2. Staffellauf der Deutschen Sportbehörde„Um die Anlagen“ am 2. September 1928. Ergebnisse: Oberstufe 10% 100 m I. Sieg in 1:58; Unterstufe I. Sieg.
3. Bei den Wettkämpfen der Frankfurter Mädchenschulen am 5. September 1928 errangen die Mädchen der Quarta den 1. Sieg mit 50 ¼ Punkten unter den übrigen höheren Mädchenschulen.
4. Staffellauf der Deutschen Turnerschaft am 0. September 1⁰28. Oberstufe: 20% 160 m II. Preis(verloren durch Fehlen des 6. Läufers); Unterstufe: 15% 75 m I. Sieg.
5. Staffellauf der Frankfurter Schulen im Stadion am 26. September 1928. Oberstufe: 10% 100 m I. Sieg in 1 Min. 57 Sck.; Mittelstufe: 10% 100 m II. Sieg in 2 Min. 05 Sek.; Unterstufe: 10% 100 m I. Sieg in 2 Min. 16 Sek.:; Mädchen: 6 50 m I. Sieg in 46.6 Sek.
6. Handball. An den Handballspielen der Frankfurter Schulen beteiligte sich unsere Ober- und Unterstufe. a) Oberstufe: Ziehen OR: Gym. Höchst 10:1 Ziehen OR: Klinger OR 12:5, Ziehen OR: Sachsenh. ON 1:2, b) Unterstufe: Ziehen OR: Klinger OR 5:0; ebenso gewonnen gegen Gym. Höchst und Sachsenh. OR. Die Schluß- spiele mußten wegen der Kälte verschoben werden.
7. Schulsportfest am 15. September 1928(Roseggerstraße und Sportklub 1880). An den Wettkämpfen beteilig- ten sich 526 Knaben und 51 Mädchen.— I. Wettübungen. a) Oßerstufe A(Ol): Dauerlauf, Dreisprung, Kugelstoft. IHlandballweitwurf. Hochsprung und Schwimmen; b) Oberstufe B: Dreisprung, Kugelstoß. Ifandballweitwurf, IHlochsprung. 100-Meterlauf; c) Mittelstufe: 100-Meterlauf. Weitsprung. Kugelstoft, Handballweitwurf; d) Unter-. Vor- und Grundstufe: 75-Meterlauf. Weitsprung. Schlagballweitsprung; e) Mädchen: 50-Meterlauf. Weitsprung. Schlagballweitwurf. II. Ergebnisse: a) Knaben: Oberstufe A: Cäsar Olb I. mit 150. Schmidt II., Hamme Ola. Grimmel Olb III.; Oberstufe B: Kirmser UIb I. Werner UIc II. Reutter Ollb III.; Mittelstufe: Schubert Ollb I. Born Ollb II., Funk Ollb und Fritsche UIb III.; Unterstufe: Sieben UIIO I., Schmidt Hans UIIO II., Lenz OfIIa III.; Vorstufe: Lorenz IV I., Recha II., Metzger III.; Grundstufe: Strohhauer VI I., Forst II., Schäfer III. b) Mädchen: Mittelstufe: Gretel Gebauer OlIIb I. Sieg. Anna Mestelerz II., Elisabeth Tleerdt und Anita Gang- loff III.: Unterstufe: Hermine Walz IV I., Anneliese Petersen IV II., Pina Antz O5b III., Vorstufe: Weisel V I. Hilde Dorn VI II. Brigitte Elsässer IV III.— III. Stafſfeln: Knaben: a) Unterprimen: UIb 48 6 Sek. b) Ober- sekunden: Ollb 48% Sek., c) Untersekunden UIlo 49% Sek., d) Tertien: OIIIc 55% Sek.— IV. Schulmeister- schaften: 100 m Oberstufe: Zankl 1126 Sek., 100 m Mittelstufe: Hlertsch 12 Sek., 100 m Unterstufe: Schmidt, Hans 12% Sek., 200 m offen: Zankl 24 Sek., 400 m offen: Tänzer 55% Sek., 800 m offen: Fendler 2 Min. 24 Sek., Weit- sprung Mittelstufe 5.41 m. Dreisprung offen: Zankl Ollb 12,00 m. Schlagballweitwurf: Funk Ollb 80 m. Diskus offen: Müller UIb 28,20 m. Schleuderball offen: Achler UIc 40 m. Weitsprung Unterstufe: Schmitt Hans 4.96 m. Kugelschocken: Kirmser 15,20 m. Als Kampfrichter waren sämtliche Damen und Ierren des Kollegiums tätig.
