Jahrgang 
1927
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Die Aufsicht in Haus und Hof wurde auch in diesem Jahre von Schülern der Oberklassen ausgeführt. Scheller, der neben seinem Amt als 2. Vorsitzender auch die Oberaufsicht führte, trat von beiden Posten zeitweise zurück. Keller und Weiss übernahmen die Oberaufsicht in Haus und Hof. Sie stellten die neuen Aufsichtspläne so auf, dass diese über Ostern hinaus beibehalten werden können. Die Hofaufsicht wurde bis 14. Februar von der Oberprima, dann von der Unterprima ausgeführt.

Auf Wunsch von Herrn Direktor und den Herren des Lehrerkollegiums erhalten die Klassen von Sexta bis Untersekunda je einen Obmann aus der Oberprima. Die Erfahrungen dieser Obleute werden in einem besonderen Bericht mitgeteilt.

In der Ordnung für den Fahrradkeller ist keine wesentliche Aenderung eingetreten. RNuch hier wurde die Aufsicht von Schülern der Ober- klassen unter Leitung von Nietzsche geführt.

Unser Schülerturnverein hielt seine Turn- stunden unter Leitung einiger Unter- und Ober- primaner ab.

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Aus vorstehendem Jahresbericht sehen wir, dass es die Schulgemeinde verstanden hat, die ihr gestellten Aufgaben als Selbstverwaltungs- organ zu lösen. Es ist natürlich unmöglich, in diesem Bericht jede Einzelheit, mit der sich die Schulgemeinde im Laufe des Jahres befasste, zu erwähnen; aber ich möchte zum Schluss noch einige Worte über den Sinn unserer Schul- gemeinde sagen:

Die Sitzungen der Schulgemeinde wollen den Schüler im staatsbürgerlichen Sinne erziehen, d. h. in ihm die Betähigung heranbilden, in einer grösseren Versammlung seine Wünsche und Vorschläge klar, zusammenhängend und sachlich vorzutragen, gestellte Anträge richtig zu beurteilen, und ihn lehren, sich in einer Versammlung an ein ruhiges, parlamentarisches Benehmen zu gewöhnen. Erfüllt die Schul- gemeinde diese Aufgaben, dann hat sie ihren Zweck vollkommen erreicht und dem Schüler wichtige Regeln für seine Haltung im gesell- schaftlichen und politischen Leben mitgegeben.

Der I. Vorsitzende:

Hubert Weiss.

Der Berater:

Lohmann, Studienrat.

k) Wandern.

Wieder wurden von allen Klassen halb- und ganztägige Ausflüge gemacht, und wieder wurde versucht, diese Wandertage nicht nur für die körperliche Ertüchtigung, sondern auch für Er- ziehung und Unterricht auszunutzen. Das gilt im besonderen auch von den 4 Wochen, die wieder- um unsere Obertertia unter Leitung der Herren St. R. Dr. Six und Ass. Scheuerpflug auf der Wegscheide verbrachte.

Eine grössere Studienfahrt wurde von der O Ila unter Führung von Herrn Dr. Lepke unter- nommen. Ein Lichtbildervortrag des Führers zeigte, was die Klasse in 7 Tagen in der Lüne- bürger Heide sah: Naturschutzpark, Wilseder Berg, Totengrund, Hannover, Hildesheim, Lüne- burg, Hüttenwerk in Ilsede, Walzwerk in Peine, Erdölbohrungen in Steinförde.

Mehrere zweitägige Ausflüge fanden statt:

OI(St. R. Dr. Zenetti): Spessart

U Hla(St. R. Lohmann): Vogelsberg ,,: Marburg

UIIb(Ass. Dr. Schiefer): Rhön

77 77 7. Neckar. Die Musterjugendherberge in Schlossborn im Taunus wurde verschiedentlich aufgesucht.

An einem Samstag Nachmittag wanderten 12 Mädels der IVb mit Fräulein Merkel und St. R. Dr. Lenz hin und kehrten am Sonntag Abend zurück. RAuch die UIIIb(Ass. Sundheimer) und die Va(St. R. Dr. Stipp) machten ihre erste zweitägige Wanderung nach Schlossborn.

Von Ferienfahrten ist zuerst die Teilnahme von 30 Schülern an der Pfingsttagung des Ver- eins für das Deutschtum im Ausland in Hirsch- berg i. Schl. zu erwähnen.(Führung: Ass. Dr. Schiefer mit Herrn Dir. Dr. Oehlert und St. R. Dr. Lenz). Eine unvergessliche Fahrt! Unaus- löschlich sind die Eindrücke, die Hirschberg, das Riesengebirge, Dresden, die Sächsische Schweiz auf uns gemacht haben.

Ebenfalls in den Pfingstferien ging Herr Ass. Sundheimer mit 12 Schülern der Mittel- klassen für 5 Tage an den Neckar.

In den Sommerferien ist wiederum der wanderfrohe Kollege Sundheimer zu nennen,

der mit 12 Schülern für 3 Wochen an die Materkant ging; berührt wurden u. a. Hamburg, Kiel, Lübeck, Schwerin, Stralsund, Rügen, Bornholm.