnis, Egoismus und Vorurteil mancher Lehrprinzipale. Die erfreuliche, fortschreitende Entwickelung unserer Fortbildungsschulen während der abgelaufenen 3jährigen Periode er- mutigt uns zu einem hoffnungsvollen Ausblick für die weitere Ausgestaltung.
Das neue Schuljahr begann am 2. April. Der neu aufgerückte Jahrgang erhielt die Bezeichnung O. Es ist die Regel, daß die Schüler dem höheren Jahrgang überwiesen werden; das Sitzenbleiben ist so gut wie ausgeschlossen. Jedes Schuljahr bringt neuen Stoff aus dem Erwerbsleben; der Schüler würde somit in seiner Ausbildung geschädigt
Versetzung der Schüler.