S. Baden. Von den Knaben nahmen an dem freiwilligen Baden im Sommerhalbjahr 260, im Winterhalbjahr ⁊2 teil, von den Mädchen im Sommer 51. im Winter 15. Im Laufe des Winterhalbjahres erhielten die Knaben der Klasse IV Schwimmunterricht im Städt. Schwimmbad. Wie in den vorigen Jahren fand auch in diesem Winter kein Pflichtschwimmen für unsere Mädchen im Städt. Schwimmbad statt. Aus diesem Grunde wurde im Sommer eine Turnstunde für das Pflichtschwimmen verwendet. 4
Für das Herbstabitur wurden vom Prov.-Schulkollegium bestimmt: Dauerlauf, Schwimmen, Kugelstoft; für das Frühjahrsabitur an Reck und Barren je 5 Ubungen. Pferd. Taue und Körperschule. Von den 51 Abiturienten waren 6 durch ärztliches Zeugnis befreit, 5 erkrankt. Von den 42 am Turnen beteiligten Schülern erzielten 15 die Note Sehr gut. 14 die Note Gut, 10 die Note Genügend. Reitz.
3) Nadelarbeit
Für die Sexta fordert der Lehrplan eine Kreuzsticharbeit und die Vertiefung der in der Grundschule erlern- ten Stricktechnik. In diesem Jahr wurde für die Arbeit in der Kreuzstichtechnik ein mit einem Flächenmuster verziertes Täschchen gewählt. Im letzten halben Jahr strickten die Kleinen Anzüge und Kleidchen für ihre Puppen. um daran das in der Grundschule erlernte Stricken praktisch anzuwenden und das Anpassen an die Körper- form zu üben. Die Arbeiten wurden mit großem Eifer und in recht geschmackvoller Weise ausgeführt.
Dem Lehrplan entsprechend standen in der Quinta die Grundlagen des Handnähens im Mittelpunkt. Stiche und Nähte wurden geübt an Wäsche und einem Spielhöschen für die Puppen. Die dazu notwendigen Schnitte wurden durch Abformen am Puppenkörper gewonnen. Die Verzierung fast aller Spielhöschen bestand im Be- häkeln mit bunten Farben. Von einer größteren läkelarbeit, die eigentlich in dieser Klasse ausgeführt werden soll, mußte abgesehen werden, da sich das gründliche Erlernen des Nähens bei den einzelnen Kindern auf sehr verschiedene Voraussetzungen stützte. Aus diesem Grunde erstreckte sich die Erweiterung der Häkelfertigkeit lediglich auf das Umhäkeln eines Kleiderbügels in tunesischem Stich.
Der Lehrstoff der Quarta besteht im Erlernen des Hohlsaumes, im Nachbilden des Webvorgangs an einfachen Webarbeiten und im Ausbessern von Wäsche und Bekleidungsgegenständen durch Stopfen. Nach dem Erlernen der Hohlsaumtechnik fand diese praktische Anwendung an einem Taschentuch. Besonderes Interesse zeigten die Mädchen der darauf folgenden Webarbeit. Nach gründlicher Untersuchung eines Gewebes und nach der Be- trachtung des Webvorganges am Webstuhl reifte der Entschluß, eine Einkaufstasche aus Bast zu weben. Das Er- gebnis bildet eine Reihe geschmackvoller und zweckmäfiiger Ausführungen. Dem Weben folgten die Ausbesse- rungsarbeiten durch Stopfen. Es wurden gestopft: dünne Stellen. Löcher und die verschiedenen Risse. Das Stop- fen geschah nicht erst an Ubungstüchern, sondern gleich an Wäschegegenständen. Anschließend an das Wäsche- stopfen wurden das Ausbessern von Strümpfen und der Maschenstopf geübt.
In der Untertertia verlangt der Lehrplan die Einführung in das Maschinennähen und das Flicken von Wäsche und Kleidungsstücken. Nach vorausgegangener Betrachtung der Nähmaschine und ihrer Funktionen wurden zu- erst ein Topflappen, dann ein Kopfkissenbezug auf der Maschine genäht. Im Zusammenhang mit dem Kissen- bezug stand das Erlernen und Uben des Knopfloches. Die verschiedenen Arten des Flickens— der aufgesetzte. der durchgezogene und der eingesetzte— wurden zunächst als Ubungsflicken ausgeführt, dann an Wäsche und Kleidungsstücken praktisch verwendet. Auch der Maschinenflicken wurde geübt.
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